Hermann Hesse Zitate

Wer war Hermann Hesse?

Hermann Karl Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw im Schwarzwald als Sohn eines pietistischen Missionars geboren und starb am 9. August 1962 in Montagnola im Tessin, wo er seit 1919 gelebt hatte. Er war 85 Jahre alt. Seine Frau fand Hesse mit dem aufgeschlagenen Buch Bekenntnisse des Kirchenvaters Augustinus in seiner linken Hand. Er war Romancier, Lyriker, Maler, Briefschreiber und der meistgelesene deutschsprachige Autor des 20. Jahrhunderts: Mit 150 Millionen verkauften Büchern ist er der erfolgreichste deutsche Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Sein Werk wurde von einer Generation amerikanischer Hippies zur Bibel gemacht, von der deutschen Literaturkritik jahrzehntelang belächelt, und von Generationen junger Menschen in aller Welt als das gelesen, was es ist: die präziseste literarische Beschreibung der Erfahrung, in einer Gesellschaft zu leben, in der man sich nicht zu Hause fühlt.

Was Hesse von fast allen anderen Figuren in dieser Reihe unterscheidet, ist die Konsequenz, mit der er sein Leben und sein Werk identisch machte. Er schrieb keine Bücher über die Suche nach dem eigenen Weg. Er lebte diese Suche, in drei Ehen, drei Staatsangehörigkeiten, drei existenziellen Krisen, und er machte daraus Bücher, die deshalb so stark treffen, weil hinter ihnen kein akademischer Abstand steht, sondern echte Erschütterung. Kein anderer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts hat so ausdauernd und so ehrlich beschrieben, wie es sich anfühlt, zwischen den Welten zu stehen: zwischen Pflicht und Freiheit, zwischen Geist und Sinnlichkeit, zwischen dem Leben, das die anderen für richtig halten, und dem eigenen.

Missionare, Baltentum und indische Großväter: Die Herkunft als Weltbürgerprogramm

Hesse wuchs in einer Familie auf, die nach keinem einfachen Muster zu verstehen ist. Der Vater Johannes war deutsch-baltischer Herkunft, geboren im russischen Kaiserreich, aufgewachsen zwischen Estland und Württemberg, und lebte zeitlebens als höflicher Fremder in beiden Welten. Die Mutter Marie war die Tochter des Missionars Hermann Gundert, der in Indien eine Bibelübersetzung ins Malayalam und das erste Malayalam-Wörterbuch verfasst hatte. Neben dem Christentum kam der junge Hermann Hesse also schon früh mit anderen Weltreligionen in Kontakt. Ab 1905 vertiefte er sich darüber hinaus in die chinesische Philosophie und den Taoismus. Die Bibliothek des Großvaters stand ihm offen, gefüllt mit indischer Philosophie, Sanskrit-Texten und Weltreligionen.

Was diese Herkunft für Hesses Denken bedeutete, beschrieb er selbst am präzisesten: All diese Komponenten eines Weltbürgertums waren die Grundlagen für eine Isolierung und für ein Gefeitsein gegen jeden Nationalismus, die in meinem Leben bestimmend gewesen sind. Das ist kein nachträgliches Selbstlob. Es ist die genaue Beschreibung dessen, was ihn von Beginn an von den meisten seiner deutschen Zeitgenossen unterschied: Er hatte nie ein einziges Zuhause gehabt, das er verteidigen musste, weil er von Anfang an mehrere hatte. Der Mann, der später über den Weg des Einzelnen zwischen den Welten schrieb, hatte diese Zwischen-den-Welten-Existenz nicht gewählt. Er war in sie hineingeboren worden, und er machte daraus sein Programm.

