Zitate Vertrauen

Vertrauen ist das stille Fundament nahezu aller menschlichen Beziehungen. Ohne es ist echte Nähe nicht möglich, ohne es funktioniert keine dauerhafte Zusammenarbeit, und ohne es bleibt man letztlich allein mit sich. Es ist so grundlegend, dass man es kaum bemerkt, solange es vorhanden ist. Erst wenn es fehlt oder bricht, wird sichtbar, wie viel auf ihm ruhte.

Ob in der Partnerschaft, der Freundschaft, im Berufsleben oder im Verhältnis zu sich selbst: Vertrauen prägt jeden Bereich des Lebens. Es ist die Bereitschaft, sich zu öffnen, obwohl man sich dabei verletzbar macht. Es ist das Annehmen einer Unsicherheit, in dem Glauben, dass der andere sie nicht ausnutzt.

Diese Seite widmet sich dem Thema Vertrauen in seiner ganzen Tiefe. Sie erklärt, wie Vertrauen entsteht und woran es zerbricht, was Selbstvertrauen von Vertrauen in andere unterscheidet und warum Zitate über Vertrauen zu den beständigsten und berührendsten gehören, die es gibt.

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Inhaltsverzeichnis

Zitate zum Thema Vertrauen

Wenn man einen Menschen lieb hat, dann zweifelt man nie an ihm. Sobald man zweifelt, prüfe man sich selbst: irgend ein Herzenswinkelchen will kalt werden.

Autor: Carmen Sylva (1843 - 1916)mehr...

Wenn man einmal das Vertrauen seiner Mitbürger verliert, kann man ihre Achtung und ihr Ansehen niemals wiedergewinnen.

Autor: Abraham Lincoln (1809 - 1865)mehr...

Die größte Ehre, die man einem Menschen antun kann, ist die, dass man zu ihm Vertrauen hat.

Autor: Matthias Claudius (1740 - 1815)mehr...

Zu wenig und zu viel Vertrauen Sind Nachbarskinder.

Autor: Wilhelm Busch (1832 - 1908)mehr...

Menschen, die sich überall zu Hause fühlen, wenn sie verreisen, verdienen auch sonst nicht viel Vertrauen.

Autor: George Bernard Shaw (1856 - 1950)mehr...

Vertrauen wird dadurch erschöpft, dass es in Anspruch genommen wird.

Autor: Bertolt Brecht (1898 - 1956)mehr...

Sei höflich zu allen, aber freundschaftlich mit wenigen; und diese wenigen sollen sich bewähren, ehe du ihnen Vertrauen schenkst.

Autor: George Washington (1732 - 1799)mehr...

Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde.

Autor: Henry Louis Mencken (1880 - 1956)mehr...

Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.

Autor: Seneca (1 n. Chr. - 65 n. Chr.)mehr...

Vertrauen stellt sich bei Fragen großer Bedeutung nur langsam ein.

Autor: Ovid (43 v. Chr. - 17 n. Chr.)mehr...

Vertraue nur dir selbst, wenn andere an dir zweifeln, aber nimm ihnen ihre Zweifel nicht übel.

Autor: Rudyard Kipling (1865 - 1936)mehr...

Wir müssen uns hüten, denen, die wir lieben, Mangel an Vertrauen vorzuwerfen, wenn sie uns nicht jederzeit in alle Ecken ihres Herzens einblicken lassen.

Autor: Albert Schweitzer (1875 - 1965)mehr...

Wer des Vertrauens sicher ist, legt auf Vertraulichkeit wenig Wert.

Autor: Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)mehr...

Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft.

Autor: Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916)mehr...

Wer den Menschen vertraut, macht weniger Fehler als derjenige, der ihnen mißtraut.

Autor: Camillo Benso von Cavour (1810 - 1861)mehr...

Vertrauen bedeutet den ersten Schritt zu tun auch wenn du die Treppe noch nicht ganz sehen kannst.

Autor: Martin Luther (1483 - 1546)mehr...

Wer damit anfängt, daß er allen traut, wird damit enden, daß er jeden für einen Schurken hält.

Autor: Friedrich Hebbel (1813 - 1863)mehr...

Das Vertrauen gibt dem Gespräch mehr Stoff als der Geist

Autor: François de La Rochefoucauld (1613 - 1680)mehr...

