Karl Marx Zitate

Wer war Karl Marx?

Karl Heinrich Marx wurde am 5. Mai 1818 als drittes Kind einer Trierer Anwaltsfamilie geboren und starb am 14. März 1883 in London, im Alter von 64 Jahren, am Schreibtisch sitzend, wie es sein Hausarzt überlieferte. Er hatte einen Doktortitel in Philosophie, keine Stelle, kein gesichertes Einkommen und zu Lebzeiten keinen Massenruhm. Was er hinterließ, war ein Werk, das die politische Geschichte des 20. Jahrhunderts mehr geprägt hat als das Werk irgendeines anderen Denkers, und das gleichzeitig zu den meistmissverstandenen Texten der Weltliteratur gehört. Das Kommunistische Manifest steht mit rund 500 Millionen Exemplaren auf Platz vier der meistverkauften Bücher aller Zeiten. Es ist zugleich eines der am häufigsten zitierten und am seltensten vollständig gelesenen Bücher der Geschichte.

Marx war Philosoph, Ökonom, Journalist, Revolutionär und Vater. Er trank gerne, rauchte übermäßig, hatte einen lebenslangen Schuldenstand und ein Chaos auf seinem Schreibtisch, das Besucher regelmäßig erschreckte. Er war ein komplizierter Mensch mit einer monumentalen intellektuellen Energie und einer Unfähigkeit zum geregelten Alltag, die seiner Familie erhebliche Not bereitete. Wer nur das System kennt und nicht den Menschen dahinter, versteht weder das eine noch den anderen vollständig.

Trier, ein liberaler Vater und ein Schwiegervater wie ein Roman

Marx wuchs in Trier auf, einer Stadt am Rande Preußens, nah an Frankreich und damit nah an dem intellektuellen Klima, das die Französische Revolution hinterlassen hatte. Sein Vater Heinrich war Rechtsanwalt und stammte aus einer langen Rabbiner-Tradition, hatte sich aber aus Karrieregründen taufen lassen, bevor Karl geboren wurde. Diese Konversion zur protestantischen Kirche, nicht aus Überzeugung, sondern aus gesellschaftlichem Kalkül, hat den späteren Religionskritiker Marx womöglich tiefer geprägt als jede Theologie. Er wuchs in einer Familie auf, in der die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft eine Frage der Nützlichkeit war, nicht der Überzeugung.

Prägender noch als der Vater war Ludwig von Westphalen, der höchste preußische Verwaltungsbeamte in Trier und Vater von Marx' späterer Frau Jenny. Von Westphalen gehörte zu jenen seltenen Aristokraten des 19. Jahrhunderts, die ihre intellektuelle Offenheit wirklich lebten: Er las dem jungen Karl Marx Homer, Shakespeare und die deutschen Romantiker vor, diskutierte mit ihm über Saint-Simonismus und behandelte den Sohn des Anwalts wie einen vollwertigen Gesprächspartner. Marx widmete diesem Mann seine Doktordissertation, mit einer Wärme, die in seinem sonstigen Werk keine Parallele hat. In Ludwig von Westphalen erlebte Marx früh, wie es aussieht, wenn jemand mit wirklicher Bildung wirklich neugierig ist, eine Erfahrung, die sein intellektuelles Ideal prägte.

Epikur, Hegel und eine Dissertation über Atomphysik

Marx studierte zunächst Jura in Bonn, was ihm wenig bedeutete, dann Jura und Philosophie in Berlin, was ihm alles bedeutete. In Berlin stieß er zum Kreis der Junghegelianer, jener Gruppe von Denkern, die Hegels Dialektik nicht zur Rechtfertigung des Bestehenden, sondern zu seiner Kritik verwendeten. Hier begann Marx zu verstehen, dass Philosophie keine akademische Übung ist, sondern ein Werkzeug zur Analyse der Wirklichkeit.

