Seneca Zitate

Lucius Annaeus Seneca - genannt Seneca - war ein römischer Philosoph, Dichter, Schriftsteller und Politiker. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die "Epistulae morales ad Lucilium" (Briefe über Ethik an Lucilius). Seneca lebte von 1 n. Chr. bis 65 n. Chr..
Unsere Sammlung enthält 61 Zitate, Sprüche und Aphorismen von Seneca, die in folgenden Kategorien zu finden sind:

Nemo enim potest personam diu ferre

Latein

Niemand kann auf Dauer eine Maske tragen.

Deutsch+ Entstehung / Bedeutung

Non scholae, sed vitae discimus.

Latein

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.

Deutsch+ Entstehung / Bedeutung

Per aspera ad astra.

Latein

durch das Raue zu den Sternen

Deutsch+ Entstehung / Bedeutung

Nichts sei in dem menschlichen Leben so traurig, oder versöhne uns so schnell mit dem Gedanken unsers eigenen Todes, als der Anblick und die Betrachtung, wie ein Freund nach dem andern um uns her zu Boden fällt.

Traurig steht es um die Seele, die sich um die Zukunft ängstigt und unglücklich vor dem Unglück ist und voll Besorgnis, ob das, woran sie ihre Freude hat, auch bis zuletzt Bestand haben wird: denn niemals wird sie zu voller Ruhe kommen und wird in Erwartung des Kommenden das Gegenwärtige, das sie genießen konnte, verlieren.

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht; dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.

Fang jetzt zu leben an und zähle jeden Tag als ein Leben für sich.

Manche haben zu leben schon aufgehört, ehe sie anfingen.

Das Leben aber - glaube mir - wird von viel schlimmeren Stürmen geschüttelt als irgendein Schiff. Hier kommt es nicht aufs Reden an, sondern hier gilt es, das Steuer fest in die Hand zu nehmen.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.

Wer sein Leben von der Hoffnung abhängig macht, dem entschlüpft immer die ihm zunächst liegende Zeit, und es tritt eine Art Heißhunger ein und die unseligste Furcht, die alles zur Hölle macht, die Todesfurcht.

Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.

Nichts bringt uns mehr vom Weg zum Glück ab, als daß wir uns nach dem Gerede der Leute richten, statt nach unseren Überzeugungen.

Glück ist, was passiert, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Fest und stark ist nur der Baum, der unablässig Windstößen ausgesetzt war, denn im Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln.

Die Freiheit geht zugrunde, wenn wir nicht alles verachten, was uns unter ein Joch beugen will.

Nein, nicht gering ist die Zeit, die uns zu Gebote steht; wir lassen nur viel davon verloren gehen.

Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an, wie lang es ist, sondern wie bunt.

Zwei Dinge verleihen der Seele am meisten Kraft: Vertrauen auf die Wahrheit und Vertrauen auf sich selbst.

Mangelndes Vertrauen ist nichts als das Ergebnis von Schwierigkeiten. Schwierigkeiten haben ihren Ursprung in mangelndem Vertrauen.

Vertraue auf dein Glück - und du ziehst es herbei.

Wer Großes versucht, ist bewundernswert, auch wenn er fällt.

Das höchste Gut ist die Harmonie der Seele mit sich selbst.

Den größten Reichtum hat, wer arm an Begierden ist.

Nun aber bringt doch den allergrößten Verlust an Lebenszeit das Hinausschieben mit sich. Man lässt gerade den bestehenden Tag verstreichen und bestiehlt die Gegenwart, weil man sich auf das Späterkommende vertröstet. Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die sich auf den nächsten Tag richtet und das Heute verliert.

Das größte aller Übel ist, aus der Zahl der Lebenden zu scheiden, ehe man stirbt.

Jeder will lieber glauben als nachdenken, und so wird nie über das Leben nachgedacht.

Manche weise Männer haben den Zorn als eine vorübergehende Geistesstörung bezeichnet.

Das wirksamste Mittel gegen den Zorn ist Aufschub. Fordere vom Zorn zunächst nicht, daß er verzeihe, sondern daß er sich ein Urteil bilde.

