Sigmund Freud Zitate
- Wer war Sigmund Freud?
- Freiberg, ein bewunderter Sohn und eine Mutter, die er liebte wie keine andere
- Kokain, Karriere und ein Freund, dem er schadete: Das frühe Scheitern
- Paris und Charcot: Die Reise, die alles veränderte
- Die widerrufene Theorie: Was Freud 1897 aufgab und warum
- Wilhelm Fließ: Die seltsamste Freundschaft der Wissenschaftsgeschichte
- Die Mittwochsgesellschaft und ihre Brüche: Adler, Jung und die Kosten des Patriarchen
- 34 Operationen und eine Zigarre: Die letzten sechzehn Jahre
- Freuds Grenzen: Was die Forschung heute an ihm auszusetzen hat
- Warum Freud heute so berühmt und so umstritten ist wie nie zuvor
- Sigmund Freud Zitate
Wer war Sigmund Freud?
Sigismund Schlomo Freud, der seinen Namen später zu Sigmund verkürzte, wurde am 6. Mai 1856 in Freiberg in Mähren, dem heutigen Příbor in Tschechien, als Sohn eines jüdischen Textilkaufmanns geboren und starb am 23. September 1939 in London, wo er das letzte Jahr seines Lebens im Exil verbrachte. Er war 83 Jahre alt. Er war Neurologe, Psychiater, Kulturtheoretiker, Religionskritiker und der Begründer der Psychoanalyse, einer Theorie und Therapieform, die das westliche Selbstverständnis des 20. Jahrhunderts so grundlegend veränderte, dass man vor und nach ihm unterscheiden kann. Seine Ideen haben Psychologie, Literatur, Kunst, Philosophie, Pädagogik und die Alltagssprache geprägt, lange bevor die akademische Psychologie entschied, wie viel davon wissenschaftlich haltbar ist.
Freud ist einer der meistzitierten und meistbestrittenen Denker der Moderne. Die Forschung diskutiert bis heute, wie viel von seinem Werk standhält, und die Antworten fallen je nach Disziplin sehr verschieden aus. Die akademische Psychologie hält seine empirische Basis für unzureichend. Die Kulturwissenschaften betrachten ihn als unverzichtbaren Interpretationsrahmen. Die klinische Psychotherapie arbeitet mit Konzepten, die ohne ihn nicht existierten, und distanziert sich gleichzeitig von Teilen seiner Theorie. Was alle Lager gemeinsam haben, ist die Unfähigkeit, ihn zu ignorieren. Das ist die nüchternste Einordnung seiner Bedeutung, die sich treffen lässt.
Freiberg, ein bewunderter Sohn und eine Mutter, die er liebte wie keine andere
Freud wuchs als ältestes Kind seiner Mutter Amalia auf, die ihn mit einer Intensität liebte und förderte, die er selbst später als prägend für seinen Ehrgeiz beschrieb. Amalia nannte ihn ihren goldenen Sigi und behandelte ihn als Ausnahmekind, das Ausnahmeliches leisten würde. Das war keine leere Schmeichelei: Freud beendete das Gymnasium als bester Schüler seines Jahrgangs und beherrschte mehrere Sprachen, darunter Latein, Griechisch, Französisch und Englisch. Seine jüngeren Geschwister mussten die Übungsstunden ihres Klavierspielens einstellen, weil der Lärm Freuds Konzentration störte. Die Geschwister standen zurück. Er stand im Mittelpunkt.
Dieses frühe Verhältnis zur Mutter, das Freud selbst in seinen Schriften thematisierte, ist der Schlüssel zu einem seiner bekanntesten Konzepte: dem Ödipuskomplex. Er formulierte ihn zuerst nicht als abstrakte Theorie, sondern als Erkenntnis über sich selbst, in Briefen an seinen Freund Wilhelm Fließ, nach dem Tod des Vaters 1896. Der Mann, der die Theorie der unbewussten Mutterliebe und Vaterkonkurrenz entwickelte, erkannte sie zuerst in seiner eigenen Biografie, und das macht das Konzept ehrlicher und persönlicher, als es die meisten Schulbücher darstellen. Freud war nicht der distanzierte Beobachter der menschlichen Seele. Er war einer seiner ersten Patienten.