Seine Doktordissertation, 1841 in Jena eingereicht, verglich die Naturphilosophie Demokrits und Epikurs. Das klingt nach klassischer Philologie und ist in Wirklichkeit ein politisches Manifest in antikem Gewand: Marx interessierte an Epikur vor allem dessen Idee der Abweichung, die spontane Bewegung der Atome vom geraden Weg, die er als Metapher für menschliche Freiheit gegen mechanische Determination las. Wer versteht, warum Marx ausgerechnet über die Abweichung der Atome schrieb, versteht etwas Grundlegendes über sein gesamtes Denken: Er suchte von Anfang an nach dem Moment, in dem das Gegebene aufbricht und etwas Neues möglich wird. Die erhoffte Professur bekam er nicht. Die preußische Regierung hatte kein Interesse daran, radikalen Junghegelianern Lehrstühle zu verschaffen.

Jenny von Westphalen: Die Frau, ohne die nichts entstanden wäre

Jenny von Westphalen, die Tochter von Ludwig und vier Jahre älter als Marx, war in Trier eine der begehrtesten Partien ihrer Generation: adliger Hintergrund, außergewöhnliche Bildung, persönliche Anziehungskraft. Sie verlobte sich mit dem mittellosen Sohn des Anwalts, wartete sieben Jahre auf ihn während seines Studiums und folgte ihm dann in ein Exilleben, das sie durch Paris, Brüssel, Köln und London führte, durch chronische Armut, den Tod von vier ihrer sieben Kinder und jahrzehntelange Unsicherheit darüber, ob die Miete des nächsten Monats bezahlt werden konnte.

Jenny war keine stille Dulderin. Sie schrieb seine Manuskripte ins Reine, weil Marx' Handschrift für Setzer unleserlich war. Sie führte seine Korrespondenz, wenn er zu krank oder zu beschäftigt war. Sie übertrug Texte, kommentierte sie, diskutierte mit ihm. Zeit ihres Lebens unterstützte sie Marx bei seiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit. Was von Marx als Werk in die Welt ging, hatte oft Jennys Hände berührt, bevor es die Druckerpresse erreichte. Sie starb 1881, fast zwei Jahre vor Marx. Ihr Tod traf ihn so tief, dass er danach kaum noch arbeitete. Das Werk von Karl Marx ist ohne Jenny von Westphalen nicht denkbar, und es ist eines der größten Versäumnisse der Geistesgeschichte, dass ihr Name in den Einleitungen zu seinen Büchern nicht steht.

Dreimal ausgewiesen, einmal staatenlos: Das Leben im Exil

Marx lebte den größten Teil seines Erwachsenenlebens im Exil, nicht weil er es gewählt hatte, sondern weil Regierungen ihn aus ihren Territorien herauswarfen, sobald er anfing zu schreiben, was er dachte. Die Rheinische Zeitung, die er 1842 in Köln redigierte, wurde von der preußischen Regierung verboten. Aus Paris wurde er 1845 auf preußischen Druck ausgewiesen. Aus Belgien wurde er 1848 ausgewiesen. Aus Deutschland wurde er 1849 endgültig ausgewiesen. Auf Betreiben der preußischen Regierung wurde Marx aus Paris ausgewiesen. Seine preußische Staatsangehörigkeit gab er auf und blieb Zeit seines Lebens staatenlos.

London, wo er ab 1849 lebte und wo er starb, war keine romantische Wahl, sondern der letzte Ausweg. Es war der einzige Ort in Europa, an dem eine liberale Tradition den politischen Flüchtlingen genug Spielraum ließ. Marx lebte in London in chronischer Armut, die in einigen Phasen wirklich existenzbedrohend war. Möbel wurden verpfändet, Lebensmittelkredite beim Kaufmann erreichten die Grenze des Möglichen, Gläubiger standen vor der Tür. Dass er in dieser Lage sein Hauptwerk schrieb und gleichzeitig als Londoner Korrespondent der New York Tribune arbeitete, um die Familie zu ernähren, ist eine Leistung, die sein Bild als weltfremder Theoretiker widerlegt. Marx war ein Mann, der unter echtem materiellem Druck über die Bedingungen des materiellen Drucks schrieb. Das gibt seinen Analysen eine Glaubwürdigkeit, die einem Bibliotheksgelehrten ohne Geldsorgen fehlen würde.