Vorsicht im Vertrauen ist allerdings notwendig; aber noch notwendiger Vorsicht im Mißtrauen.

Autor: József Eötvös (1813 - 1871)mehr...

Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.

Autor: Laotsemehr...

Einem Menschen, den Kinder und Tiere nicht leiden können, ist nicht zu trauen.

Autor: Carl Hilty (1833 - 1909)mehr...

Nichts kann den Menschen mehr stärken als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.

Autor: Adolf von Harnack (1851 - 1930)mehr...

Wer Vertrauen hat, erlebt jeden Tag Wunder.

Autor: Peter Rosegger (1843 - 1918)mehr...

Alles Reden ist sinnlos, wenn das Vertrauen fehlt.

Autor: Franz Kafka (1883 - 1924)mehr...

Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es einmal zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.

Autor: Otto von Bismarck (1815 - 1898)mehr...

Unglücklich ist der Mensch, vertraut er dieser Welt!

Autor: Pierre de Ronsard (1524 - 1585)mehr...

Nichts Größeres kann ein Mensch schenken, als sein ganzes Vertrauen. Keine Gabe erhöht so sehr den Geber und Empfänger.

Autor: Henry David Thoreau (1817 - 1862)mehr...

Autorität wie Vertrauen werden durch nichts mehr erschüttert als durch das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden.

Autor: Theodor Storm (1817 - 1888)mehr...

Vertrauen ist eine Oase im Herzen, die von der Karawane des Denkens nie erreicht wird.

Autor: Khalil Gibran (1883 - 1931)mehr...

Lieber Geld verlieren als Vertrauen.

Autor: Robert Bosch (1861 - 1942)mehr...

Es gibt eine alte Erfahrung: Wer zu freigiebig ist im Vertrauen, ist auch zu freigiebig im Mißtrauen.

Autor: Berthold Auerbach (1812 - 1882)mehr...

Vertraue niemals einem Menschen, der schlecht über sein eigenes Land redet.

Autor: Rudyard Kipling (1865 - 1936)mehr...

Vertrauen ist die größte Selbstaufopferung.

Autor: Friedrich Hebbel (1813 - 1863)mehr...

Wo Vertrauen ist, da stellt sich der Sieg ein.

Autor: Zeami Motokiyo (1363 - 1443)mehr...

Nur zwischen Glaube und Vertrauen ist Friede.

Autor: Friedrich Schiller (1759 - 1805)mehr...

Das Vertrauen erhebt die Seele.

Autor: Jean-Jacques Rousseau (1712 - 1778)mehr...

Betrachte die Welt als dein Selbst, habe Vertrauen zum Sosein der Dinge, liebe die Welt als dein Selbst; dann kannst du dich um alle Dinge kümmern.

Autor: Laotsemehr...

Wer andern gar zu wenig traut, hat Angst an allen Ecken; wer gar zu viel auf andre baut, erwacht mit Schrecken.

Autor: Wilhelm Busch (1832 - 1908)mehr...

Menschen, die einander ohne tatsächlich klaren Grund nicht trauen, trauen sich selber nicht.

Autor: Friedrich Theodor Vischer (1807 - 1887)mehr...

Vertrauen zu genießen ist ein größeres Kompliment, als geliebt zu werden.

Autor: George MacDonald (1824 - 1905)mehr...

Man muß im Ganzen an jemanden glauben, um ihm im Einzelnen wahrhaft Zutrauen zu schenken.

Autor: Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)mehr...

Die Meister beobachten die Welt, vertrauen aber ihrer inneren Sehkraft. Sie lassen die Dinge kommen und gehen. Ihr Herz ist offen wie der Himmel.

Autor: Laotsemehr...

Je größer das Vertrauen in die Wissenschaft gewesen war, umso bitterer war die Enttäuschung.

Autor: Francesco de Sanctis (1817 - 1883)mehr...

Leute, welche uns ihr volles Vertrauen schenken, glauben dadurch ein Recht auf das unsrige zu haben. Dies ist ein Fehlschluss; durch Geschenke erwirbt man keine Rechte.

Autor: Friedrich Nietzsche (1844 - 1900)mehr...

