Novalis Zitate
- Wer war Novalis?
- Oberwiederstedt, elf Kinder und eine pietistische Erziehung
- Novalis: Ein Name, der ein Programm ist
- Schiller, Fichte und eine Philosophie als persönliche Notwendigkeit
- Eine Viertelstunde, die sein Leben entschied: Sophie von Kühn
- Am Grab der Geliebten: Die Nacht, die das Werk veränderte
- Salinenassessor, Geologe, Dichter: Der Mann hinter dem Mythos
- Die Blaue Blume: Was das bekannteste Symbol der Romantik wirklich bedeutet
- Was Romantisieren wirklich meinte: Jenseits des Kitschverdachts
- Warum Novalis heute so gelesen wird und was dabei verloren geht
- Novalis Zitate
Wer war Novalis?
Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, der Welt bekannt als Novalis, wurde am 2. Mai 1772 auf dem Gut Oberwiederstedt bei Mansfeld in Sachsen-Anhalt geboren und starb am 25. März 1801 in Weißenfels, an der Schwindsucht, als er 28 Jahre alt war. Er war Jurist, Bergbauingenieur, Geologe, Salinenassessor und nebenbei, in seinen eigenen Worten, Dichter und Philosoph. In kaum vier Jahren aktiven Schreibens hinterließ er ein Werk, das die europäische Romantik so nachhaltig prägte, dass sein Name zum Synonym der gesamten Epoche wurde. Das Romanfragment Heinrich von Ofterdingen schuf mit der Blauen Blume das meistzitierte Symbol der deutschen Literaturgeschichte, und die Hymnen an die Nacht gelten als die bedeutendste Lyrik der deutschen Frühromantik. Beides entstand in einem Zeitraum von weniger als drei Jahren, zwischen dem Tod seiner ersten Verlobten und seinem eigenen.
Novalis ist eine Figur, bei der die Legende den Menschen fast vollständig überdeckt hat. Das Bild des blassen, todesverliebt-schwärmerischen Jünglings, der an Sophies Grab steht und den Tod herbeisehnt, ist halb wahr und halb Konstrukt. Der wirkliche Friedrich von Hardenberg war ein ernsthafter Naturwissenschaftler, ein fleißiger Beamter mit Karriereambitionen, ein Mitglied des produktivsten intellektuellen Kreises seiner Zeit und ein Mann, der seine tiefste persönliche Krise in philosophische Produktivität verwandelte. Wer nur den romantischen Mystiker kennt, kennt die Hälfte.
Oberwiederstedt, elf Kinder und eine pietistische Erziehung
Friedrich von Hardenberg war das zweite von elf Kindern des kursächsischen Salinendirektors Heinrich Ulrich Erasmus von Hardenberg und seiner zweiten Frau Auguste Bernhardine. Der Vater war Mitglied der Herrnhuter Brüdergemeine, einer pietistischen Gemeinschaft, die von der unmittelbaren persönlichen Gotteserfahrung ausging, von der inneren Stille als Weg zur Wahrheit und von einer Spiritualität, die keine kirchliche Vermittlung zwischen dem Menschen und dem Heiligen duldet. Diese Erziehung prägte Friedrich tief, auch dort, wo er sich später von ihr löste.
Als Kind war Friedrich kränklich und in seiner Entwicklung zunächst zurückgeblieben. Erst im Alter von neun Jahren begann er sich geistig zu entfalten, dann aber mit einer Intensität, die seine Umgebung verblüffte. Die pietistische Herkunft erklärt einen Zug, der durch sein gesamtes Werk geht: die Überzeugung, dass das Wesentliche nicht außen liegt, sondern innen, dass der Weg zur Wahrheit kein Weg nach draußen ist, sondern nach innen. Seinen bekanntesten Satz, nach innen geht der geheimnisvolle Weg, schrieb kein weltfremder Träumer. Er schrieb ihn ein Mann, dem dieser Satz seit der Kindheit eingeübt worden war, und der ihn nun mit den Mitteln der Philosophie neu begründete.
