Goethe Zitate
- Wer war Johann Wolfgang von Goethe?
- Frankfurt, ein strenger Vater und eine Kindheit als Gesamtkunstwerk
- Werther: Ein Buch, das Europa erschütterte und seinen Autor erschreckte
- Weimar als goldener Käfig: Zehn Jahre Staatsgeschäfte, dann die Flucht nach Italien
- Christiane Vulpius: Die Frau, die er liebte, beschützte und achtzehn Jahre nicht heiratete
- Schiller: Die folgenreichste Freundschaft der deutschen Literatur
- Napoleon sagt Voilà un homme: Die Audienz, die Goethe sein Leben lang stolz machte
- Sechzig Jahre Faust: Was das längste Dichtervorhaben der deutschen Literatur bedeutet
- Mit 74 Jahren ein Heiratsantrag: Die Marienbader Elegie und das Ende der Gefühle
- Warum Goethe heute so verehrt und so selten wirklich gelesen wird
- Goethe Zitate
Wer war Johann Wolfgang von Goethe?
Johann Wolfgang Goethe, ab 1782 von Goethe, wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main als Sohn eines Kaiserlichen Rates geboren und starb am 22. März 1832 in Weimar. Er war 82 Jahre alt. Er war Dichter, Romancier, Dramatiker, Lyriker, Naturforscher, Kunsttheoretiker, Theaterleiter, Politiker, Minister, Autobiograf und Gesprächspartner einer Epoche, die sich nach ihm benannte. Kein anderer Schriftsteller der deutschen Sprache hat ein vergleichbares Werk hinterlassen, und keiner ist für die deutschsprachige Kultur so sehr zum Monument geworden, dass das Monument den Menschen dahinter beinahe vollständig verdeckt hat. Goethe ist das Denkmal des deutschen Bildungsbürgertums. Er ist gleichzeitig einer der produktivsten, vielseitigsten und widersprüchlichsten Menschen, die je auf Deutsch geschrieben haben, und diese zweite Beschreibung ist die interessantere.
Was Goethe von fast allen anderen Figuren in dieser Reihe unterscheidet, ist die Ausdehnung seines Lebens und Werks. Er schrieb über sechs Jahrzehnte, lebte durch vier historische Epochen, heiratete mit 57 Jahren die Frau, mit der er seit achtzehn Jahren zusammenlebte, verlor seinen einzigen Sohn noch zu Lebzeiten, machte mit 74 Jahren einer Neunzehnjährigen einen Heiratsantrag und vollendete den Faust ein Jahr vor seinem Tod, sechzig Jahre nach dem ersten Entwurf. Ein Leben, das 1749 begann und 1832 endete, umspannte den Siebenjährigen Krieg, die Amerikanische Revolution, die Französische Revolution, die Napoleonischen Kriege und den Beginn der Industrialisierung. Goethe beobachtete all das und schrieb über all das, und sein Werk ist das vollständigste literarische Protokoll einer Welt im Umbruch, das die deutsche Sprache kennt.
Frankfurt, ein strenger Vater und eine Kindheit als Gesamtkunstwerk
Goethes Vater Johann Caspar war Doktor der Rechte, Kaiserlicher Rat und ein Mann von ausgeprägtem Ehrgeiz, den er in die Kinder investierte, nachdem die eigene Karriere an der Verweigerung einer Stadtratsstelle gescheitert war. Goethe und seine Schwester Cornelia erfuhren eine aufwendige Ausbildung durch Hauslehrer. Latein, Griechisch, Französisch, Englisch, Hebräisch, Zeichnen, Reiten, Fechten, Tanzen: Der Vater entwarf den Unterrichtsplan und überwachte ihn mit militärischer Disziplin. Was er nicht ahnte, war, dass diese Ausbildung nicht den gehorsamen Sohn formte, den er sich vorstellte, sondern einen Menschen, der das alles aufnahm und dann tat, was er selbst für richtig hielt. Goethe studierte in Leipzig Jura, besuchte aber heimlich Poetik- und Zeichenvorlesungen. Er kehrte krank nach Frankfurt zurück, ohne den Abschluss gemacht zu haben, schloss ihn dann in Straßburg nach, und eröffnete eine Kanzlei in Frankfurt, die er nicht ernst nahm.