Maulbronn, Flucht und Revolver: Der Zusammenbruch mit fünfzehn Jahren

Der kleine Hermann besuchte das evangelische Klosterseminar Maulbronn, doch nach nur sieben Monaten lief er davon. Was der Flucht vorausging, war kein Teenagertrotz, sondern ein ernsthafter Zusammenbruch. Von dort floh Hermann Hesse im April 1892. Nach einem Nervenzusammenbruch und einem Selbstmordversuch im Juni lieferten die hilflosen Eltern den Fünfzehnjährigen in eine Anstalt für Schwachsinnige und Epileptische ein. Das verzieh Hermann Hesse seinen Eltern nie und er sagte sich von ihnen los. Der Satz ist knapp und schwer: Ein fünfzehnjähriger Junge, den sein eigenes Nervensystem verlässt, landet in einer psychiatrischen Einrichtung, und das Urteil der Eltern ist Schwachsinniger. Er schrieb es ihnen nicht ab. Er schrieb es auf.

In seinem späteren Roman Unterm Rad schildert der Autor diese Erfahrungen. Hans Giebenrath, der Musterschüler, der am Druck zerbricht, ist Hesse selbst, und das Buch ist die literarische Abrechnung mit einem Schulsystem, das Begabung als Rohstoff behandelt und Menschen als Maschinen. Was der Roman nicht zeigt, weil Romane selten die ganze Wahrheit zeigen, ist wie nah der Abstand zwischen Hesse und Hans Giebenrath wirklich war: Hans geht ins Wasser. Hesse besorgte sich einen Revolver. Der Mann, der Millionen jungen Menschen das Gefühl gab, mit ihrer Fremdheit nicht allein zu sein, hatte diese Fremdheit mit fünfzehn Jahren um ein Haar nicht überlebt.

Entweder Dichter oder gar nichts: Der Satz, der sein Leben bestimmte

Schon damals sagte er, er wolle entweder Dichter oder gar nichts werden. Das ist der früheste und entschiedenste Satz, den Hesse über sich selbst überliefert hat, gesagt von einem Jungen, der gerade aus dem Klosterschüler-Seminar geflohen war, der einen Zusammenbruch hinter sich hatte und dessen Eltern ihn für behandlungsbedürftig hielten. Der Satz ist keine romantische Pose. Er ist eine Überlebensstrategie: Er wusste, was er war, und er wusste, dass er alles verlieren würde, wenn er es nicht werden durfte.

Was folgte, war kein gerader Weg: Nachdem Hesse seine Mittlere Reife abgelegt hatte, schloss er zunächst zwei Ausbildungen ab: als Turmuhrenmechaniker sowie als Buchhändler und Antiquar. Der Turmuhrenmechaniker-Lehrling brach ab. Die Buchhändlerausbildung in Tübingen hielt er durch, weil sie ihm in der Freizeit Zugang zu Büchern gab, die er sonst nicht hätte lesen können. Hesse sagte einmal, er habe zwischen seinem 16. und 20. Lebensjahr die halbe Weltliteratur gelesen. Das ist die eigentliche Universität des Hermann Hesse: nicht das Tübinger Stift, nicht das Klosterschüler-Seminar, sondern die Buchhandlung als Bibliothek, in der er las, was er wollte, ohne dass jemand ihm sagte, was er lernen musste. Der Satz Entweder Dichter oder gar nichts war kein Ehrgeiz. Er war eine Notwendigkeit, und die Notwendigkeit hat er sein ganzes Leben lang ernst genommen.

Mias Schizophrenie, C.G. Jung und der Aufbruch ins Tessin

1904 heiratete Hesse die neun Jahre ältere Fotografin Maria Bernoulli, genannt Mia, und zog mit ihr nach Gaienhofen an den Bodensee. Die Ehe brachte drei Söhne und einen literarischen Aufbruch. Sie brachte auch eine wachsende Entfremdung: Mia Bernoulli erkrankte an Schizophrenie. Nicht zuletzt durch die Schizophrenie seiner Frau, eine ernste Krankheit seines jüngsten Sohnes und den Tod seines Vaters geriet Hermann Hesse 1916 in eine psychische Krise, die er durch die Psychoanalyse bei einem Schüler Carl Gustav Jungs wieder überwand. Hesse ist nach mehreren Schicksalsschlägen depressiv, lässt sich 1916 von C.G. Jung behandeln, dem Begründer der analytischen Psychologie.