Novalis: Ein Name, der ein Programm ist
Den Künstlernamen Novalis wählte Friedrich von Hardenberg erstmals 1798, ein Jahr nach dem Tod Sophies. Das Pseudonym ist kein zufälliger Klangname. Es bedeutet so viel wie der Neuland Bestellende , abgeleitet vom lateinischen Adjektiv novalis für neu bestelltes, brachgelegenes Land, das urbar gemacht wird. In einer älteren Überlieferung soll der Name auf eine historische Familientradition der Hardenbergs zurückgehen, deren mittelalterliche Vorfahren sich de Novali nannten. Ob das stimmt, ist nicht gesichert. Gesichert ist die Bedeutung, die Hardenberg dem Namen gab: Neuland bestellen ist das Programm seines gesamten Schaffens.
Er bestellte tatsächlich Neuland: in der Poesie, indem er Lyrik und Prosa zu einer Form verschmolz, die die deutsche Literatur so nicht kannte; in der Philosophie, indem er Fichtes Wissenschaftslehre so weit trieb, bis sie in Mystik überging; in der Naturwissenschaft, indem er als einer der ersten Denker Geologie und Poesie als zwei Sprachen für denselben Gegenstand betrachtete. Der Name Novalis ist deshalb mehr als ein Pseudonym. Er ist eine Haltung: die Bereitschaft, dorthin zu gehen, wo noch kein Weg ist, und den Weg durch das Gehen zu schaffen.
Schiller, Fichte und eine Philosophie als persönliche Notwendigkeit
Hardenberg studierte zunächst Rechtswissenschaften in Jena, Leipzig und Wittenberg, und in Jena begegnete er Friedrich Schiller, der dort Philosophie lehrte. Was Schiller ihm gab, war nicht in erster Linie literarisches Handwerk, sondern die Überzeugung, dass Ästhetik keine Verzierung der Wirklichkeit ist, sondern ihr Kern, dass Schönheit kein Luxus ist, sondern eine Form der Erkenntnis, die dem bloßen Begriff überlegen ist. Diese Überzeugung trug Hardenberg weiter zu Johann Gottlieb Fichte, dessen Wissenschaftslehre ihn so grundlegend beschäftigte, dass er jahrelange Studien darüber anfertigte.
Fichtes These, dass das Ich die Welt setzt, dass Bewusstsein nicht passiv die Realität empfängt, sondern aktiv erzeugt, traf bei Hardenberg auf eine Persönlichkeit, die diese Idee nicht als akademischen Gedanken behandelte, sondern als existenzielle Herausforderung. Wenn das Ich die Welt erzeugt, was erzeugt dann das Ich, das eine Geliebte verloren hat? Wie denkt ein Bewusstsein weiter, das weiß, dass es alles, was es liebt, auch verlieren kann? Hardenberg stellte Fichte auf den Kopf, und das Ergebnis war keine akademische Korrektur, sondern die Grundlage einer Poetik, die das Innere für realer hielt als das Äußere, weil das Äußere vergeht und das Innere, wenn es stark genug ist, nicht aufhört.
Eine Viertelstunde, die sein Leben entschied: Sophie von Kühn
Am 17. November 1794 besuchte der 22-jährige Friedrich von Hardenberg das Schloss Grüningen und wurde dort der Stieftochter des Gutsbesitzers von Rockenthien vorgestellt: der zwölfjährigen Sophie von Kühn. Er schrieb danach an seinen Bruder, eine Viertelstunde habe sein Leben entschieden. Am 15. März 1795, kurz vor ihrem dreizehnten Geburtstag, gab es ein inoffizielles Verlöbnis. Das Paar hielt die Verlobung zunächst geheim. Sophie war freundlich und zurückhaltend, hielt ihn aber auf Distanz. Novalis notierte in seinem Tagebuch noch 1796: Sie will sich nicht durch meine Liebe genieren lassen. Meine Liebe drückt sie oft. Sie ist kalt durchgehends.