Was der Vater ihm trotz allem gab, war kostbarer als ein reibungsloser Lebensweg: die Bibliothek, die Gemälde, das Theater, die Mehrsprachigkeit, und eine Schwester, Cornelia, die ihm von allen Menschen seiner Jugend am nächsten stand. Der Tod seiner geliebten Schwester Cornelia 1777 beeinflusst das Werk Goethes grundlegend. Der strenge Vater erzog den Sohn zur Größe, und der Sohn dankte es ihm damit, nie das zu werden, was der Vater aus ihm machen wollte: ein solider Jurist in Frankfurt. Das ist der erste und folgenreichste Widerspruch seines Lebens, und er wiederholte sich in vielen Variationen.
Werther: Ein Buch, das Europa erschütterte und seinen Autor erschreckte
Die Leiden des jungen Werthers, 1774 erschienen, machten Goethe mit 24 Jahren in ganz Europa berühmt. Der Briefroman, der von einem jungen Mann erzählt, der an der unmöglichen Liebe zu einer verlobten Frau verzweifelt und sich erschießt, traf eine Generation so genau, dass das Buch sofort nach seinem Erscheinen ein Phänomen wurde: Junge Männer kleideten sich wie Werther in blauem Frack und gelber Weste, es gab Werther-Parfüm und Werther-Porzellan. Es kam auch zu einer Welle von Selbstmorden, die dem Roman nachempfunden waren. Neuere Studien bestätigen ein knappes Dutzend solcher Suizide. Mehrere Städte verboten das Buch. Goethes eigener Vater weigerte sich, es zu lesen.
Was hinter diesem Buch stand, war persönlicher als die Leser damals wussten: Goethe hatte in Wetzlar Karl Wilhelm Jerusalem erlebt, einen Bekannten, der sich aus unerfüllter Liebe das Leben nahm, und er hatte selbst die verheiratete Charlotte Buff geliebt, ohne Aussicht auf Erfüllung. Er rettete sich mit der schöpferischen Arbeit am Werther aus einer eigenen krisenhaften Lebenssituation und fühlte sich danach wie nach einer Generalbeichte wieder froh und frei. Das Buch war seine Therapie, und die Leser hielten es für ihre Wahrheit. Dass ein Schriftsteller ein Buch schreibt, um sich selbst zu retten, und dass dieses Buch andere in den Selbstmord treibt: Das ist das beunruhigendste Kapitel in der Entstehungsgeschichte der deutschen Literatur, und Goethe hat es sein Leben lang nicht vollständig verwunden.
Weimar als goldener Käfig: Zehn Jahre Staatsgeschäfte, dann die Flucht nach Italien
Der jugendliche Herzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach berief den 26-jährigen Goethe 1775 an seinen Hof in Weimar, wo er schließlich für den Rest seines Lebens blieb. Er bekleidete dort als Freund und Minister des Herzogs politische und administrative Ämter. Er leitete die Kriegskommission, die Finanzverwaltung, den Bergbau, das Straßenwesen, später das Hoftheater und die Universität Jena. Das erste Weimarer Jahrzehnt war das literarisch ärmste seines Lebens: Die Staatsgeschäfte fraßen die Zeit, und was er schrieb, schrieb er für die Schublade. Er hatte bewusst entschieden, das tätige Leben dem Schreiben vorzuziehen, was am Ende des ersten Weimarer Jahrzehnts eine katastrophale Krise auslöste.
Im September 1786 verließ Goethe Weimar heimlich, ohne offizielle Genehmigung, ohne Ankündigung, ohne feste Rückkehrabsicht. Er reiste nach Italien, lebte zwei Jahre in Rom und Neapel und Sizilien und kehrte 1788 als ein anderer zurück. Was Italien ihm gab, ist in der Italienischen Reise beschrieben und zwischen den Zeilen noch präziser: eine Freiheit, die er in Weimar nicht hatte, eine Sinnlichkeit, die die norddeutsche Gesellschaft missbilligte, und die Bestätigung, dass er vor allem Dichter war und erst dann Minister. Dass der bedeutendste deutsche Dichter seinen wichtigsten Neustart damit begann, aus dem Amt, das ihm Sicherheit und Einfluss gab, heimlich zu fliehen: Das ist das klarste Zeugnis dafür, dass Goethe sich selbst besser kannte als die Gesellschaft, die ihn für einen Staatsmann hielt.