Was die Begegnung mit Jung und seiner Schule für Hesse bedeutete, ist in seinen Romanen deutlich lesbar: Demian, Siddhartha, Steppenwolf, Narziß und Goldmund sind ohne die analytische Psychologie nicht vollständig zu verstehen. Das Konzept der Individuation, der Weg des Menschen zu sich selbst durch die Auseinandersetzung mit den verdrängten Anteilen der eigenen Persönlichkeit, ist das Grundthema aller dieser Bücher. Hesse übersiedelt ohne seine Familie nach Montagnola im Tessin, wo er den Rest seines Lebens verbringt. Der Aufbruch ins Tessin 1919 war keine Urlaubsreise. Er war die physische Entsprechung des psychischen Aufbruchs: Ein Mann, der seine kranke Frau in der Klinik ließ, seine drei Söhne vorläufig in Fremde gab und allein in ein kleines Tessiner Dorf zog, um herauszufinden, wer er war, wenn niemand etwas von ihm erwartete. Das war kein heldenhafter Aufbruch. Es war ein Zusammenbruch, der wie eine Entscheidung aussah, und aus dem eines der reichsten Jahrzehnte seines Schreibens entstand.

Der Erste Weltkrieg: Kriegsgefangenenfürsorge statt Schützengraben

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs meldet Hesse sich freiwillig zum Militärdienst für das Deutsche Reich. Er wird jedoch aufgrund seiner hochgradigen Kurzsichtigkeit für felddienstuntauglich erklärt. Was er stattdessen tat, war keine passive Verwaltungsrolle: Stattdessen arbeitete er in der Kriegsgefangenenfürsorge, wo er die Bücherei leitete und Bücher für Gefangene sammelte. Seine Erlebnisse dort machten Hesse zu einem entschiedenen Kriegsgegner. Er rief 1914, in einem offenen Brief, die deutschen Intellektuellen dazu auf, nicht in nationalistischen Taumel zu verfallen, was ihm umgehend den Vorwurf der Vaterlandslosigkeit einbrachte.

Was dabei wenig bekannt ist: Hesse schrieb seinen Antikriegsaufruf, während er noch nicht wusste, ob er eingezogen würde, also in einem Moment, in dem der Aufruf ihn persönlich gefährden konnte. Das ist nicht dasselbe wie die Überzeugung eines Mannes, der weiß, dass er nicht an die Front muss. Dass Hesse in den Jahren des Ersten Weltkriegs gleichzeitig Bücher für Kriegsgefangene sammelte und gegen den Krieg schrieb, der diese Gefangenen produziert hatte: Das ist das vollständigste Bild seiner politischen Haltung. Er bekämpfte das System und half gleichzeitig denen, die das System zermahlte, und er hielt beides für notwendig und für dasselbe.

Demian, Steppenwolf, Siddhartha: Drei Bücher aus drei Krisen

Hesses bekannteste Bücher entstanden nicht aus literarischem Ehrgeiz, sondern aus persönlichen Zusammenbrüchen, die er in Sprache übersetzte, weil er keinen anderen Weg kannte, sie zu überleben. Demian, 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, entstand unmittelbar aus der Analytischen Therapie und dem Tessiner Aufbruch: die Geschichte eines jungen Mannes, der lernt, dass die helle Welt der Bürgerlichkeit eine andere, dunkle Seite hat, und dass die eigene Ganzheit erst entsteht, wenn man beide anerkennt. Das Buch erschien anonym, weil Hesse nicht wusste, ob er dazu stehen konnte. Es wurde sofort ein Phänomen.