Diese Notiz ist aufschlussreicher als alle späteren Verklärungen. Der Mann, der Sophie nach ihrem Tod zum höheren Wesen erhob und eine regelrechte Totenkultus um ihr Andenken errichtete, schrieb zu ihren Lebzeiten nüchtern, sie sei kalt. Was er in ihr liebte, war nicht Sophie, sondern sein Bild von Sophie, ein Idealbild, das er auf ein Kind projizierte, das freundlich war und schüchtern und das ihm keine Möglichkeit gab, dieses Bild zu korrigieren, weil es starb, bevor es vollständig Wirklichkeit werden konnte. Das ist kein Vorwurf an Novalis. Es ist die präziseste Beschreibung dessen, was seine Dichtung antreibt: die Sehnsucht nach einem Ideal, das nie durch die Realität eingeholt und damit auch nie enttäuscht werden kann.
Im November 1795 erkrankte Sophie an Leberentzündung und Lungentuberkulose. Nach drei schweren Operationen ohne Narkose zwischen Mai und Juli 1796 verstarb sie am 19. März 1797 auf dem Schloss Grüningen, zwei Tage nach ihrem fünfzehnten Geburtstag. Hardenberg war beim Tod nicht anwesend. Er bekannte später: Es war über meine Kräfte.
Am Grab der Geliebten: Die Nacht, die das Werk veränderte
Was in Hardenberg nach Sophies Tod geschah, vollzog sich in zwei Phasen, die beide für sein Werk entscheidend sind. Die erste war Verzweiflung. In seinem Kalender vermerkte er, wie viele Tage seit Sophies Tod vergangen waren. Am 86. und 87. Todestag schrieb er: „Sie ist gestorben, so sterb ich auch, die Welt ist öde." Er hatte Selbstmordgedanken, die er in den Hymnen an die Nacht sublimierte, einem Werk, in dem der Tod nicht als Ende, sondern als Übergang beschrieben wird, als Eingang in eine Wirklichkeit, die tiefer ist als die Tageswelt.
Die zweite Phase begann mit einem Erlebnis an Sophies Grab, über das Novalis selbst nur andeutungsweise schrieb, das aber aus den Hymnen an die Nacht herauslesbar ist: eine Vision oder ein Zustand vertiefter Wahrnehmung, in dem die Grenze zwischen der toten Geliebten und einer allgemeinen, kosmischen Wirklichkeit sich auflöste. Ob man das religiöse Erfahrung, Halluzination oder poetische Konstruktion nennt, ist eine Frage der eigenen Überzeugung. Was es für Novalis bedeutete, ist klar: Der Tod Sophies hörte auf, ein Verlust zu sein, und wurde zum Durchbruch in eine andere Wirklichkeitsebene, in der Liebe und Tod nicht Gegensätze sind, sondern zwei Namen für dieselbe Bewegung. Aus diesem Erlebnis entstand das Werk.
Salinenassessor, Geologe, Dichter: Der Mann hinter dem Mythos
Was die meisten Leser von Novalis nicht wissen: Sein Brotberuf war nicht Dichter. Er arbeitete als Aktuarius bei einem Kreisamtmann, dann als Akzessist in der Salinendirektion Weißenfels, schließlich wurde er nach einem Studium an der Bergakademie Freiberg zum Salinenassessor und Mitglied des Salinendirektoriums ernannt. Im Jahr 1800 war er an der ersten geologischen Vermessung der Region beteiligt und untersuchte das Gebiet. Kurz vor seinem Tod wurde er zum Supernumerar-Amtshauptmann für den Thüringischen Kreis ernannt , eine Stellung, die in etwa der eines heutigen Landrats entspricht. Er starb, bevor er das Amt antreten konnte.
Diese Doppelexistenz ist kein Zufall und kein Kompromiss. Sie ist Ausdruck seiner tiefsten philosophischen Überzeugung: dass Poesie und Wissenschaft keine Gegensätze sind, sondern zwei Zugänge zur selben Wirklichkeit. Die Bergakademie in Freiberg war für ihn nicht die Ablenkung vom Dichterberuf, sondern seine Erweiterung. Er studierte Mathematik, Chemie und Bergbaukunde mit derselben Intensität, mit der er Fichte und Schiller las, weil er überzeugt war, dass der Stein im Berg und die Sehnsucht in der Hymne denselben Ursprung haben. Heinrich von Ofterdingen, sein großes Romanfragment, beginnt mit einem Traum von einer blauen Blume und ist im Kern eine Geschichte über das, was ein Bergmann findet, wenn er tief genug gräbt: nicht Erz, sondern das Innere der Welt.
