Einstein Zitate
- Wer war Albert Einstein?
- Der späte Starter, der die Wissenschaft revolutionierte
- Das Wunderjahr 1905: Fünf Arbeiten, die die Welt veränderten
- Ein Nobelpreis für die falsche Theorie?
- Pazifist, Flüchtling, Weltbürger
- Gott, das Universum und Einsteins eigene Spiritualität
- Der Mensch hinter dem Genie
- Warum Einsteins Worte heute noch tragen
- Zitate von Albert Einstein
Wer war Albert Einstein?
Albert Einstein wurde am 14. März 1879 in Ulm geboren, in einer jüdischen Familie, die wenig später nach München zog. Sein Vater Hermann führte dort gemeinsam mit einem Bruder eine kleine Fabrik für elektrotechnische Geräte. Die Familie lebte bürgerlich, nicht arm, aber auch weit entfernt von akademischen Kreisen. Dass aus diesem Haus einmal der bekannteste Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts hervorgehen würde, deutete zunächst nichts an.
Einstein begann erst mit etwa drei Jahren zu sprechen. In der Schule galt er zwar als aufgeweckt, aber auch als eigensinnig und schwierig im Umgang mit Autoritäten. Sein Verhältnis zu starren Lehrstrukturen war schon früh angespannt, und dieses Misstrauen gegenüber blindem Gehorsam zog sich durch sein gesamtes Leben. Was viele damals als Problem sahen, war in Wirklichkeit die Wurzel seines Genies: Er fragte nicht, was andere dachten. Er fragte, was er selbst beobachtete.
Der späte Starter, der die Wissenschaft revolutionierte
Beim ersten Versuch scheiterte Einstein am Aufnahmetest der Eidgenössischen Polytechnischen Schule in Zürich. Er war damals 15 Jahre alt und in den sprachlichen Teilen der Prüfung nicht gut genug. Ein Jahr später klappte es, und er schloss das Studium 1900 mit dem Diplom ab. Doch auch danach verlief der Weg alles andere als geradlinig. Sämtliche Bewerbungen auf Assistentenstellen an Universitäten wurden abgelehnt. Einstein verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Aushilfslehrer, bevor er 1902 durch die Vermittlung seines Freundes Marcel Grossmann eine Stelle beim Schweizer Patentamt in Bern bekam, als technischer Experte dritter Klasse.
Rückblickend war genau diese Zeit beim Patentamt entscheidend. Die Arbeit war klar strukturiert und ließ Raum zum Denken. Abends und an freien Tagen arbeitete Einstein an Problemen, die ihn seit Jahren nicht losließen: Fragen über Licht, Bewegung, Zeit und Raum. Das Patentamt war kein Rückschlag. Es war sein Denkraum.
Das Wunderjahr 1905: Fünf Arbeiten, die die Welt veränderten
Im Jahr 1905 veröffentlichte Einstein fünf wissenschaftliche Aufsätze, die die Physik in ihren Grundfesten erschütterten. Er war damals 26 Jahre alt, hatte noch keinen Doktortitel und arbeitete weiterhin im Patentamt. Eine der Arbeiten befasste sich mit dem photoelektrischen Effekt und legte den Grundstein für die Quantenmechanik. Eine weitere erklärte die Brownsche Molekularbewegung und lieferte den ersten handfesten Nachweis für die Existenz von Atomen. Und dann war da noch die spezielle Relativitätstheorie, die mit dem bis dahin gültigen Bild von Raum und Zeit radikal brach.
Aus derselben Arbeit folgte kurz darauf die wohl berühmteste physikalische Formel der Geschichte: E = mc². Energie und Masse sind äquivalent, trennbar nur durch eine Konstante, die Lichtgeschwindigkeit zum Quadrat. Dass eine solche Erkenntnis im Kopf eines unbezahlten Angestellten in Bern entstehen konnte, sagt vielleicht mehr über die Natur des Genies als jede Biografie.
Ein Nobelpreis für die falsche Theorie?