Man darf den Führern nicht zu sehr vertrauen, dagegen sollte die Jugend unsere Hoffnung sein.

Autor: Knut Hamsun (1859 - 1952)mehr...

Mangelndes Vertrauen ist nichts als das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen.

Autor: Seneca (1 n. Chr. - 65 n. Chr.)mehr...

Gegenseitiges Vertrauen ist wichtiger als gegenseitiges Verstehen. Wo das Verstehen nicht zum Ziele führt, möge das Vertrauen seinen Platz einnehmen.

Autor: William McDougall (1871 - 1938)mehr...

Man kann, kraft des Vertrauens, es jemandem unmöglich machen, uns zu betrügen.

Autor: Joseph Joubert (1754 - 1824)mehr...

Der Mensch kann nicht leben ohne ein dauerndes Vertrauen zu etwas Unzerstörbarem in sich, wobei sowohl das Unzerstörbare als auch das Vertrauen ihm dauernd verborgen bleiben können. Eine der Ausdrucksmöglichkeiten dieses Verborgenbleibens ist der Glaube an einen persönlichen Gott.

Autor: Franz Kafka (1883 - 1924)mehr...

Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

Autor: Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)mehr...

Ein weiser Mann vertraut einem Menschen nicht nur aufgrund seiner Worte. Genausowenig verwirft er Worte nur aufgrund des Menschen, der sie gesprochen hat.

Autor: Konfuzius (551 v. Chr. - 479 v. Chr.)mehr...

Wir verschenken unser Vertrauen meist nur, um bedauert oder bewundert zu werden.

Autor: François de La Rochefoucauld (1613 - 1680)mehr...

Decke die verborgenen Fehler der Leute nicht auf, denn du raubst ihnen die Ehre und dir das Vertrauen.

Autor: Saadi (1210 - 1291)mehr...

Vertraue auf dein Glück - und du ziehst es herbei.

Autor: Seneca (1 n. Chr. - 65 n. Chr.)mehr...

Vertrauen auf Menschen ist eine Pflanze, die von der Menschenliebe so sparsam begossen wird, daß sie endlich verdorren muß.

Autor: August von Kotzebue (1761 - 1819)mehr...

Wer die Dummköpfe gegen sich hat verdient Vertrauen.

Autor: Jean Paul Sartre (1905 - 1980)mehr...

Verlorengegangenes Vertrauen ist schwer zurückzugewinnen, denn Vertrauen wächst nicht nach, wie ein Zehennagel.

Autor: Johannes Brahms (1833 - 1897)mehr...

Du sollst nie dem Scheine und der Äußerlichkeit trauen, sondern sollst nur andere Leute damit abspeisen.

Autor: Philip Stanhope, 4. Earl of Chesterfield (1694 - 1773)mehr...

Das Vertrauen wird kommen, hat jeder nur erst seine Sicherheit.

Autor: Friedrich Schiller (1759 - 1805)mehr...

Was Vertrauen wirklich bedeutet

Das Wort "Vertrauen" ist im Deutschen eng mit dem Wort "Trauen" verwandt, also dem Wagen, dem Sich-Getrauen. Wer vertraut, wagt etwas. Er überlässt einem anderen Menschen oder einer Situation die Kontrolle über etwas, das ihm wichtig ist, in dem Glauben, dass damit verantwortungsvoll umgegangen wird.

Diese Definition zeigt bereits, warum Vertrauen so kostbar und so verletzlich zugleich ist. Es setzt Offenheit voraus. Wer sich vollständig schützt, wer keine Information preisgibt, keine Schwäche zeigt und keine Abhängigkeit zulässt, der vertraut nicht wirklich. Er sichert sich ab. Das ist verständlich, aber es verhindert auch die tiefsten Verbindungen, die das Leben bieten kann.

Philosophisch ist Vertrauen eine Form der Wette auf die Zukunft. Man entscheidet sich, auf der Grundlage vergangener Erfahrungen und aktueller Einschätzungen, dass jemand sich in einer bestimmten Weise verhalten wird. Diese Entscheidung lässt sich nie vollständig absichern. Vertrauen bleibt immer ein Sprung, der Mut braucht.