Christiane Vulpius: Die Frau, die er liebte, beschützte und achtzehn Jahre nicht heiratete
Am 13. Juli 1788 begegnete der 39-jährige Goethe der 23-jährigen Christiane Vulpius im Park an der Ilm, wo sie ihm eine Bittschrift für ihren Bruder übergab. Im selben Sommer begannen Goethe und Vulpius eine leidenschaftliche Liebesbeziehung. Christiane war keine Adelige, keine Gelehrte, keine gesellschaftliche Figur. Sie war das Gegenteil von Charlotte von Stein, der hochgebildeten Hofdame, mit der Goethe die zehn Weimarer Jahre einer intellektuellen, unerfüllten Freundschaft verbracht hatte. Die Weimarer Gesellschaft missbilligte die Beziehung als illegitim und unschicklich. Goethe lebte trotzdem mit ihr zusammen, offen und ohne Entschuldigungen, und verteidigte sie gegen die Gesellschaft, die sie verachtete.
Achtzehn Jahre lang blieb die Verbindung offiziell keine Ehe. Im Oktober 1806, als Napoleons Truppen Weimar plünderten, widersetzte sich Vulpius mutig den eindringenden Soldaten und konnte die Plünderung aufhalten, bis Goethe offiziellen Schutz vom französischen Kommandanten erhielt. Wenige Tage später, am 19. Oktober 1806, heirateten Goethe und Vulpius in der Sakristei der Jakobskirche. Der Anlass war nicht romantisch, er war militärisch: Sie hatte sein Haus gerettet, und er heiratete sie dafür. Oder er heiratete sie, weil der Schock des Krieges ihm zeigte, was er zu verlieren hatte. Dass Christiane Vulpius sein Haus vor Plünderern schützte, während die Weimarer Gesellschaft sie als Sekretärin titulierte, und dass Goethe sie dafür mit achtzehn Jahren Verspätung heiratete: Das ist das menschlichste Kapitel seiner langen Liebesgeschichten. Als sie 1816 starb, schrieb er Abschiedsverse für ihr Grabstein und weinte bitterlich. Die Gesellschaft kommentierte es herablassend. Er antwortete nicht.
Schiller: Die folgenreichste Freundschaft der deutschen Literatur
Goethe und Schiller begegneten sich zuerst 1788 in Rudolstadt, ohne nachhaltige Wirkung: Goethe war der gefeierte Olympier, Schiller der jüngere, ehrgeizige Außenseiter, und die Hierarchie zwischen ihnen war spürbar und unangenehm. Sechs Jahre später, 1794, begann nach einem Gespräch über Naturwissenschaften in Jena eine Freundschaft, die elf Jahre dauerte, über tausend Briefe umfasste und die Weimarer Klassik als literarisches Programm erst möglich machte. Schiller drängte Goethe zum Weiterschreiben am Faust, an dem dieser seit zwanzig Jahren nicht wesentlich gearbeitet hatte. Goethe verhalf Schiller zu einer Professur in Jena und zu den materiellen Bedingungen, unter denen dieser seine größten Stücke schreiben konnte.
Was diese Freundschaft von anderen literarischen Bündnissen unterschied, war die Ehrlichkeit ihrer gegenseitigen Einschätzung. Schiller schrieb Goethe in einem frühen Brief eine Analyse seiner Stärken und Schwächen, die so präzise war, dass Goethe sie jahrzehntelang als eines der wichtigsten Dokumente seines Lebens bewahrte. Zwei Dichter, die sich gegenseitig so genau sahen, wie Goethe und Schiller es taten, und die trotzdem eng befreundet blieben, statt sich zu rivalisieren: Das ist in der Literaturgeschichte so selten, dass es allein deshalb schon bemerkenswert wäre. Als Schiller 1805 starb, sagte Goethe, er habe die Hälfte seiner Existenz verloren. Er lag begraben neben ihm in der Weimarer Fürstengruft, was er sich gewünscht hatte.