Siddhartha, 1922, entstand aus der Auseinandersetzung mit dem Erbe seines Großvaters Gundert und der indischen Philosophie, in einer Zeit, in der Hesse nach einer Spiritualität suchte, die weder der schwäbische Pietismus seiner Eltern noch der Atheismus seines Alltags ihm geben konnte. Der Steppenwolf, 1927, entstand aus einer Midlife-Crisis, die er selbst so nannte: Mit knapp 50 schreibt er den Steppenwolf. Ein Mann zwischen Bürgerwelt und Wolfsnatur, zwischen dem, was die Gesellschaft von ihm erwartet, und dem, was in ihm lebt. Alle drei Bücher sind autobiografisch in dem tiefsten Sinne, den Autobiografie haben kann: Sie beschreiben nicht, was einem Menschen passiert ist, sondern was in ihm vorging, während es passierte. Das ist der Grund, warum sie Generationen von Lesern das Gefühl gaben, ihr eigenes Innenleben zu finden.

Ninon Dolbin: Die Frau, die mit vierzehn anfing, ihm zu schreiben

Schon kurz nach dem neuen Erfolgsroman erlebte Hesse eine Wende durch die Beziehung zu Ninon Dolbin geb. Ausländer, seiner späteren dritten Ehefrau, die aus Czernowitz in der Bukowina stammte. Sie war Kunsthistorikerin und hatte bereits als 14-jährige Schülerin eine konstante briefliche Verbindung mit ihm aufgenommen. Das ist einer der ungewöhnlichsten Anfänge einer Ehe, die die Literaturgeschichte kennt: Ein vierzehnjähriges Mädchen in Czernowitz, weit weg von Montagnola, schreibt dem Schriftsteller, der ihre Welt beschreibt, einen Brief. Und dann noch einen. Und noch einen. Über Jahre.

Was aus diesen Briefen wurde, ist dokumentiert: eine Freundschaft, dann eine Liebe, dann die dritte und letzte Ehe, die bis zu Hesses Tod hielt. Ninon Dolbin war keine Leserin, die zur Geliebten wurde. Sie war eine eigenständige Intellektuelle, Kunsthistorikerin, mehrsprachig aufgewachsen in der multiethnischen Bukowina, die Hesses Werk nicht bewunderte, sondern verstand, und die mit ihm auf Augenhöhe lebte. Ein Freund und Mäzen ließ für Hesse die Casa Hesse in Montagnola bauen. In diesem Haus lebten sie zusammen dreißig Jahre, und Ninon blieb nach Hesses Tod bis zu ihrem eigenen Tod 1966 dort. Die Frau, die mit vierzehn anfing, ihm zu schreiben, weil er ihr zeigte, dass Zwischen-den-Welten-Sein kein Versagen ist: Sie war am Ende die Beständigste in seinem Leben voller Brüche.

Die Hippie-Bibel und der Nobelpreis: Zwei Missverständnisse

Mit knapp 50 schreibt er den Steppenwolf. Das Buch wird zur Bibel der Hippie-Bewegung. Was die amerikanische Gegenkultur der 1960er Jahre im Steppenwolf fand, war die Bestätigung ihrer Ablehnung der bürgerlichen Gesellschaft: Hier war ein Buch, das sagte, die bürgerliche Welt sei eng und falsch und der Einzelne habe das Recht, sie zu verlassen. Das stimmte, aber es war nicht alles, was das Buch sagte. Was das Buch außerdem sagte, war: Wer die bürgerliche Welt nur ablehnt, ohne sie zu verstehen, hat nichts gewonnen. Harry Haller, der Steppenwolf, leidet nicht daran, dass die Welt bürgerlich ist. Er leidet daran, dass er sich selbst nicht ganz kennt. Die Droge, der Rausch, die Flucht sind in dem Buch kein Ausweg, sondern Symptom.

