Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, …

Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollten wir versuchen, diese zu kontrollieren.

Autor: Dalai Lama

Herkunft

Die Aussage "Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollten wir versuchen, diese zu kontrollieren" ist keine Redewendung im klassischen Sinne, sondern ein allgemeiner philosophischer oder psychologischer Grundsatz. Es handelt sich um eine moderne Sentenz, deren genauer Ursprung nicht eindeutig einem Autor oder einem historischen Moment zuzuordnen ist. Sie entstammt dem breiten Feld der populären Psychologie und Selbstoptimierungsratgeber, die sich mit der Steuerung des eigenen Verhaltens beschäftigen. Ein erster konkreter schriftlicher Nachweis in deutscher Sprache ist nicht sicher belegbar, da es sich um eine zeitgenössische und in ihrer Formulierung variable Weisheit handelt. Der Kontext ist stets die Diskussion über Selbstführung und persönliche Entwicklung.

Bedeutungsanalyse

Wörtlich genommen stellt der Satz eine Kausalkette her: Motivation ist die Ursache für Handlungen. Folgerichtig müsse man, um die Handlungen zu beeinflussen, bei der Ursache ansetzen und die Motivation kontrollieren. Übertragen bedeutet dies, dass wir nicht unsere äußeren Taten, sondern zuerst unsere inneren Antriebe, Wünsche und emotionalen Impulse in den Blick nehmen müssen, wenn wir unser Leben ändern wollen. Ein häufiges Missverständnis liegt im Begriff "kontrollieren". Er impliziert nicht Unterdrückung, sondern vielmehr bewusste Lenkung, Kultivierung und Verständnis. Es geht darum, sich seiner Motive bewusst zu werden und sie gezielt auszurichten, anstatt ihnen willenlos ausgeliefert zu sein. Die Kerninterpretation lautet: Wahre Veränderung beginnt im Kopf und im Herzen, nicht in der bloßen Tat.

Relevanz heute

Diese Einsicht ist heute relevanter denn je. In einer Welt voller Ablenkungen und kurzfristiger Belohnungsreize ist die Fähigkeit, die eigene Motivation zu verstehen und zu steuern, eine zentrale Kompetenz für persönlichen und beruflichen Erfolg. Sie findet sich in Coaching-Programmen, Management-Lehren (Stichwort "intrinsische Motivation") und der modernen Achtsamkeitsbewegung wieder. Die Brücke zur Gegenwart schlägt sich auch in der Diskussion um Prokrastination und digitale Überforderung: Oft handeln wir nicht nach unseren langfristigen Zielen, weil unsere Motivation von kurzfristigen Impulsen "gekapert" wird. Der Satz erinnert daran, die Herrschaft über diese inneren Treiber zurückzugewinnen.

Praktische Verwendbarkeit

Dieser Grundsatz eignet sich hervorragend für anspruchsvolle Gespräche und Vorträge, in denen es um persönliche Entwicklung, Führung oder psychologische Themen geht. In einer Trauerrede wäre er zu analytisch und unpersönlich. In einem lockeren Smalltalk könnte er als zu belehrend wirken. Ideal ist er in einem Workshop, einem Blogartikel über Gewohnheitsänderung oder in einem seriösen Coaching-Gespräch. Sie können ihn nutzen, um einen Gedankengang zu beginnen oder eine Handlungsempfehlung zu begründen.

Gelungene Anwendungsbeispiele wären:

  • In einem Vortrag über Teamführung: "Statt nur auf Ergebnisse zu drängen, sollten Führungskräfte verstehen: Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollten wir versuchen, diese zu kontrollieren – oder besser: zu fördern. Eine inspirierende Umgebung ist der Schlüssel."
  • Im persönlichen Gespräch über Neujahrsvorsätze: "Ich habe erkannt, dass reine Disziplin nicht reicht. Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, sollte ich versuchen, diese zu kontrollieren. Also frage ich mich jetzt erst: Warum will ich das eigentlich wirklich?"
  • In einem Artikel über Prokrastination: "Der Kampf gegen das Aufschieben ist ein Kampf um Motivation. Die einfache Wahrheit lautet: Da unsere Handlungen von unserer Motivation gesteuert wird, müssen wir an der Quelle ansetzen und uns klarmachen, welchen Wert die ungeliebte Aufgabe für uns hat."

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