Wie Vertrauen entsteht

Vertrauen wächst langsam. Es lässt sich nicht erzwingen, nicht kaufen und nicht befehlen. Es entsteht durch Erfahrungen, durch Konsistenz, durch die wiederholte Beobachtung, dass jemand das tut, was er sagt, und sagt, was er meint.

Psychologen sprechen dabei von einem Prozess der schrittweisen Öffnung. Menschen beginnen damit, kleine Vertrauensvorschüsse zu geben: Sie teilen eine Information, zeigen eine Unsicherheit, bitten um Hilfe. Wenn dieser Vorschuss zurückgezahlt wird, also wenn der andere damit respektvoll umgeht, wächst die Bereitschaft, mehr zu teilen. So entsteht Vertrauen: durch viele kleine Bestätigungen über Zeit.

Das erklärt auch, warum Vertrauen zwischen Menschen, die sich lange kennen, belastbarer ist als das zwischen Fremden. Es hat mehr Bewährungsproben überstanden. Es hat gezeigt, dass es auch unter Druck hält. Dieses gereifte Vertrauen ist schwer zu erschüttern, weil es auf einem breiten Fundament aus gemeinsamer Geschichte steht.

  • Zuverlässigkeit ist der stärkste Vertrauensaufbauer: Wer hält, was er verspricht, baut schneller Vertrauen auf als jemand mit großen Worten und kleinen Taten.
  • Offenheit wirkt ansteckend: Wer selbst etwas von sich zeigt, lädt andere dazu ein, dasselbe zu tun.
  • Fehler eingestehen stärkt Vertrauen, weil es Aufrichtigkeit beweist.
  • Vertrauen braucht Zeit. Wer es schnell erzwingen will, erreicht meist das Gegenteil.

Die verschiedenen Formen des Vertrauens

Vertrauen ist nicht immer gleich. Es gibt verschiedene Spielarten, die sich in ihrer Tiefe, ihrem Ursprung und ihren Auswirkungen unterscheiden.

Interpersonales Vertrauen ist das Vertrauen zwischen zwei Menschen. Es ist das, was in Freundschaften, Partnerschaften und familiären Beziehungen trägt. Es entsteht durch gemeinsame Erfahrungen, durch Verlässlichkeit und durch das Wissen, dass der andere das Beste für einen im Sinn hat.

Institutionelles Vertrauen richtet sich auf Organisationen, Behörden, Unternehmen oder staatliche Strukturen. Es ist weniger persönlich, aber gesellschaftlich enorm wichtig. Demokratien funktionieren nur, wenn ausreichend Menschen darauf vertrauen, dass Institutionen fair und integer handeln. Schwindet dieses Vertrauen, entstehen Misstrauen und Polarisierung.

Vertrauen in die Zukunft ist eine weitere Form: die Bereitschaft, trotz Unsicherheit zu handeln, Pläne zu machen, Beziehungen einzugehen. Wer der Zukunft grundsätzlich misstraut, erstarrt. Wer ihr blindlings vertraut, ist leichtfertig. Der gesunde Mittelweg ist eine Haltung der wachen Zuversicht.

Vertrauen in sich selbst schließlich ist die Grundlage aller anderen Formen. Darauf gehen wir im nächsten Abschnitt ausführlicher ein.

Selbstvertrauen: Die wichtigste Basis

Wer sich selbst nicht traut, wird auch anderen schwer vertrauen können. Selbstvertrauen ist nicht Arroganz oder Überheblichkeit. Es ist die stille, gefestigte Überzeugung, dass man in der Lage ist, mit dem umzugehen, was das Leben bringt. Dass man nicht perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Dass Fehler kein Urteil, sondern ein Teil des Lernens sind.

Selbstvertrauen entsteht durch Erfahrungen der eigenen Wirksamkeit. Wer eine schwierige Aufgabe gemeistert hat, wer einen Konflikt fair gelöst hat, wer in einer Krise für andere da sein konnte: Diese Erlebnisse hinterlassen Spuren. Sie zeigen dem eigenen Inneren: Ich kann das. Ich halte stand.

Gleichzeitig ist Selbstvertrauen kein dauerhafter Besitz. Es kann durch anhaltende Misserfolge, durch Kritik, die über das Berechtigte hinausgeht, oder durch Beziehungen, die es systematisch untergraben, erschüttert werden. Wer merkt, dass das eigene Selbstvertrauen leiden, tut gut daran, das ernst zu nehmen und aktiv gegenzusteuern.