Kokain, Karriere und ein Freund, dem er schadete: Das frühe Scheitern
Bevor Freud die Psychoanalyse entwickelte, versuchte er sich als Kokainforscher einen Namen zu machen. Von 1884 an experimentierte er mit der damals in Europa weitgehend unbekannten Substanz, im Selbstversuch und an Patienten, und veröffentlichte enthusiastische Berichte über ihre Wirkung bei Schwächezuständen, Depressionen und als Mittel zur Morphiumentwöhnung. Er empfahl einem morphiumsüchtigen Freund, Ernst von Fleischl-Marxow, Kokain als Entzugshilfe. Der Entzug verlief zunächst vielversprechend. Fleischl entwickelte dann eine Kokainabhängigkeit und starb 1891, mit 45 Jahren, elend.
Freud trug Mitverantwortung für dieses Schicksal, und er wusste es. Er bezeichnete seine Kokain-Veröffentlichungen später als Allotrion und Jugendsünden, was gleichzeitig ehrlich und zu milde ist. Die Kokain-Episode kostete ihn wissenschaftliches Ansehen, das er mühsam wieder aufbauen musste, und sie zeigte eine Eigenschaft, die sein ganzes Leben begleiten sollte: den Hang zur großen Geste, zur weitreichenden Behauptung, zur Theorie, die größer ist als die vorhandene Evidenz. Dass ausgerechnet der Mann, der später die Sublimierung als Umlenkung von Triebenergie in kulturelle Leistung beschrieb, seine eigene Karriere auf eine Droge setzte, ist kein Zufall. Es ist das früheste Zeugnis eines Denkens, das die Welt immer durch das größtmögliche Erklärungsrahmen betrachten wollte.
Paris und Charcot: Die Reise, die alles veränderte
1885 erhielt Freud ein Stipendium für einen Forschungsaufenthalt in Paris, an der berühmten Nervenklinik Salpêtrière bei dem Neurologen Jean-Martin Charcot. Was er dort sah, war das Gegenteil der wissenschaftlichen Nüchternheit, die er von Wien gewohnt war: Charcot demonstrierte vor großem Publikum, dass Hysterien, jene rätselhaften körperlichen Symptome ohne organischen Befund, die fast ausschließlich bei Frauen diagnostiziert wurden, durch Hypnose ausgelöst und aufgehoben werden konnten. Das bedeutete, dass körperliche Symptome psychische Ursachen haben konnten, und dass das Unbewusste keine romantische Metapher war, sondern ein Mechanismus mit messbaren Wirkungen.
Freud kehrte aus Paris als ein anderer zurück. Die Neurologie, die das Gehirn als anatomische Struktur beschrieb, ließ ihn fortan kalt. Was ihn anzog, war die Dynamik des Seelenlebens, die Frage, wie verborgene seelische Konflikte sichtbare Symptome erzeugen. Er begann mit Josef Breuer zusammenzuarbeiten, dem Arzt, der als erster die Methode entwickelt hatte, Patientinnen über ihre Beschwerden sprechen zu lassen, und dabei festgestellt hatte, dass das Sprechen selbst heilsam sein konnte. Was Charcot mit Hypnose demonstriert und Breuer mit Gesprächen begonnen hatte, führte Freud zu dem weiter, was er die freie Assoziation nannte: Der Patient sagt, was ihm einfällt, ohne Zensur, und in diesem freien Strom erscheint, wer geduldigt zuhört, das Unbewusste. Das war die Geburt der Psychoanalyse als Methode.
Die widerrufene Theorie: Was Freud 1897 aufgab und warum
1896 präsentierte Freud vor der Wiener Vereinigung für Psychiatrie und Neurologie seine Verführungstheorie: Alle Hysterie-Patientinnen seien in der Kindheit sexuell missbraucht worden, und die verdrängten Erinnerungen daran seien die Ursache ihrer Symptome. Das Kollegium reagierte mit Ablehnung. Der Vorsitzende, Richard von Krafft-Ebing, nannte den Vortrag ein wissenschaftliches Märchen. Ein Jahr später, im September 1897, schrieb Freud an Fließ: Ich glaube an meine Neurotica nicht mehr. Er zog die Theorie zurück, nicht öffentlich, das geschah erst 1906, sondern zunächst nur im Briefwechsel mit seinem engsten Vertrauten.