Friedrich Engels: Die ungleichste und produktivste Freundschaft der Geistesgeschichte

Friedrich Engels war der Sohn eines wohlhabenden Wuppertaler Fabrikanten, der Teilhaber einer Baumwollspinnerei in Manchester war. Karl Marx war ein mittelloser Exilant ohne festes Einkommen. Diese Konstellation hätte keine Freundschaft ergeben müssen. Sie ergab eine der folgenreichsten intellektuellen Partnerschaften der Geistesgeschichte, und sie hielt vier Jahrzehnte, bis Marx' Tod.

Engels unterstützte Marx finanziell in einem Ausmaß, das man ruhig beim Namen nennen darf: Ab 1868 übernahm der Fabrikantensohn Engels die gesamte Finanzierung des Marxschen Haushalts und ermöglichte dem bis dato verschuldeten Marx die Konzentration auf sein Werk. Ohne Engels hätte Marx entweder nicht geschrieben oder verhungert, und beides hätte das 20. Jahrhundert anders aussehen lassen. Engels war dabei kein bloßer Mäzen. Er schrieb selbst, dachte selbst, kritisierte Marx, wo er anderer Meinung war, und edierte nach Marx' Tod aus einem Stapel unlesbarer Manuskripte die Bände zwei und drei des Kapitals, eine philologische und intellektuelle Leistung, die selten genug gewürdigt wird. Der Marxismus, wie er in die Welt trat, war immer auch der Engelsismus, auch wenn dieser Name nie in Mode kam.

Das Kapital: Ein Buch, das sein Autor nicht fertigstellte

Marx arbeitete über zwanzig Jahre an dem Werk, das als sein Hauptwerk gilt. Der erste Band des Kapitals erschien 1867. Marx war damals 49 Jahre alt. Die Bände zwei und drei erschienen erst nach seinem Tod, herausgegeben von Engels, der sich durch einen Nachlass von Manuskripten arbeitete, die Marx in einer Mischung aus genialer Einsicht und handwerklicher Unordnung hinterlassen hatte. Das bedeutendste ökonomische Werk des 19. Jahrhunderts war bei dem Tod seines Autors unfertig. Marx hatte immer mehr Material gesammelt, immer neue Quellen eingearbeitet, immer neue Argumente hinzugefügt, und dabei den Abschluss immer weiter hinausgeschoben. Krankheit spielte eine Rolle, Ablenkung durch politische Aktivitäten, aber auch eine Perfektion, die ihn hemmte.

Was der erste Band enthält, ist trotzdem ein Werk von enormer intellektueller Dichte. Marx analysiert dort, wie Kapital entsteht, wie Mehrwert produziert und angeeignet wird, wie die Produktionsverhältnisse die Menschen formen, die in ihnen arbeiten. Er stützt seine Argumentation auf eine Unzahl historischer Quellen, auf Parlamentsberichte über Arbeitsbedingungen in englischen Fabriken, auf Statistiken, auf Zeitzeugenberichte. Trotz aller Sorgen studierte Marx intensiv, meist im Lesesaal der British Library, Schriften bedeutender ökonomischer Theoretiker wie Adam Smith und David Ricardo, Werke über Geschichte und Politik sowie vielfältigste Neuerscheinungen in den in diesem Jahrhundert aufblühenden Bereichen von Naturwissenschaft und Technik. Das Kapital ist kein Pamphlet. Es ist ein wissenschaftliches Werk, das verstanden werden will.