1946 erhält er für sein Werk den Nobelpreis. Hesse nahm ihn an, anders als Shaw und Sartre, aber er kommentierte ihn mit der Distanz eines Mannes, der weiß, dass Preise das Werk nicht erklären. Kein deutschsprachiger Dichter hat im Lauf seines Lebens so viele Briefe verfasst wie Hermann Hesse: Es waren etwa 35.000. Diese Zahl ist das ehrlichere Bild seines Ruhms als jeder Preis: Er antwortete jedem, der ihm schrieb, weil er wusste, warum die Menschen ihm schrieben. Sie schrieben ihm, weil sie das Gefühl hatten, er kenne sie. Ein Autor, der 35.000 Briefe schrieb, weil er das Gespräch mit seinen Lesern für genauso wichtig hielt wie das Gespräch mit sich selbst, hat die demokratischste Auffassung von Literatur praktiziert, die ein weltberühmter Autor praktizieren kann.

Warum Hesse heute so gelesen und so missverstanden wird wie nie

Hesse ist der meistgelesene deutschsprachige Autor weltweit, und er ist gleichzeitig der am meisten vereinfachte. Das Bild, das viele Leser von ihm haben, ist das des weisen Einsiedlers im Tessin, der über inneren Frieden schreibt und Tee trinkt und Aquarelle malt. Das stimmt, aber es ist die letzte Seite einer Geschichte, die mit einem Selbstmordversuch mit fünfzehn begann, mit drei gescheiterten oder scheiternden Beziehungen weiterging und erst nach zwei Weltkriegen, drei Krisen und 35.000 Briefen in dem ruhigen alten Mann ankam, den das Klischee zeigt. Der Frieden, den Hesse beschreibt, ist kein Geschenk. Er ist das Ergebnis eines langen Weges, und wer das Ziel ohne den Weg liest, liest ein Poster, keinen Roman.

Was ihn jenseits des Klischees aktuell macht, ist die Grundfrage aller seiner Werke: Wie lebt man in einer Gesellschaft, in der man sich nicht vollständig zu Hause fühlt, ohne sich selbst zu verlieren und ohne die Gesellschaft zu verachten? Das ist keine historische Frage des frühen 20. Jahrhunderts. Es ist die Frage jedes Menschen, der zwischen verschiedenen Welten aufwächst, zwischen verschiedenen Kulturen lebt oder zwischen dem, was die Umgebung erwartet, und dem, was er selbst für richtig hält, hin- und hergerissen ist. Hesse hatte keine fertige Antwort darauf. Er hatte einen Weg, und er beschrieb ihn mit einer Genauigkeit, die kein Abstand erlaubt.

Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der mit fünfzehn einen Revolver besorgte und Jahrzehnte später 150 Millionen Bücher verkaufte, der aus dem Klosterschüler-Seminar floh und sagte entweder Dichter oder gar nichts, der seine kranke Frau in der Klinik ließ und allein ins Tessin fuhr und daraus seine reichsten Bücher machte, der 35.000 Briefe schrieb weil er glaubte, jeder verdiene eine Antwort, und der mit dem aufgeschlagenen Augustinus in der Hand starb. Das ist das Fundament seiner Sätze. Sie klingen, als kämen sie von jemandem, der Frieden gefunden hat. Er hat ihn gefunden. Aber nicht ohne den ganzen Weg vorher.

Zitate von Hermann Hesse

Aktuell haben wir 42 Einträge von Hermann Hesse in unserer Sammlung, die in folgenden Kategorien zu finden sind:

Wir erkennen das Paradies erst nachdem wir daraus vertrieben wurden.

Kategorie: Traurige Zitate

Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben.

Kategorie: Zitate Liebe

Einschlafen dürfen, wenn man müde ist, und eine Last fallen lassen dürfen, die man lange getragen hat, das ist eine köstliche, wunderbare Sache.

Kategorie: Zitate zum Thema Trauer und Tod

Man ist nur unruhig, solange man noch Hoffnungen hat.