Die Gründe, die er Fließ nannte, waren methodisch und statistisch: Die Häufigkeit der Hysterie lasse sich nicht mit einer entsprechenden Häufigkeit von Kindesmissbrauch in Einklang bringen. Was er nicht öffentlich sagte, und was die spätere Forschung intensiv diskutiert hat, ist die Frage, ob mit dem Widerruf der Verführungstheorie ein systematisches Wegschauen von tatsächlichem Missbrauch verbunden war. Freuds Wechsel von der Trauma-Theorie zur Phantasie-Theorie hat ihm erlaubt, ein kohärenteres Theoriegebäude zu errichten, und er hat gleichzeitig für Jahrzehnte dazu beigetragen, dass Berichte von Kindesmissbrauch als Phantasie abgetan wurden. Das ist das schwerste Kapitel seiner wissenschaftlichen Biografie, und es wird in vielen Freud-Darstellungen immer noch zu knapp behandelt.
Wilhelm Fließ: Die seltsamste Freundschaft der Wissenschaftsgeschichte
Wilhelm Fließ war ein Berliner Hals-Nasen-Ohrenarzt, der eine Theorie vertrat, nach der alle körperlichen und seelischen Vorgänge auf 23-tägige und 28-tägige Lebensrhythmen zurückzuführen seien, und nach der die Nase das Zentralorgan des menschlichen Nervensystems sei. Freud fand diese Ideen in den 1890er Jahren faszinierend. Er unterwarf sich Fließ' Behandlungen, ließ sich die Nasenschleimhaut mit Kokain einpinseln, berichtete ihm von seinen Träumen und sandte ihm Manuskripte zur Begutachtung. In einem Brief schrieb er, er brauche Fließ als einzigen Zuhörer.
Was diese Freundschaft erklärt, ist Freuds intellektuelle Einsamkeit der 1890er Jahre: Er stand mit seinen Ideen auf breiter Front im Abseits, hatte kaum Kollegen, die ihn ernst nahmen, und Fließ bot ihm Zustimmung, Interesse und die Rolle eines kritischen Gespräches, das er nirgendwo sonst fand. Dass der Mann, dem er seine Gedanken anvertraute, selbst Theorien vertrat, die heute als absurd gelten, zeigt die Grenze zwischen dem genialen Beobachter und dem bedürftigen Menschen. Die Freundschaft endete, als Freud die Traumdeutung veröffentlicht hatte und Fließ' Zustimmung nicht mehr brauchte. Der wichtigste Denker seines Zeitalters brauchte zehn Jahre lang einen Berliner Nasenspezialisten, der Unsinn glaubte, um seine Gedanken zu entwickeln. Das ist kein Makel. Es ist das menschlichste Detail seiner ganzen Biografie.
Die Mittwochsgesellschaft und ihre Brüche: Adler, Jung und die Kosten des Patriarchen
Ab 1902 versammelte Freud mittwochabends einen Kreis von Ärzten und Interessierten in seiner Wohnung in der Berggasse 19, die sogenannte Psychologische Mittwochsgesellschaft, aus der später die Wiener Psychoanalytische Vereinigung wurde. Die Psychoanalyse wuchs von einem Einzelmenschen zu einer Bewegung heran, und Freud führte diese Bewegung mit dem Selbstverständnis eines Patriarchen, der die Orthodoxie definierte und Abweichungen nicht tolerierte. Als Alfred Adler 1911 begann, eigene Theorien zu entwickeln, die die Bedeutung des Sexualtriebs relativierten, kam es zum offenen Bruch. Freud schrieb über Adler mit einer Schärfe, die über wissenschaftliche Kritik hinausging.
Schlimmer noch traf ihn der Bruch mit Carl Gustav Jung, den er als seinen Kronprinzen und Nachfolger betrachtet hatte und dem er 1910 den Vorsitz der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung übertragen hatte. Jung begann, die Sexualtheorie umzudeuten, und 1913 war der Bruch vollzogen. Freud erholte sich davon nicht vollständig: Er gründete einen geheimen Ausschuss, den er mit goldenen Ringen ausstattete, um die Treue seiner engsten Schüler zu sichern. Der Mann, der das Konzept der Übertragung entwickelt hatte, die emotionale Verstrickung des Patienten in die Therapiebeziehung, war in seiner eigenen Schule ein Meister der Übertragung und des Verlusts, wenn diese zerbrach.
34 Operationen und eine Zigarre: Die letzten sechzehn Jahre
1923 wurde bei Freud Gaumenkrebs diagnostiziert, eine direkte Folge seines jahrzehntelangen exzessiven Zigarrenkonsums von täglich bis zu zwanzig Zigarren. Was folgte, waren sechzehn Jahre mit 33 weiteren Operationen am Kiefer und Gaumen, eine Prothese, die er für den Rest seines Lebens tragen musste und die das Sprechen und Essen zur Qual machte, und ein auf den Stock gestütztes Weitermachen mit einer Energie, die seine Zeitgenossen fassungslos machte. Er hörte nicht auf zu rauchen. Er hörte nicht auf zu schreiben. Er hörte nicht auf zu praktizieren.