Napoleon sagt Voilà un homme: Die Audienz, die Goethe sein Leben lang stolz machte
Im Oktober 1808 empfing Napoleon Bonaparte beim Erfurter Fürstenkongress den sechzigjährigen Goethe zur Audienz. Napoleon hatte den Werther sieben Mal gelesen und ihn auf seinem Ägyptenfeldzug bei sich geführt. Er diskutierte mit Goethe über eine Stelle im Werther, die er für unnatürlich hielt, und Goethe gab ihm recht, mit dem Vorbehalt, dass Künstlern Kunstgriffe erlaubt sein müssen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Napoleon verlieh Goethe einige Tage später den Orden der französischen Ehrenlegion. Napoleon soll beim Eintreten Goethes gesagt haben: Voilà un homme, das ist ein Mann. Der Satz ist möglicherweise so überliefert, wie Goethe ihn gern erinnerte.
Goethe war von dem Interesse des französischen Kaisers sichtlich geschmeichelt. Er ermahnte Eckermann Jahre später mit den Worten: Habt Respekt! Napoleon hat in seiner Feldbibliothek meinen Werther. Das ist einer der ehrlichsten Momente in Goethes Selbstdarstellung: der größte deutsche Dichter seiner Zeit, stolz wie ein Anfänger, weil der mächtigste Mann Europas sein Buch gelesen hatte. Dass Napoleon den Werther sieben Mal las und Goethe das bis ins hohe Alter erzählte, sagt mehr über Goethe als über Napoleon: Es sagt, dass auch der Olympier auf dem Piedestal ein Schriftsteller war, der gelesen werden wollte.
Sechzig Jahre Faust: Was das längste Dichtervorhaben der deutschen Literatur bedeutet
Goethe begann an dem Stoff zu arbeiten, der als Faust in die Weltliteratur einging, in den frühen 1770er Jahren, als er Anfang Zwanzig war. Insgesamt widmete er diesem Werk sechzig Jahre seines Lebens. Am 21. Juli 1831 trug Goethe in sein Tagebuch ein, das Werk sei fertig. Er war 81 Jahre alt. Den zweiten Teil des Faust ließ er versiegelt, mit der Weisung, ihn erst nach seinem Tod zu öffnen. Er erschien 1832, wenige Monate nach Goethes Tod. Sechzig Jahre an einem einzigen Werk: Das ist in der Weltliteratur ohne Parallele, und es ist nicht nur die Geschichte eines Dichters und seiner Ausdauer. Es ist die Geschichte eines Lebens, das sich in einem einzigen Text spiegelt, von der Sturm-und-Drang-Energie des jungen Goethe bis zur kontemplativen Weisheit des Alten.
Was den Faust von anderen Großwerken unterscheidet, ist die Zeitspanne, die er umfasst, und die damit erzwungene Heterogenität: Der erste und der zweite Teil sind kaum derselbe Text, weil der Verfasser kaum derselbe Mensch war. Das Drama Faust errang den Ruf als die bedeutendste Schöpfung der deutschsprachigen Literatur. Sechzig Jahre an einem einzigen Vorhaben zu arbeiten, ohne es aufzugeben und ohne es zu überstürzen, und es erst abzuschließen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann: Das ist Goethes deutlichste Antwort auf die Frage, wie ein Lebenswerk entsteht. Nicht durch Inspiration, sondern durch Ausdauer, die sich über ein ganzes Leben erstreckt.
Mit 74 Jahren ein Heiratsantrag: Die Marienbader Elegie und das Ende der Gefühle
Im Sommer 1823 begegnete der 74-jährige Goethe in Marienbad der neunzehnjährigen Ulrike von Levetzow und verliebte sich. Er bat den Herzog Carl August, bei Ulrikes Mutter um ihre Hand anzuhalten. Ulrike lehnte ab. Was folgte, war die Marienbader Elegie, ein Gedicht von einer Unmittelbarkeit und Trauer, die selbst Lesern, die Goethe für einen kalten Olympier halten, den Atem verschlägt: ein alter Mann, der zum letzten Mal die Fähigkeit zu lieben erlebt und weiß, dass sie jetzt endet. Ulrike von Levetzow lebte bis 1899 und war 95 Jahre alt, als sie starb. Sie heiratete nie.
Die Marienbader Elegie ist das persönlichste Gedicht, das Goethe je schrieb, und es entstand aus einer Situation, die seine Zeitgenossen teils rührte, teils belächelte: ein Greis, der ein junges Mädchen heiraten will. Nach ihrer Ablehnung schrieb er drei Gedichte über seinen Herzensschmerz, eines davon mit dem Titel An Werther. Das ist die bitterste und vollständigste Selbstbeschreibung seines Lebens: Am Ende stand derselbe Schmerz wie am Anfang, nur diesmal ohne die Möglichkeit, ihn in einem Roman zu überleben. Der Mann, der mit 24 Jahren den Werther schrieb, um sich von einem ähnlichen Schmerz zu befreien, schrieb mit 74 Jahren ein Gedicht an seinen eigenen Werther, weil der Schmerz wiedergekommen war und die Sprache das Einzige war, was blieb.