Die Blaue Blume: Was das bekannteste Symbol der Romantik wirklich bedeutet
Die Blaue Blume ist das bekannteste Symbol der deutschen Romantik, und wie alle bekanntesten Symbole ist sie weitgehend auf ihr bloßes Bild reduziert worden: eine Blume, die blau ist, die man sucht, die man nicht findet. Das ist nicht falsch, aber es ist die leichteste aller möglichen Lesarten. Was Novalis mit der Blauen Blume meinte, war etwas Präziseres und Anspruchsvolleres: das Objekt einer Sehnsucht, die sich nicht in ihrer Erfüllung erschöpft, sondern durch sie wächst. Die Blaue Blume ist nicht das Ziel. Sie ist die Kraft, die den Suchenden in Bewegung hält.
Im Roman träumt Heinrich von Ofterdingen von einer blauen Blume, in deren Mitte ein Mädchengesicht erscheint. Er sucht sie sein Leben lang, ohne sie je vollständig zu finden. Was das bedeutet, formulierte Novalis an anderer Stelle in einem seiner Fragmente: Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen. Das ist der Kern: Die Welt ist nicht durch Zählen und Messen vollständig zu verstehen, weil das Wesentliche sich dem Messenden entzieht. Die Blaue Blume ist das Symbol für dieses Wesentliche, das immer einen Schritt weiter ist als das Erreichte, und das genau deshalb das Suchen am Leben hält.
Was Romantisieren wirklich meinte: Jenseits des Kitschverdachts
Das Wort romantisch hat im alltäglichen Sprachgebrauch so viel sentimentalen Belag angesetzt, dass es kaum noch möglich ist, zu hören, was Novalis damit meinte. Er definierte den Begriff selbst in einem seiner Fragmente mit einer Klarheit, die jeden Kitschverdacht ausschließt: Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, so romantisiere ich es. Das ist kein Programm der Weltflucht. Es ist ein Programm der Aufmerksamkeit.
Romantisieren bedeutet bei Novalis: das Gewöhnliche so intensiv betrachten, dass es aufhört, gewöhnlich zu sein. Ein Stein ist ein Stein. Ein Stein ist die Geschichte der Erde, verdichtet in eine Form, die Jahrmillionen überstanden hat. Beides ist wahr. Die zweite Wahrheit sichtbar zu machen, ohne die erste zu leugnen, das ist Romantisieren. Dieser Begriff ist das Gegenteil von Weltflucht. Er fordert eine schärfere Zuwendung zur Wirklichkeit, nicht eine Abkehr von ihr, und er ist, genau besehen, ein Erkenntnisanspruch: Die romantisierte Welt ist nicht weniger real als die nüchtern betrachtete. Sie ist realer, weil sie mehr von dem zeigt, was wirklich in ihr steckt.
Warum Novalis heute so gelesen wird und was dabei verloren geht
Novalis wird heute vor allem als Lieferant schöner Sätze über die Nacht, die Sehnsucht und das Innere gelesen. Das ist berechtigt, greift aber zu kurz. Was dabei verloren geht, ist der Denker, der hinter den Bildern steckt: der Mann, der Fichtes abstrakten Idealismus in eine Poetik übersetzte, der Poesie und Geologie als zwei Sprachen für dieselbe Wahrheit verstand, der eine Philosophie des Fragments entwickelte, weil er überzeugt war, dass das Ganze sich nie vollständig sagen lässt, sondern immer nur angedeutet werden kann.