Was Marx wirklich meinte: Entfremdung, Mehrwert, Klassenkampf

Wenige Denker wurden so systematisch auf Halbsätze reduziert wie Marx. Drei seiner zentralen Begriffe verdienen deshalb eine sorgfältige Einordnung. Entfremdung meint bei Marx nicht das diffuse Gefühl der Modernität, das Unbehagen des Stadtmenschen. Er meint damit etwas Konkretes: In einem System, in dem der Arbeiter nicht über die Bedingungen seiner Arbeit, das Produkt seiner Arbeit und die Art seiner Arbeit entscheiden kann, wird die Arbeit zu einer fremden Macht, die über den Arbeiter herrscht, statt ihm zu gehören. Der Mensch entfremdet sich von seiner eigenen Tätigkeit, von dem, was er produziert, von seinen Mitmenschen und von sich selbst.

Mehrwert ist der technische Begriff für das, was nach Marx der eigentliche Kern kapitalistischer Akkumulation ist: Die Arbeitskraft des Arbeiters erzeugt mehr Wert, als sie in Form von Lohn zurückerhält. Diese Differenz fließt dem Kapitaleigner zu. Das ist keine Moralklage, sondern eine ökonomische Analyse, die man teilen oder ablehnen kann, aber nicht einfach ignorieren, ohne die Konsequenzen zu benennen. Klassenkampf schließlich ist nicht Marxens Erfindung, sondern seine Beschreibung: Er stellte in der Vorrede zur Deutschen Ideologie ausdrücklich klar, dass nicht er den Klassenkampf erfunden habe, sondern dass er ihn in der Geschichte vorfinde. Die Frage, wem die Produktionsmittel gehören, entscheide über alles andere, über Recht, Politik, Kultur und Bewusstsein.

Vier Kinder sterben, einer hinterlässt kein Testament

Nur drei ihrer sieben zwischen 1844 und 1857 geborenen Kinder erlebten das Erwachsenenalter: Jenny (1844–1881), Laura (1845–1911) und Eleanor (1855–1898). Vier Kinder starben, bevor sie das zehnte Lebensjahr erreichten. Ob die chronische Armut der Londoner Jahre dabei eine Rolle spielte, ob die beengten Wohnverhältnisse, die schlechte Ernährung und die fehlende medizinische Versorgung zum Tod dieser Kinder beitrugen, ist schwer nachzuweisen und schwer zu ignorieren. Der Mann, der über die Auswirkungen von Armut auf das Leben der Arbeitenden schrieb, erlebte diese Auswirkungen selbst, an seinen eigenen Kindern.

Das Ende seines Lebens war still. Jenny starb 1881. Marx, von da an von wiederkehrender Bronchitis und Pleuritis geschwächt, arbeitete noch, schrieb noch Briefe, las noch. Als er am 14. März 1883 starb, waren nur wenige Menschen in seinem Zimmer. Er hatte kein Testament hinterlassen. Engels organisierte die Beerdigung auf dem Highgate Cemetery in London. Dreizehn Menschen waren anwesend. Das Grab auf dem Highgate Cemetery zieht heute Reisende aus aller Welt an. Dreizehn Trauernde und eine Nachwirkung, die Kontinente umspannte: Das ist eine der größten Diskrepanzen zwischen dem Ende eines Lebens und seiner historischen Wirkung, die die Geschichte kennt.

Warum Marx heute so dringlich und so missverstanden ist wie je

Es gibt eine bequeme Art, Marx zu lesen: als historisches Dokument eines Zeitalters, dessen Verhältnisse sich grundlegend verändert haben, als Vorlage für gescheiterte Experimente, als Name, der für Gulags und Mauern steht. Und es gibt eine unbequemere, ehrlichere Art: als Analytiker einer Dynamik, die sich verändert hat, aber nicht verschwunden ist. Die Frage, wem die Produktionsmittel gehören, wer von der Arbeit anderer profitiert und welche Macht dieses Verhältnis über das Leben der Menschen hat, ist im 21. Jahrhundert nicht weniger drängend als im 19.