Warum Goethe heute so verehrt und so selten wirklich gelesen wird
Goethe ist das Monument des deutschen Bildungskanons, und Monumente haben die Eigenschaft, dass man an ihnen vorbeigeht, ohne hineinzuschauen. Er ist Schulpflicht und Wandkalenderweisheit, Zitatensammlung und Nationaldichter, und all das zusammen hat ihn in eine Distanz gerückt, die das Gegenteil seiner Absicht ist. Goethe wollte nicht Monument sein. Er wollte Dichter sein, Forscher, Liebender, Zweifelnder. Im Deutschen Kaiserreich wurde er zum deutschen Nationaldichter und Künder des deutschen Wesens verklärt und für den deutschen Nationalismus vereinnahmt. Das ist das traurigste Kapitel seiner Rezeptionsgeschichte: Der Dichter, der über Grenzen hinaus dachte, der den Begriff Weltliteratur prägte, der Voltaire und Shakespeare und Hafis las und bewunderte, wurde zur nationalen Ikone gemacht.
Was ihn jenseits des Monuments lesenwert macht, ist das, was das Monument verdeckt: die Fehler, die Fluchten, die Widersprüche, die Lieben, die er falsch führte, und der eine Heiratsantrag mit 74 Jahren, der zeigt, dass er bis zum Ende kein Olympier war, sondern ein Mensch, der fühlte und litt und schrieb. Ein Dichter, der sechzig Jahre an einem einzigen Werk arbeitete, zweimal aus seinem Leben floh, einmal heimlich nach Italien und einmal in die Hände einer Neunzehnjährigen, und der das alles dokumentierte mit der Präzision eines Mannes, der wusste, dass das Schreiben das einzige Mittel ist, das Leben zu verstehen: Das ist das vollständigste Argument der deutschen Literatur dafür, dass Größe kein Zustand ist, sondern ein Prozess, der nie endet.
Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der mit 24 Jahren ein Buch schrieb, das andere in den Selbstmord trieb, und es sein Leben lang nicht vollständig verwand, der heimlich aus Weimar nach Italien floh, weil die Staatsgeschäfte ihn zu ersticken drohten, der achtzehn Jahre mit einer Frau zusammenlebte, die die Gesellschaft verachtete, und sie erst heiratete, nachdem sie sein Haus vor Plünderern gerettet hatte, der sechzig Jahre an einem einzigen Stück schrieb, und der mit 74 Jahren einem Mädchen einen Heiratsantrag machte und danach ein Gedicht an seinen eigenen Werther schrieb. Das ist das Fundament seiner Sätze. Sie klingen wie Weisheit. Sie sind erkämpftes Leben.
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Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.
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Wenn Du eine weise Antwort verlangst, musst du vernünftig fragen.
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Der Tod ist gewissermassen eine Unmöglichkeit, die plötzlich zur Wirklichkeit wird.
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Wir hoffen immer, und in allen Dingen ist besser hoffen als verzweifeln.
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Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren.
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Denn es nimmt der Augenblick, was die Jahre geben.
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Ich höre auf zu leben, aber ich habe gelebt; so leb auch du, mein Freund, gern und mit Lust, und scheue den Tod nicht.
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Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe. Ist es doch so wie mit der Sonne: Wir sehen sie am Horizont untergehen, aber wissen, dass sie "drüben" weiter scheint.
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Er ist nun frei, und unsere Tränen wünschen ihm Glück.
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Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen lässt.
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Was soll ich viel lieben, was soll ich viel hassen? Man lebt nur vom Lebenlassen.
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Der Mensch mag sich wenden, wohin er will, stets wird er auf jenen Weg wieder zurückkehren, den ihm die Natur einmal vorgezeichnet hat.
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Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe!
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Es ist doch nichts besser, als wenn man sich liebt und zusammen ist.
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Glücklich allein ist die Seele, die liebt.
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Die Tat allein beweist der Liebe Kraft.
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Hoffnung bleibt mit dem Leben vermählt.