Zitate über Selbstvertrauen sind deshalb so beliebt, weil sie an etwas erinnern, das Menschen oft vergessen: dass sie mehr können, als sie sich zutrauen. Manchmal braucht es nur einen Satz, um dieses Wissen wieder ans Licht zu bringen.

Wenn Vertrauen bricht: Schmerz und Neuanfang

Ein Vertrauensbruch gehört zu den schmerzhaftesten zwischenmenschlichen Erfahrungen. Es ist nicht nur der konkrete Verrat, der trifft. Es ist das Erschüttern des Bildes, das man von einer Person hatte. Plötzlich fragt man sich, ob man den anderen überhaupt kannte. Ob das, was man für echt hielt, wirklich echt war. Diese Verunsicherung kann tiefer gehen als der ursprüngliche Vorfall.

Vertrauensbrüche geschehen in verschiedenen Graden. Das vergessene Versprechen ist etwas anderes als der jahrelange Verrat. Unabsichtliche Enttäuschungen sind anders zu bewerten als bewusste Täuschungen. Diese Unterschiede sind wichtig, weil sie beeinflussen, was danach möglich ist.

Was fast alle Vertrauensbrüche gemein haben: Sie hinterlassen eine Wunde, die Zeit braucht. Die Verletzung sitzt tief, und sie verändert die Art, wie man dem anderen begegnet. Manchmal für immer. Manchmal nur so lange, bis echte Wiedergutmachung stattgefunden hat.

Viele Menschen reagieren auf Vertrauensbrüche, indem sie sich generell schließen. Sie beschließen, niemandem mehr so nah zu kommen, um sich nicht erneut verletzen zu lassen. Diese Reaktion ist menschlich, hat aber ihren Preis: Wer sich schützt, indem er niemanden mehr hereinlässt, verliert auch die Möglichkeit echter Verbundenheit.

Vertrauen wieder aufbauen: Ist das möglich?

Kann Vertrauen nach einem Bruch wirklich wiederhergestellt werden? Die ehrliche Antwort lautet: manchmal ja, manchmal nein, und es hängt von vielen Faktoren ab.

Entscheidend ist zunächst, ob derjenige, der das Vertrauen gebrochen hat, die Verantwortung dafür übernimmt. Nicht mit Ausreden, nicht mit Rechtfertigungen, nicht mit dem Verweis auf äußere Umstände. Sondern klar und aufrichtig. Diese Haltung ist selten, aber sie ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Heilung möglich wird.

Dann braucht es Konsequenz. Einmalige Entschuldigungen reichen nicht. Was zählt, ist das veränderte Verhalten über Zeit. Wer sagt, er werde es nie wieder tun, und es dann trotzdem wieder tut, zerstört das wenige Vertrauen, das gerade im Entstehen war, endgültig.

Für den Verletzten ist Vergebung ein eigener Prozess. Sie bedeutet nicht, das Geschehene gutzuheißen oder so zu tun, als wäre es nicht passiert. Sie bedeutet, den eigenen Schmerz loszulassen, nicht für den anderen, sondern für sich selbst. Vergebung und Vertrauen sind dabei zwei verschiedene Dinge. Man kann vergeben, ohne jemals wieder vollständig zu vertrauen. Auch das ist ein gültiger Ausgang.

Vertrauen in der Gesellschaft

Vertrauen ist nicht nur ein privates Thema. Es ist auch ein gesellschaftliches. In Gesellschaften mit hohem gegenseitigen Vertrauen funktioniert vieles reibungsloser: Kooperationen entstehen leichter, Institutionen arbeiten effizienter, und Menschen sind eher bereit, sich für das Gemeinwohl einzusetzen.

Sozialforscher messen das sogenannte "generalisierte Vertrauen", also das Vertrauen gegenüber Fremden. In Ländern mit hohem generalisierten Vertrauen, wie etwa den skandinavischen Staaten, zeigen sich durchgängig höhere Werte bei Lebensqualität, Korruptionsresistenz und sozialer Gerechtigkeit. Vertrauen ist demnach nicht nur eine Tugend. Es ist auch eine gesellschaftliche Ressource.