Wer vermutet, dass Einstein den Nobelpreis für seine Relativitätstheorie erhielt, liegt falsch. Die Schwedische Akademie betrachtete seine Relativitätsarbeiten zunächst mit Skepsis, weil sie als zu revolutionär und schwer überprüfbar galten. Der Preis, den er 1921 zuerkannt bekam und der erst 1922 offiziell verliehen wurde, galt seiner Erklärung des photoelektrischen Effekts, also der Entdeckung, dass Licht aus diskreten Energiepaketen besteht. Diese Arbeit war es, die der Quantenmechanik den Weg bereitete, obwohl Einstein selbst der Quantenmechanik Zeit seines Lebens mit tiefer Skepsis begegnete.
Diese Ironie ist bemerkenswert: Der Mann, der die Quantenphysik mit aus der Taufe hob, mochte das fertige Kind nicht. Er glaubte an eine deterministische Welt mit klaren Ursache-Wirkungs-Ketten und lehnte die statistische Unschärfe der Quantenmechanik grundsätzlich ab. Sein berühmter Satz, dass Gott nicht würfle, war kein frommer Ausruf, sondern ein wissenschaftliches Glaubensbekenntnis.
Pazifist, Flüchtling, Weltbürger
Im Laufe seines Lebens war Einstein Staatsangehöriger mehrerer Länder. Er wurde als Deutscher geboren, legte mit 16 Jahren seine Staatsangehörigkeit freiwillig nieder, weil er keinen Militärdienst leisten wollte, und lebte mehrere Jahre als Staatenloser. Später wurde er Schweizer Bürger, dann auch Österreicher, dann Preuße. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, befand sich Einstein gerade auf einer Vortragsreise in den USA. Er kehrte nicht zurück.
Das NS-Regime enteignete ihn, entzog ihm die Staatsangehörigkeit und listete ihn in einer Broschüre über Staatsfeinde auf, neben seinem Foto stand das Wort: „noch nicht gehängt". Einstein hatte bereits vorher öffentlich vor dem aufkommenden Faschismus gewarnt und zahlte dafür mit dem Verlust seiner Heimat. In Princeton, wo er die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens verbrachte, setzte er sich konsequent für verfolgte Wissenschaftler, Flüchtlinge und die Bürgerrechtsbewegung ein.
Bekannt ist auch, dass er 1939 zusammen mit dem Physiker Leo Szilárd einen Brief an US-Präsident Franklin D. Roosevelt unterzeichnete, der auf die Möglichkeit einer Atombombe hinwies und dazu beitrug, das Manhattan-Projekt anzustoßen. Zeitlebens machte er sich dafür verantwortlich, als Vater der Atombombe zu gelten , obwohl er an der eigentlichen Entwicklung nicht beteiligt war. Diese Last trug er offen und ohne Ausrede.
Gott, das Universum und Einsteins eigene Spiritualität
Einstein war weder gläubig im traditionellen Sinne noch Atheist im üblichen Verständnis. Als Kind erhielt er eine jüdische Erziehung, die er selbst später als seinen ersten Religionsrausch bezeichnete. Mit zwölf Jahren begann er jedoch, dogmatische Lehren kritisch zu hinterfragen, und entwickelte eine persönliche Spiritualität, die über institutionelle Riten weit hinausging. Seine Überzeugungen näherten sich dem Pantheismus des Philosophen Baruch de Spinoza: Gott nicht als Person, nicht als Richter, sondern als die Gesamtheit der Naturgesetze selbst.
Er sah in wissenschaftlicher Forschung einen zutiefst spirituellen Akt, das staunende Aufdecken einer Ordnung, die größer ist als der Mensch. Dieses ehrfürchtige Staunen vor dem Universum war für ihn keine Schwäche, sondern die eigentliche Triebfeder aller Erkenntnis. Wer Einsteins Worte über Neugier, Fantasie und das Wesen der Welt liest, ohne diesen Hintergrund zu kennen, versteht nur die halbe Botschaft.
Der Mensch hinter dem Genie
Einstein war ein begeisterter Musiker und spielte Klavier und Violine. Die Musik war für ihn keine Freizeitbeschäftigung, sie war Denken mit anderen Mitteln. Er sagte einmal, dass ihm manche seiner wichtigsten Einfälle während des Geigenspielens kamen. Mozart liebte er über alles, weil er in dessen Musik eine ähnliche Klarheit und Notwendigkeit sah wie in einem gelungenen physikalischen Beweis.