Was ebenfalls verloren geht: das Problem Sophie von Kühn. Ein 22-jähriger Mann, der sich in eine Zwölfjährige verliebt und dies innerhalb einer Viertelstunde beschließt, ist eine biografische Tatsache, die man nicht beschönigen und nicht einfach historisch relativieren kann, ohne das Unbehagen zu benennen, das sie erzeugt. Die Beziehung war, soweit bekannt, nicht körperlich. Aber sie war eine Projektion auf ein Kind, das keine Möglichkeit hatte, dem Bild zu widersprechen, das ein erwachsener Mann auf es warf. Dass aus dieser problematischen Konstellation ein Werk von außerordentlicher Tiefe entstanden ist, hebt das Problem nicht auf. Es macht es komplexer, und die Komplexität gehört zum ehrlichen Bild.
Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der als Kind kränklich war und der mit neun Jahren anfing zu denken, der sich in einer Viertelstunde entschied, ein Kind zu lieben, das ihn auf Distanz hielt und mit fünfzehn Jahren starb, der daraus ein Werk schuf, das die europäische Romantik begründete, der dabei Geologe und Salinendirektor war und der mit 28 Jahren an derselben Krankheit starb wie Sophie. Das ist das Fundament seiner Sätze: kein sentimentaler Mondschein, sondern Sehnsucht, die weiß, was Verlust kostet, und die trotzdem weitersucht.
Zitate von Novalis
Aktuell haben wir 49 Einträge von Novalis in unserer Sammlung, die in folgenden Kategorien zu finden sind:
Das Kind ist eine sichtbar gewordene Liebe.
Kategorie: Zitate zum Thema Kinder
Mit Fleiß, mit Mut und festem Willen lässt jeder Wunsch sich endlich stillen.
Kategorie: Zitate zum Thema Motivation
Toleranz und Freundschaft ist oft alles, und bei weitem das Wichtigste, was wir einander geben können.
Kategorie: Zitate zum Thema Freundschaft
Zart ist der Faden der Freundschaft, doch unzertrennlich wie jene Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt, aber auch dehnbar wie Gold, er windet in lieblichen Knoten selbst um die Freunde sich leicht, welche das Schicksal getrennt.
Kategorie: Zitate zum Thema Freundschaft
Das Herz ist der Schlüssel der Welt und des Lebens.
Kategorie: Zitate Hochzeit
Wo Kinder sind, da ist ein goldenes Zeitalter.
Kategorie: Zitate zum Thema Kinder
Schlafen ist Verdauen der Sinneseindrücke, Träume sind die Exkremente.
Kategorie: Sonstiges
Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte, das Amen des Universums.
Kategorie: Sonstiges
Die Philosophie ist eigentlich Heimweh, ein Trieb, überall zu Hause zu sein.
Kategorie: Sonstiges
Die Poesie heilt die Wunden, die der Verstand schlägt.
Kategorie: Sonstiges
Sprechen und hören ist befruchten und empfangen.
Kategorie: Sonstiges
Hypothesen sind Netze, nur der wird fangen, der auswirft.
Kategorie: Sonstiges
Glück ist Talent für die Historie oder das Schicksal.
Kategorie: Sonstiges
Die Poesie löst fremdes Dasein im eignen auf.
Kategorie: Sonstiges
Das Zahlensystem ist Muster eines ächten Sprachzeichensystems - Unsre Buchstaben sollen Zahlen, unsre Sprache Arithmetik werden.
Kategorie: Sonstiges
Es ist nicht das Wissen allein, was uns glücklich macht - es ist die Qualität des Wissens - die subjektive Beschaffenheit des Wissens. Vollkommnes Wissen ist Überzeugung und sie ist es, die uns glücklich macht und befriedigt.
Kategorie: Sonstiges
Das höchste Leben ist Mathematik.
Kategorie: Sonstiges
Jeder Mensch hat seinen individuellen Rhythmus.
Kategorie: Sonstiges
Spielen ist Experimentieren mit dem Zufall.
Kategorie: Sonstiges
Mensch werden ist eine Kunst.
Kategorie: Sonstiges
Nur ein Künstler kann den Sinn des Lebens erraten.
Kategorie: Sonstiges
Wir sind auf einer Mission: zur Bildung der Erde sind wir berufen.