1938, nach dem Anschluss Österreichs, flohen Freud und seine Familie nach London. Er war 81 Jahre alt und todkrank, und die Gestapo hatte seine Wohnung durchsucht und seine Tochter Anna für einen Tag verhört. Er emigrierte, weil er musste, mit einem Begleitbrief, den er auf Drängen der Nazis unterschrieb und der besagte, er sei von deutschen Behörden korrekt und rücksichtsvoll behandelt worden. Er soll danach gefragt haben, ob er hinzufügen dürfe, er könne jedermann die Gestapo auf das Wärmste empfehlen. Man ließ ihn das nicht hinzufügen. Am 23. September 1939, als der Zweite Weltkrieg bereits begonnen hatte, bat er seinen Arzt Max Schur, ihm die vereinbarte Überdosis Morphium zu geben. Schur hielt sein Versprechen. Freud starb in London, und seine Asche ruht heute in einer etruskischen Urne, die er selbst gesammelt hatte.
Freuds Grenzen: Was die Forschung heute an ihm auszusetzen hat
Ein ehrliches Bild von Freud schließt ein, was die Forschung seit Jahrzehnten belegt. Seine Fallberichte, die Grundlage seiner Theorien, sind nicht nachprüfbar und in mehreren Fällen nachweislich selektiv dargestellt. Die Traumdeutung als Königsweg zum Unbewussten ist empirisch nicht gestützt. Die psychosexuellen Entwicklungsstadien, der Ödipuskomplex als universales Konzept, die Bedeutung der frühen Kindheit als allein prägend: Viele dieser Annahmen hat die empirische Psychologie weder bestätigt noch widerlegt, weil sie sich der Methode der Falsifizierung entziehen. Karl Popper nannte die Psychoanalyse aus genau diesem Grund keine Wissenschaft, sondern eine Pseudowissenschaft: Sie kann nicht scheitern, weil sie jede Beobachtung in ihr System einarbeiten kann.
Hinzu kommt die Frage des Widerrufs der Verführungstheorie mit ihren Folgen für den Umgang mit Missbrauchsopfern, und die Frage, wie sehr Freuds Frauenbild, geprägt vom Wien des späten 19. Jahrhunderts, seine Theorien über weibliche Psychologie verzerrt hat. Er beschrieb Frauen als von Penisneid geprägt und als psychisch defizitäre Männer, und er tat das nicht als zeitgebundene Überlegung, sondern als universale Theorie. All das gehört zu Freud, genauso wie die Entdeckung des Unbewussten als Forschungsgegenstand, die Entwicklung der Gesprächstherapie und die Überzeugung, dass das, was Menschen nicht wissen wollen, ihr Verhalten genauso bestimmt wie das, was sie wissen. Beides lässt sich nicht voneinander trennen.
Warum Freud heute so berühmt und so umstritten ist wie nie zuvor
Freud ist im Alltag allgegenwärtig auf eine Art, die kein anderer Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts erreicht hat. Der Freudsche Versprecher, das Unbewusste, Verdrängung, Projektion, der Ödipuskomplex, die Ich-Stärke: Diese Begriffe gehören zur Alltagssprache, oft ohne dass die Menschen wissen, woher sie stammen. Manchmal ist eine Zigarre einfach nur eine Zigarre, der bekannteste Satz, der Freud zugeschrieben wird, stammt nach heutigem Forschungsstand wahrscheinlich gar nicht von ihm. Er kursiert trotzdem als Freud-Zitat, weil er so gut zu dem Bild passt, das man von ihm hat. Das ist die vollständigste Form der kulturellen Wirkung: wenn einem Mann Sätze zugeschrieben werden, weil sie so klingen, als hätte er sie gesagt.
Was ihn jenseits der Einzeltheorien bleibt, ist die Frage. Die Frage nach dem, was Menschen antreibt, ohne dass sie es wissen. Die Frage nach der Lücke zwischen dem, was jemand sagt, und dem, was er meint. Die Frage nach der Kindheit als Ursprung des Erwachsenen. Diese Fragen sind nicht gelöst, weil Freud sie gestellt hat. Sie sind nicht obsolet, weil seine Antworten angefochten werden. Ein Denker, der Fragen stellt, die nach ihm niemand mehr ignorieren konnte, hat das Wichtigste geleistet, was ein Denker leisten kann, unabhängig davon, ob seine Antworten stimmen.
Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der seine Karriere auf eine Droge setzte und dabei einem Freund schadete, der eine Theorie über Kindesmissbrauch entwickelte und sie dann aus Gründen zurückzog, die die Forschung bis heute diskutiert, der seinen wichtigsten Schüler als Kronprinzen einsetzte und nach dem Bruch nie verwand, der 34-mal operiert wurde und nicht aufhörte zu rauchen und zu denken, und der seinen Arzt bat, ihm das Ende zu erleichtern, als er nicht mehr konnte. Das ist das Fundament seiner Sätze. Sie klingen, als kämen sie von jemandem, der genau weiß, was im Menschen vorgeht. Er hatte zumindest den Mut, zu fragen.
Zitate von Sigmund Freud
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Es ist meine Pflicht, Dich aufmerksam zu machen auf eine Berechnung des berühmten Statistikers Malthus, der nachwies, dass sich die Küsse in einer ungemein rasch aufsteigenden Proportion zu vermehren streben, so dass nach kurzer Zeit vom Beginn der Reihe an gerechnet das kleine Areal des Gesichtchens ihnen nicht genügt und sie zur Auswanderung gezwungen werden.
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Der Mensch ist so armselig, wenn er nichts will, als am Leben zu bleiben.
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Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.
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Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir lieben.
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Wir streben mehr danach, Schmerz zu vermeiden als Freude zu gewinnen.
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Gegen Angriffe kann man sich wehren. Gegen Lob ist man machtlos.
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In dem Augenblick, in dem ein Mensch den Sinn und den Wert des Lebens bezweifelt, ist er krank.
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Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau?
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Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben.
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Die Schicksalsfrage der Menschenart scheint mir zu sein, ob und in welchem Masse es ihrer Kulturentwicklung gelingen wird, der Störung des Zusammenlebens durch den menschlichen Aggressions- und Selbstvernichtungstrieb Herr zu werden.
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Mit Sicherheit weiß ich nur das eine, daß die Werturteile der Menschen unbedingt von ihren Glückswünschen geleitet werden, also ein Versuch sind, ihre Illusionen mit Argumenten zu stützen.
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Denken Sie an den betrübenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmöglich, daß gerade die religiöse Erziehung ein großes Teil Schuld an dieser relativen Verkümmerung trägt?
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Wenn man jemandem alles verziehen hat, ist man mit ihm fertig.
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Derjenige, der zum ersten Mal anstatt eines Speeres ein Schimpfwort benutzte, war der Begründer der Zivilisation.
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Wenn man der unbestrittene Liebling seiner Mutter gewesen ist, so behält man fürs Leben jenes Eroberergefühl, jene Zuversicht des Erfolges, welche nicht selten den Erfolg nach sich zieht.
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Das Unbewußte ist viel moralischer, als das Bewußte es wahrhaben will.
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Menschen sind doch das Wertvollste, das man gewinnen kann.
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Die Kunst ist fast immer harmlos und wohltätig, sie will nichts anderes sein als Illusion.
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Die individuelle Freiheit ist kein Kulturgut. Sie war am größten vor jeder Kultur.
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Unsere Kultur ist ganz allgemein auf der Unterdrückung von Trieben aufgebaut.
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Die Gegenwart kann man nicht genießen ohne sie zu verstehen und nicht verstehen, ohne die Vergangenheit zu kennen.
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Erwachsen ist man, wenn man das vereinen kann: lieben, arbeiten, genießen.
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Nach vollendeter Deutungsarbeit läßt sich der Traum als eine Wunscherfüllung erkennen.
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Das Denken muß sich für die Verbindungswege zwischen den Vorstellungen interessieren, ohne sich durch die Intensitäten derselben beirren zu lassen.
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Wie der Planet noch um seinen Zentralkörper kreist, außer daß er um die eigene Achse rotiert, so nimmt auch der einzelne Mensch am Entwicklungsgang der Menschheit teil, während er seinen eigenen Lebensweg geht.
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Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft.
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Der Preis für den Kulturfortschritt wird in der Glückseinbuße durch die Erhöhung des Schuldgefühls bezahlt.
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Der Stacheldraht kann uns wohl trennen, den Glauben kann uns keiner nehmen.
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