Gleichzeitig erleben viele westliche Gesellschaften seit Jahren einen Rückgang des institutionellen Vertrauens. Vertrauen in Medien, Politik und Wissenschaft sinkt in Teilen der Bevölkerung. Die Gründe dafür sind komplex. Was klar ist: Gesellschaften, die dieses Vertrauen verlieren, werden fragiler. Und der Wiederaufbau ist deutlich mühsamer als der Erhalt.

Warum Vertrauenszitate so tief berühren

Vertrauenszitate sprechen etwas an, das tief in der menschlichen Erfahrung verwurzelt ist. Jeder Mensch hat Vertrauen geschenkt und erhalten, hat es verloren und wiedergefunden, hat darum gerungen und es manchmal aufgegeben. Diese universelle Erfahrung macht Vertrauenszitate so zugänglich.

Ein gutes Vertrauenszitat berührt auf mindestens einer von zwei Weisen. Entweder es benennt den Schmerz des Vertrauensbruchs so präzise, dass man sich verstanden fühlt. Oder es beschreibt die Schönheit und Stärke echten Vertrauens so treffend, dass man sich daran erinnert fühlt, warum es sich lohnt, trotz allem wieder zu vertrauen.

Beide Qualitäten sind wertvoll. Vertrauenszitate, die ausschließlich ermutigen, können hohl wirken, wenn jemand gerade verletzt ist. Und Zitate, die nur den Schmerz zeigen, ohne Öffnung zu bieten, lassen einen allein damit. Die besten Vertrauenszitate halten beides aus: die Verletzlichkeit und die Möglichkeit.

Vertrauenszitate gezielt einsetzen

Vertrauenszitate passen in erstaunlich viele Lebensbereiche und Situationen. Sie sind vielseitiger, als man zunächst denkt.

In persönlichen Briefen und Nachrichten können Vertrauenszitate etwas ausdrücken, das sonst schwer in Worte zu fassen ist. "Ich vertraue dir" klingt einfach, ist aber einer der bedeutsamsten Sätze, die man einem Menschen sagen kann. Ein Zitat, das diese Haltung beschreibt oder vertieft, macht den Satz noch wirkungsvoller.

In Beziehungsgesprächen, wenn es darum geht, Verletzungen anzusprechen oder Vertrauen neu zu verhandeln, kann ein passendes Zitat als Einstieg helfen. Es nimmt den Druck aus dem direkten Konfrontationsgespräch und öffnet einen Reflexionsraum.

In Führung und Teamarbeit ist Vertrauen eines der zentralen Themen überhaupt. Ein Zitat über Vertrauen in einem Teammeeting, als Leitgedanke eines Projekts oder in einer Rede an Mitarbeitende zeigt: Hier denkt jemand über die menschliche Grundlage guter Zusammenarbeit nach.

Für sich selbst in Momenten des Zweifels, ob man richtig liegt, ob man sich wieder öffnen soll, ob man einer Situation trauen kann, kann ein gutes Vertrauenszitat eine kleine Klärung bringen. Nicht als Antwort, aber als Impuls zum Nachdenken.

Vertrauen schenken und verdienen

Vertrauen ist eine der mutigsten Entscheidungen, die ein Mensch treffen kann. Es macht verletzbar. Es setzt etwas auf das Spiel, das man nicht vollständig kontrollieren kann. Und trotzdem ist es unverzichtbar, weil ohne Vertrauen kein wirklich erfülltes Leben möglich ist.

Zitate über Vertrauen erinnern uns daran, was auf dem Spiel steht, und gleichzeitig, warum es sich lohnt. Sie benennen den Schmerz des Vertrauensbruchs mit einer Direktheit, die hilft, ihn einzuordnen. Und sie beschreiben das Glück echten, gelebten Vertrauens so treffend, dass man sich wieder danach sehnt, selbst wenn man es gerade vermisst.

Stöbern Sie auf dieser Seite, wann immer das Thema Vertrauen Sie beschäftigt. Ob Sie jemandem vertrauen möchten und die Worte suchen, ob Sie gerade an einem Vertrauensbruch arbeiten oder ob Sie einfach an das erinnert werden möchten, warum Vertrauen das Fundament aller guten Verbindungen ist: Hier finden Sie, was Sie suchen.

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