Kategorie: Sonstiges
Der Geist führt einen ewigen Selbstbeweis.
Kategorie: Sonstiges
Unser Leben ist kein Traum, aber es soll und wird vielleicht einer werden.
Kategorie: Sonstiges
Die Vorzeit nimmt zu, die Zukunft ab.
Kategorie: Sonstiges
Weisheit ist Harmonie.
Kategorie: Sonstiges
Der eigentliche Sinn für die Geschichten der Menschen entwickelt sich erst spät, und mehr unter den stillen Einflüssen der Erinnerung, als unter den gewaltsameren Eindrücken der Gegenwart.
Kategorie: Sonstiges
Wenn man manche Gedichte in Musik setzt, warum setzt man sie nicht in Poesie?
Kategorie: Sonstiges
Wer keine Gedichte machen kann, wird sie auch nur negativ beurteilen. Zur echten Kritik gehört die Fähigkeit, das zu kritisierende Produkt selbst hervorzubringen. Der Geschmack allein beurteilt nur negativ.
Kategorie: Sonstiges
Wissenschaft ist nur eine Hälfte. Glauben ist die andre.
Kategorie: Sonstiges
Die Kunst Bücher zu schreiben ist noch nicht erfunden. Sie ist aber auf dem Punkt erfunden zu werden. Fragmente dieser Art sind literarische Sämereien. Es mag freilich manches taube Körnchen darunter sein: indessen, wenn nur einiges aufgeht!
Kategorie: Sonstiges
Die Träume haben sehr viel zur Kultur und Bildung der Menschheit beigetragen; daher mit Recht das ehemalige große Ansehn der Träume.
Kategorie: Sonstiges
Ich möchte fast sagen, das Chaos muß in jeder Dichtung durch den regelmäßigen Flor der Ordnung schimmern.
Kategorie: Sonstiges
Auf alles, was der Mensch vornimmt, muß er seine ungeteilte Aufmerksamkeit oder sein Ich richten.
Kategorie: Sonstiges
Jeder geliebte Gegenstand ist der Mittelpunkt eines Paradieses.
Kategorie: Sonstiges
Frauen: ein liebliches Geheimnis: nur verhüllt, nicht verschlossen.
Kategorie: Sonstiges
Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken.
Kategorie: Sonstiges
Jede Stufe der Bildung fängt mit Kindheit an. Daher ist der am meisten gebildete, irdische Mensch dem Kinde so ähnlich.
Kategorie: Sonstiges
Ein Charakter ist ein vollkommen gebildeter Willen.
Kategorie: Sonstiges
Aus Bequemlichkeit suchen wir nach Gesetzen.
Kategorie: Sonstiges
Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabs. Alles kann zum Zauberwerkzeug werden.
Kategorie: Sonstiges
Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist.
Kategorie: Sonstiges
Das Sterbliche dröhnt in seinen Grundvesten, aber das Unsterbliche fängt heller zu leuchten an und erkennt sich selbst.
Kategorie: Sonstiges
Ganz begreifen werden wir uns nie, aber wir werden und können uns weit mehr, als begreifen.
Kategorie: Sonstiges
Der Grund aller Verkehrtheit in Gesinnungen und Meinungen ist Verwechslung des Zwecks mit dem Mittel.
Kategorie: Sonstiges
Aus Kraftmangel scheint alle Unzufriedenheit und mancher andre Fehler zu entstehn.
Kategorie: Sonstiges
Neigungen zu haben und sie zu beherrschen, ist rühmlicher als Neigungen zu meiden.
Kategorie: Sonstiges
Der Mensch vermag in jedem Augenblick ein übersinnliches Wesen zu sein. Ohne dies wäre er nicht Weltbürger - er wäre ein Tier.
Kategorie: Sonstiges
Wir suchen überall das Unbedingte, und finden immer nur Dinge.
Kategorie: Sonstiges
Machen Sie mit!
Dank der Mithilfe unserer fleißigen Besucher wächst unsere Sammlung ständig weiter. Auch Sie können daran teilhaben, indem Sie neue Novalis Zitate jetzt eintragen.