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Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche ruhig zu verehren.
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Der ist der glücklichste Mensch, der das Ende seines Lebens mit dem Anfang in Verbindung setzen kann.
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Was immer du tun kannst oder träumst es zu können, fang damit an.
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Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.
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Erfolg hat drei Buchstaben: TUN.
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Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen.
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Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun.
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Das Außerordentliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege.
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Wer nicht vorwärts geht, der kommt zurück! So bleibt es.
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Ich habe vor dem Kategorischen Imperativ allen Respekt. Ich weiß, wieviel Gutes aus ihm hervorgehen kann. Allein man muß es damit nicht zu weit treiben; denn sonst führet diese Idee der ideellen Freiheit sicher zu nichts Gutem.
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Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss.
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Die meisten verarbeiten den größten Teil der Zeit, um zu leben, und das bisschen, das ihnen von Freiheit übrig bleibt, ängstigt sie so, dass sie alle Mittel aufsuchen, um es los zu werden.
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Einen kritischen Freund an der Seite, kommt man immer schneller vom Fleck.
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In jeder großen Trennung liegt ein Keim von Wahnsinn; man muß sich hüten, ihn nachdenklich auszubrüten und zu pflegen.
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Wo so viel sich hoffen lässt, ist der Abschied ja ein Fest.
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Gerne der Zeiten gedenk' ich, da alle Glieder gelenkig - bis auf eins. Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder - bis auf eins.
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Im Ehestand muss man sich hin und wieder streiten, sonst erfährt man ja nichts voneinander!
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Unter allen Festen ist das Hochzeitsfest das unschicklichste; keines sollte mehr in Stille, Demut und Hoffnung begangen werden als dieses.
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Zufällig naht man sich, man fühlt, man bleibt, und nach und nach wird man verflochten.
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Denn zu Zeiten der Not bedarf man seiner Verwandten.
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Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.
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Es ist ein Zug der Kindheit, aus allem alles machen zu können.
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Die Zeit ist unendlich lang und ein jeder Tag ein Gefäß, in das sich sehr viel eingießen läßt, wenn man es wirklich ausfüllen will.
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Halte immer an der Gegenwart fest. Jeder Zustand, ja jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit.
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Mit dem Wissen wächst der Zweifel.
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Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
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Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.
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Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.
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Jeder kehre vor der eigenen Tür, und die Welt ist sauber.
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Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.
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Mit Mädeln sich vertragen, mit Männern rumgeschlagen, und mehr Kredit als Geld, so kommt man durch die Welt.
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Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen erblicken.
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Alles Gescheite ist schon gedacht worden, man muß nur versuchen, es noch einmal zu denken.
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Schönheit ist überall ein gar willkommener Gast.
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Lerne alt zu werden mit einem jungen Herzen.
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Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.
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Der Charakter ruht auf der Persönlichkeit, nicht auf den Talenten.
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Es hört doch jeder nur, was er versteht.
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Es ist nichts schrecklicher als ein Lehrer, der nicht mehr weiß, als die Schüler allenfalls wissen sollen. Wer andere lehren will, kann wohl oft das Beste verschweigen, was er weiß, aber er darf nicht halbwissend sein.
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In der Idee leben heißt, das Unmögliche behandeln, als wenn es möglich wäre.
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Wenn man alle Gesetze studieren sollte, so hätte man gar keine Zeit, sie zu übertreten.
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Den lieb' ich, der Unmögliches begehrt.
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Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen; und wenn ihn das Urphänomen in Erstaunen setzt, so sei er zufrieden; ein Höheres kann es ihm nicht gewähren, und ein Weiteres soll er nicht dahinter suchen; hier ist die Grenze.
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Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.
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Heut ist mir alles herrlich; wenn's nur bliebe! Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.
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Welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück!
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Ältere Bekanntschaften und Freundschaften haben vor neuen hauptsächlich das voraus, dass man sich einander schon viel verziehen hat.
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Wenn man einmal weiß, worauf alles ankommt, hört man auf, gesprächig zu sein.
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Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.
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Weißt du, worin der Spaß des Lebens liegt? Sei lustig! Geht es nicht, so sei vergnügt.
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Wenn dir's in Kopf und Herzen schwirrt, was willst du Bessres haben! Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.
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Man kann die Erfahrung nicht früh genug machen, wie entbehrlich man in der Welt ist.
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