Er trug dieselben Kleider mehrfach, weil ihn Kleiderfragen nicht interessierten. Er lebte bescheiden, mied gesellschaftliche Zeremonien nach Möglichkeit und empfand seinen eigenen Ruhm als lästig. Als Israel 1952 gegründet worden war, erhielt er das Angebot, zweiter Staatspräsident des neuen Landes zu werden. Er lehnte ab. Er sei nicht der Mensch dafür, sagte er, er könne nicht gut mit Menschen umgehen. Diese Selbsteinschätzung war weniger Bescheidenheit als ehrliche Selbstkenntnis.
Sein Privatleben war kompliziert. Seine erste Ehe mit der Physikstudentin Mileva Marić zerbrach, seine zweite Ehe mit seiner Cousine Elsa hielt bis zu ihrem Tod 1936. Er war ein schwieriger Ehemann und ein distanzierter Vater, nach eigenem Bekunden. Auch das gehört zu einem vollständigen Bild dieses Mannes, der in allem Großen und im Kleinen ein Suchender blieb.
Warum Einsteins Worte heute noch tragen
Es gibt kaum eine Persönlichkeit der Wissenschaftsgeschichte, deren Aussagen so häufig zitiert werden wie die von Albert Einstein. Dabei werden ihm im Netz auch erschreckend viele Worte zugeschrieben, die er nie gesagt hat. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf verifizierte Quellen, auf Briefe, dokumentierte Reden und belegte Schriften.
Was Einstein tatsächlich sagte und schrieb, entstand nicht im Elfenbeinturm. Es entstand aus einem Leben voller Rückschläge, Vertreibung, moralischer Verantwortung und unbeirrter Neugier. Er kannte das Gefühl, unterschätzt zu werden. Er kannte den Schmerz des Exils. Und er kannte die Verantwortung, die entsteht, wenn Wissen zur Waffe werden kann.
Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, haben Sie nun den Kontext, um sie nicht als dekorative Sprüche zu betrachten, sondern als das, was sie wirklich sind: Gedanken eines Menschen, der die Welt tiefer betrachtete als die meisten, und der dennoch nie vergaß, dass Neugier, Bescheidenheit und Mitgefühl keine Gegensätze zur Intelligenz sind, sondern ihre Voraussetzungen.
Zitate von Albert Einstein
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Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
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Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.
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Wer keinen Sinn im Leben sieht, ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
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Es gibt viele Wege zum Glück. Einer davon ist aufhören zu jammern.
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Wenn A für Erfolg steht, lautet die Formel: A = X + Y + Z. X steht für Arbeit, Y ist Muße und Z heißt Mund halten.
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Wer noch nie einen Fehler begangen hat, hat noch nie etwas neues probiert.
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Ich weiß nicht, welche Waffen im nächsten Krieg zur Anwendung kommen, wohl aber, welche im übernächsten: Pfeil und Bogen.
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Ein Freund ist ein Mensch, der die Melodie Deines Herzen kennt und sie Dir vorspielt, wenn Du sie vergessen hast.
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Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.
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Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
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Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.
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Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.
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Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und eigene Leistung.
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Der Fortgang der wissenschaftlichen Entwicklung ist im Endeffekt eine ständige Flucht vor dem Staunen.
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Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Manche Männer bemühen sich lebenslang, das Wesen einer Frau zu verstehen. Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen z.B. der Relativitätstheorie.
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Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein.
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Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört dann alle Liebe den Gedanken.
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Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.
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Zwei Dinge sind zu unserer Arbeit nötig. Unermüdliche Ausdauer und die Bereitschaft, etwas, in das man viel Zeit und Arbeit gesteckt hat, wieder wegzuwerfen.
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Wer sein eigenes Leben und das seiner Mitmenschen als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.
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Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.
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Wenn man zwei Stunden lang mit einem Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.
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Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.
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Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen. Die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.
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Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann hat er sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde.
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Das Geld zieht nur den Eigennutz an und verführt stets unwiderstehlich zum Missbrauch.
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Ich denke niemals an die Zukunft. Sie kommt früh genug.
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Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.
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Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.
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Der gesunde Menschenverstand ist nur eine Anhäufung von Vorurteilen, die man bis zum 18. Lebensjahr erworben hat.
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Wenn man mit dem Mädchen, das man liebt, zwei Stunden zusammensitzt, denkt man, es ist nur eine Minute; wenn man aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, denkt man, es sind zwei Stunden - das ist die Relativität.
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