Kategorie: Zitate zum Thema Hoffnung

Solange du nach dem Glück jagst, bist du nicht reif zum Glücklichsein.

Kategorie: Zitate zum Thema Glück

Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.

Kategorie: Zitate zum Thema Glück

Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es auf jeden Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.

Kategorie: Zitate zum Thema Glück

Auf einfache Wege schickt man nur die Schwachen.

Kategorie: Zitate zum Thema Motivation

Worte können nicht ausdrücken die Freue über neues Leben.

Kategorie: Zitate zur Geburt

Leute mit Mut und Charakter sind den anderen Leuten immer sehr unheimlich.

Kategorie: Sonstiges

Aller höherer Humor fängt damit an, dass man die eigene Person nicht mehr ernst nimmt.

Kategorie: Sonstiges

Dein Leben wird dadurch nicht flach und dumm, wenn du weißt, dass dein Kampf erfolglos sein wird. Es ist viel flacher, wenn du für etwas Gutes und Ideales kämpfst und nun meinst, du müsstest es auch erreichen.

Kategorie: Sonstiges

Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.

Kategorie: Sonstiges

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.

Kategorie: Sonstiges

Denn indem ein Mensch mit den ihm von Natur gegebenen Gaben sich zu verwirklichen sucht, tut er das Höchste und einzig Sinnvolle, was er kann.

Kategorie: Sonstiges

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

Kategorie: Sonstiges

Man braucht vor niemand Angst zu haben. Wenn man jemanden fürchtet, dann kommt es daher, daß man diesem Jemand Macht über sich eingeräumt hat.

Kategorie: Sonstiges

Alles Wissen und alle Vermehrung unseres Wissens endet nicht mit einem Schlusspunkt, sondern mit Fragezeichen.

Kategorie: Sonstiges

Weich ist stärker als hart, Wasser stärker als Fels, Liebe stärker als Gewalt.

Kategorie: Sonstiges

Die Jugend hört auf mit dem Egoismus, das Alter beginnt mit dem Leben für andere.

Kategorie: Sonstiges

Schritte, die man getan hat, und Tode, die man gestorben ist, soll man nicht bereuen.

Kategorie: Sonstiges

Das Sinnen und Gedankenmachen hat keinen Wert, und man tut ja auch nicht, wie man denkt, sondern tut jeden Schritt eigentlich ganz unüberlegt so, wie das Herz gerade will.

Kategorie: Sonstiges

Die Blumen schicken ihren Duft und ihren Samen aus, weil sie gern zueinander möchten; aber daß ein Same an seine rechte Stelle kommt, dazu kann die Blume nichts tun, das tut der Wind, und der kommt her und geht hin, wie und wo er will.

Kategorie: Sonstiges

Wissen kann man mitteilen, Weisheit aber nicht. Man kann sie finden, man kann sie leben, man kann von ihr getragen werden, man kann mit ihr Wunder tun, aber sagen und lehren kann man sie nicht.

Kategorie: Sonstiges

Wenn der, der etwas notwendig braucht, dies ihm Notwendige findet, so ist es nicht der Zufall, der es ihm gibt, sondern er selbst, sein eigenes Verlangen und Müssen führt ihn hin.

Kategorie: Sonstiges

Die Verzweiflung schickt uns Gott nicht, um uns zu töten, er schickt sie uns, um neues Leben in uns zu erwecken.

Kategorie: Sonstiges

Nichts auf der Welt ist dem Menschen mehr zuwider, als den Weg zu gehen, der ihn zu sich selber führt!

Kategorie: Sonstiges

Ein jeder Mensch hat seine Seele, die kann er mit keiner anderen vermischen. Zwei Menschen können zueinander gehen, sie können miteinander reden und nah beieinander sein. Aber ihre Seelen sind wie Blumen, jede an ihrem Ort angewurzelt und keine kann zu der anderen kommen, sonst müßte sie ihre Wurzel verlassen, und das kann sie eben nicht. Die Blumen schicken ihren Duft und ihren Samen aus, weil sie gern zueinander möchten; aber daß ein Same an seine rechte Stelle kommt, dazu kann die Blume nichts tun, das tut der Wind, und der kommt her und geht hin, wie und wo er will.