Was dabei nicht vergessen werden darf: Marx hat mit dem, was in seinem Namen geschah, wenig zu tun. Er hat keinen Totalitarismus entworfen, kein Gulag-System, keine Staatsreligion aus seiner Philosophie. Was Lenins und Stalins Regimes aus dem Marxismus machten, ist eine Frage der Ideologiegeschichte, die von Marx selbst nicht zu beantworten ist, weil er 1883 starb, 34 Jahre bevor die Oktoberrevolution stattfand. Seine eigene Aussage, kein Marxist zu sein, ist kein Witz. Sie ist ein Zeichen, dass er die Vereinfachungen, die in seinem Namen vorgenommen wurden, bereits zu Lebzeiten erlebte und ablehnte.

Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der seine preußische Staatsbürgerschaft aufgab und staatenlos blieb, der in London in einer Wohnung lebte, in der Möbel für die Miete verpfändet wurden, der vier Kinder begrub und trotzdem weiterschrieb, und der mit dreizehn Trauernden beigesetzt wurde und dessen Werk heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört. Das ist das Fundament seiner Sätze: nicht akademische Distanz, sondern gelebte Wirklichkeit, die er mit einer Schärfe analysierte, die bis heute unbequem ist, weil sie das Falsche nicht beschönigt.

Zitate von Karl Marx

Aktuell haben wir 50 Einträge von Karl Marx in unserer Sammlung, die in folgenden Kategorien zu finden sind:

Der Tod ist kein Unglück für den, der stirbt, sondern für den, der überlebt.

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Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an sie zu verändern.

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Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

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Die Revolutionen sind die Lokomotiven der Geschichte.

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Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse.

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Die Waffe der Kritik kann allerdings die Kritik der Waffen nicht ersetzen, die materielle Gewalt muß gestürzt werden durch materielle Gewalt, allein auch die Theorie wird zur materiellen Gewalt, sobald sie die Massen ergreift.

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Alle Revolutionen haben bisher nur eines bewiesen, nämlich, daß sich vieles ändern läßt, bloß nicht die Menschen.

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Ein Gespenst geht um in Europa, das Gespenst des Kommunismus.

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Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.

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Nicht das Bewußtsein bestimmt das Leben, sondern das Leben bestimmt das Bewußtsein.

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Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.

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Es gibt keine politische Bewegung, die nicht gleichzeitig auch eine gesellschaftliche wäre.

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Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d.h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.

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Die Arbeit ist also eine Ware, die ihr Besitzer, der Lohnarbeiter, an das Kapital verkauft. Warum verkauft er sie? Um zu leben.

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Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.“

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Kein Mensch bekämpft die Freiheit; er bekämpft höchstens die Freiheit der anderen.

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Es genügt nicht, dass der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muss sich selbst zum Gedanken drängen.

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Das Reich der Freiheit beginnt da, wo Arbeit aufhört.

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Wie die Ökonomen die wissenschaftlichen Vertreter der Bourgeoisklasse sind, so sind die Sozialisten und Kommunisten die Theoretiker der Klasse des Proletariats.

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Der Zweck heiligt die Mittel. Aber ein Zweck, der unheiliger Mittel bedarf, ist kein heiliger Zweck.

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Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.

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Die Philosophie kann sich nicht verwirklichen ohne die Aufhebung des Proletariats, das Proletariat kann sich nicht aufheben ohne die Verwirklichung der Philosophie.

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Auf einer gewissen Stufe der Reife angelangt, wird die bestimmte historische Form abgestreift und macht einer höhern Platz.

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Je weniger du bist, je weniger du dein Leben äußerst, um so mehr hast du, um so größer ist dein entäußertes Leben.

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Man muß das Volk vor sich selbst erschrecken lehren, um ihm Courage zu machen.