Halte nie einen für glücklich, der von äußeren Dingen abhängt.

Ich will dir ein Liebesmittel zeigen ohne einen Trank, ohne ein Kraut, ohne Spruch irgendeiner Zauberin: Willst du geliebt sein, so liebe.

Auch nach einer schlechten Ernte muß man säen.

Glaube mir: es ist eine ernste Sache um die Freude. Oder meinst du, es werde irgend jemand mit unbefangener Miene, oder wie jene Lebemänner sich ausdrücken, heitern Auges den Tod verachten, der Armut die Tür öffnen, der Genußsucht Zügel anlegen und auf Ausharren im Schmerze sich gefaßt machen?

Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muß, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.

Ziehe dich in dich selbst zurück, so viel du kannst; verkehre mit denen, die dich besser machen, und verstatte solchen den Zutritt, die du besser machen kannst.

Beim Schlafengehen sollten wir uns sagen: Ich habe gelebt und den mir vom Schicksal bestimmten Weg zurückgelegt. Wenn Gott uns noch einen Morgen schenkt, werden wir ihn mit dem Gefühl, daß uns unerwarteter Gewinn zufällt, freudig entgegennehmen.

Die Zeit wird kommen, wo unsere Nachkommen sich wundern, dass wir so offenbare Dinge nicht gewusst haben.

Was das Gesetz nicht verbietet, verbietet der Anstand.

Es gibt keinen zuverläßigern Beweis von Geistesgröße, als wenn man sich durch Nichts, was begegnen kann, in Aufruhr bringen läßt. In der obern und mehr geordneten Region, in der Nähe der Gestirne, bilden sich weder Wolken, noch werden Stürme erregt oder Wirbelwinde; sie erfährt keinen Aufruhr, nur in den niedrigern Regionen blitzt es.

Das meiste Unheil richtet Leichtgläubigkeit an.

Ein Zwerg wird nicht größer, auch wenn er sich auf einen Berg stellt.

Der Einsichtige beherrscht sich selbst. Wer sich selbst beherrscht, bleibt charakterfest. Wer charakterfest ist, läßt sich nicht aus der Ruhe bringen. Wer sich nicht aus der Ruhe bringen läßt, kennt keine Traurigkeit. Wer keine Traurigkeit kennt, ist glücklich. Mithin ist der Einsichtige glücklich.

Alle Verbrechen sind auch vor dem Erfolg der Tat, soweit genug Schuld besteht, ausgeführt.

Alle Stunden umfasse mit beiden Armen. So wirst du weniger vom Morgen abhängen, wenn auf das Heute du die Hand legst.

Anführerin bei den Übeltaten aber ist die Frau; in Verbrechen ist sie Künstlerin.

Ein Verbrechen muss durch ein Verbrechen vertuscht werden.

Was auch immer für ein Ende mir das Schicksal bestimmt hat, ich werde es ertragen.

Behandle Deine Untergebenen so, wie Du von Deinen Vorgesetzten behandelt werden willst

Nirgends ist, wer überall ist. Wer sein Leben auf Reisen hinbringt, hat viele Gastfreunde, aber keine Freunde.

Du wirst aufhören zu fürchten, wenn du aufhörst zu hoffen.

Wer jeden Abend sagen kann: Ich hab gelebt - dem bringt jeder Morgen neuen Gewinn.

Ungerechte Herrschaft ist niemals von Dauer.

Drei Dinge sind die Beschwernisse der Krankheit: Furcht vor dem Tod, Schmerz des Körpers, Unterbrechung des Vergnügens.

Unglücklich ist, wer vor der Zukunft Angst hat.

Wenn Du nicht kämpfen willst, so kannst Du ja fliehen. Die Tür steht offen. Geh!

Kein Besitz macht Freude, wenn der Freund fehlt.

Die Wirkung der Weisheit ist eine sich gleich bleibende Freude.

Würde mir die Weisheit unter der Bedingung dargeboten, sie verschlossen zu halten und nicht zu verkünden, so würde ich sie zurückweisen.

Nicht der Hunger unseres Leibes kommt uns teuer zu stehen, sondern der Ehrgeiz.

Tugenden lernen heißt Fehler verlernen.

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