Kategorie: Sonstiges

Es heiratet keiner, damit er Kinder kriege, aber wenn er Kinder kriegt, so ändern sie ihn, und schließlich sieht er, daß alles doch nur für sie geschehen ist.

Kategorie: Sonstiges

Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bilde etwas, was in uns selber sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.

Kategorie: Sonstiges

Wahr ist an einer Geschichte immer nur das, was der Zuhörer glaubt.

Kategorie: Sonstiges

Gerade das ist es ja, das Leben, wenn es schön und glücklich ist ein Spiel! Natürlich kann man auch alles mögliche andere aus ihm machen, eine Pflicht oder einen Krieg oder ein Gefängnis, aber es wird dadurch nicht hübscher.

Kategorie: Sonstiges

Das Beste daran war aber nicht das Küssen und nicht das abendliche Zusammenpromenieren und Heimlichtun. Das Beste war die Kraft, die mir aus jener Liebe floß, die fröhliche Kraft, für sie zu leben, zu streiten, durch Feuer und Wasser zu gehen. Sich wegwerfen können für einen Augenblick, Jahre opfern können für das Lächeln einer Frau, das ist Glück.

Kategorie: Zitate Liebe

Wer nicht am Denken leidet, den freut das Aufstehen am Morgen und das Essen und Trinken, der findet Genüge darin und will es nicht anders. Wem aber diese Selbstverständlichkeit verlorenging, der sucht im Laufe der Tage begierig und wachsam nach den Augenblicken wahren Lebens, deren Aufblitzen beglückt und das Gefühl der Zeit samt allen Gedanken an Sinn und Ziel des Ganzen auslöscht.

Kategorie: Sonstiges

Jede Geburt bedeutet Trennung vom All, bedeutet Umgrenzung, Absonderung von Gott, leidvolle Neuwerdung. Rückkehr ins All, Aufhebung der leidvollen Individuation, Gottwerden bedeutet: seine Seele so erweitert zu haben, daß sie das All wieder zu umfassen vermag.

Kategorie: Sonstiges

Es gibt tausend Wege für einen jeden, tausend Möglichkeiten der Geburt, der Wandlung, der Wiederkehr.

Kategorie: Sonstiges

Einsamkeit ist Unabhängigkeit, ich hatte sie mir gewünscht und mir erworben in langen Jahren. Sie war kalt, o ja, sie war aber auch still, wunderbar still und groß wie der kalte stille Raum, in dem die Sterne sich drehen.

Kategorie: Sonstiges

Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen als bis sie es können." Ist das nicht witzig? Natürlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken; sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken!

Kategorie: Sonstiges

Mag man im übrigen die Frauen hochschätzen oder nicht, als Hüterinnen und Bewahrerinnen der Kindheit haben sie ihr heiliges Amt, in dem niemand sie ersetzen kann.

Kategorie: Sonstiges

Der Mensch, wie ihn die Natur erschafft, ist etwas Unberechenbares, Undurchsichtiges, Feindliches. Er ist ein von unbekanntem Berge hereinbrechender Strom und ist ein Urwald ohne Weg und Ordnung. Und wie ein Urwald gelichtet und gereinigt und gewaltsam eingeschränkt werden muß, so muß die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen, besiegen und gewaltsam einschränken.

Kategorie: Sonstiges

Das Ausgelachtwerden riskiert ein jeder, der sich einem Mädchen nähert; das ist der Einsatz. Also riskiere, und im schlimmsten Fall lass dich eben auslachen.

Kategorie: Sonstiges

Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert.

Kategorie: Zitate zum Nachdenken

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