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Ohne Klassenbewußtsein und ohne Organisiertheit der Massen, ohne ihre Schulung und Erziehung durch den offenen Klassenkampf gegen die gesamte Bourgeoisie kann von der sozialistischen Revolution keine Rede sein!

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Der Mensch ist denselben Gesetzen unterworfen wie die Natur. Macht und Freiheit sind identisch.

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Denn der Kapitalismus ist schon in der Grundlage aufgehoben durch die Voraussetzung, daß der Genuß als treibendes Motiv wirkt, nicht die Bereicherung selbst.

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Es gibt keine Landstraße für die Wissenschaft, und nur diejenigen haben Aussicht ihren hellen Gipfel zu erreichen, die die Ermüdung beim Erklettern ihrer steilen Pfade nicht scheuen.

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In der Politik darf man sich, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, mit dem Teufel selbst verbünden - nur muß man die Gewißheit haben, daß man den Teufel betrügt, und nicht umgekehrt.

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In Deutschland kann ich nichts mehr beginnen. Man verfälscht sich hier selbst.

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Die Menschen beziehen also ihre Arbeitsprodukte nicht aufeinander als Werte, weil diese Sachen ihnen als bloß sachliche Hüllen gleichartig menschlicher Arbeit gelten. Umgekehrt. Indem sie ihre verschiedenartigen Produkte einander im Austausch als Werte gleichsetzen, setzen sie ihre verschiednen Arbeiten einander als menschliche Arbeit gleich. Sie wissen das nicht, aber sie tun es.

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Die Arbeiter haben kein Vaterland. Man kann ihnen nicht nehmen, was sie nicht haben.

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Proletarier aller Länder, Vereinigt euch!

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Wenn in der ganzen Ideologie die Menschen und ihre Verhältnisse wie in einer Camera obscura auf den Kopf gestellt erscheinen, so geht dies Phänomen ebensosehr aus ihrem historischen Lebensprozeß hervor, wie die Umdrehung der Gegenstände auf der Netzhaut aus ihrem unmittelbar physischen.

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Unser Wahlspruch muss also sein: Reform des Bewusstseins nicht durch Dogmen, sondern durch Analysirung des mystischen sich selbst unklaren Bewusstseins, trete es nun religiös oder politisch auf. Es wird sich dann zeigen, dass die Welt längst den Traum von einer Sache besitzt, von dem sie nur das Bewusstsein besitzen muss, um sie wirklich zu besitzen.

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Der wirkliche Reichtum eines Menschen ist der Reichtum seiner wirklichen Beziehungen.

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Gewalt ist die Hebamme der Geschichte.

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Die Arbeit der Proletarier hat durch die Ausdehnung der Maschinerie und die Teilung der Arbeit allen selbständigen Charakter und damit allen Reiz für den Arbeiter verloren.

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So gut, wie jeder schreiben und lesen lernt, muss jeder schreiben und lesen dürfen.

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Das Volk, daß ein anderes unterjocht, schmiedet seine eigenen Ketten.

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Der Mensch ist im wörtlichsten Sinn ein zoon politikon nicht nur ein geselliges Tier, sondern ein Tier, das nur in der Gesellschaft sich vereinzeln kann.

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Die Freiheit besteht darin, den Staat aus einem der Gesellschaft übergeordneten in ein ihr durchaus untergeordnetes Organ zu verwandeln.

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Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.

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Arbeit ist das Feuer der Gestaltung.

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Jeder Schritt wirklicher Bewegung ist wichtiger als ein Dutzend Programme.

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Das Interesse denkt nicht, es rechnet. Die Motive sind seine Zahlen.

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Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn' schon einen, der nichts mehr hat.

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Die Gesellschaft findet nun einmal nicht ihr Gleichgewicht, bis sie sich um die Sonne der Arbeit dreht.

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Das Geld ist nicht eine Sache, sondern ein gesellschaftliches Verhältnis.

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