Immanuel Kant Zitate

Wer war Immanuel Kant?

Immanuel Kant wurde am 22. April 1724 in Königsberg in Preußen geboren und starb am 12. Februar 1804 ebendort. Er war 79 Jahre alt. Er verließ seine Heimatstadt in seinem ganzen Leben so gut wie nie, und trotzdem veränderte er die Art, wie die Welt dachte. Er gilt im Allgemeinen als der größte Philosoph der Neuzeit, als die zentrale Gestalt der modernen Philosophie. Das sind keine Marketingformulierungen. Es sind Urteile, über die sich Philosophen verschiedenster Schulen und Jahrhunderte einig sind, was für sich schon bemerkenswert ist, weil Philosophen sich über fast nichts einig sind.

Was Kant so schwer zugänglich und gleichzeitig so unverzichtbar macht, ist die Radikalität seiner Grundfrage. Er fragte nicht: Wie ist die Welt? Er fragte: Wie kann der Mensch überhaupt wissen, wie die Welt ist? Diese Verschiebung klingt akademisch und ist in Wirklichkeit eine der folgenreichsten Fragen, die je gestellt wurden. Ihre Antwort veränderte nicht nur die Philosophie. Sie veränderte die Art, wie Menschen über Wissenschaft, Moral, Recht und Würde nachdenken, bis heute, ob sie es wissen oder nicht.

Königsberg, Pietismus und eine Mutter, die mehr hinterließ als ein Erbe

Kant stammte aus einer einfachen Handwerkerfamilie. Sein Vater Johann Georg war Riemer, ein Handwerker, der Ledergeschirr und Sattlerarbeiten fertigte. Die Familie war nicht arm, aber weit entfernt von akademischer Welt oder gesellschaftlicher Stellung. Was sie hatte, war ein tief verwurzelter pietistischer Glaube, der den Haushalt prägte: Ernst, Pflichtbewusstsein, innere Wahrhaftigkeit, Misstrauen gegenüber äußerem Glanz. Kant stammte aus einer pietistischen Handwerkerfamilie.

Seine Mutter Anna Regina starb, als Kant dreizehn Jahre alt war. Was sie ihm hinterließ, war mehr als Trauer. Kant sprach über sie in seinen späteren Jahren mit einer Wärme, die in seinem sonstigen Werk keine Parallele hat. Sie habe ihn in die Natur geführt, ihm erklärt, was er sehe, und dabei eine Neugier geweckt, die kein Schulunterricht hätte erzeugen können. Sie habe ihm beigebracht, ehrlich zu sein, auch wenn es unbequem sei. Kant war kein sentimentaler Mann, und die Intensität, mit der er diese frühen Prägungen erwähnte, macht sie glaubwürdig. Die pietistische Erziehung, die er als Kind erhielt, ist der biografische Ursprung seiner späteren Betonung von Pflicht, Gewissen und moralischer Autonomie. Er überwand die religiöse Form dieser Erziehung, aber nicht ihren ethischen Kern.

Immanuel Kant ging bereits als Achtjähriger aufs Gymnasium. Acht Jahre später verließ er als Zweitbester seiner Klasse die Schule und begann bereits mit 16 Jahren sein Studium an der Königsberger Universität. Das pietistische Gymnasium Fridericianum, das er besuchte, legte wenig Wert auf Begeisterung, dafür umso mehr auf Zucht und Wiederholung. Kant hasste es. Zeitlebens sprach er mit Schaudern von dieser Schule, von ihrer Rigidität und ihrem Mangel an echter Neugier. Diese frühe Erfahrung von Bildung als Unterdrückung statt als Entfaltung ist der Hintergrund, vor dem sein späterer Aufruf zur Mündigkeit zu lesen ist. Er wusste, wovon er sprach.

Neun Jahre als Hauslehrer: Das lange Warten auf die eigene Professur

Als Kants Vater 1746 starb, brach dieser sein Studium ab und musste sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Was folgte, waren neun Jahre als Hauslehrer bei verschiedenen ostpreußischen Adelsfamilien, eine Tätigkeit, für die er weder besondere Eignung noch besondere Neigung mitbrachte. Er lehrte Kinder wohlhabender Familien Mathematik, Latein und Philosophie, lebte in deren Häusern, aß an deren Tischen und schrieb in den Stunden, die ihm blieben, seine ersten naturphilosophischen Texte.

Diese Phase ist in Kant-Biographien oft eine Fußnote, dabei sagt sie viel über seinen Charakter. Er hätte diese Jahre als Wartezeit abhaken können, als notgedrungene Pause vor dem eigentlichen Leben. Stattdessen nutzte er sie produktiv. 1755 kehrte er nach Königsberg zurück, promovierte und habilitierte sich noch im selben Jahr und begann als Privatdozent zu unterrichten. Was als Privatdozent bedeutete: Er erhielt kein festes Gehalt, sondern wurde von den Studenten direkt bezahlt, die seine Vorlesungen besuchten. Fünfzehn Jahre lang lehrte er unter diesen precären Bedingungen, bevor er 1770, im Alter von 46 Jahren, endlich eine ordentliche Professur erhielt. Er hatte sie sich nicht erkämpft durch Kampagnen oder Netzwerke. Er hatte sie sich erschrieben.

Dabei lehnte er Angebote anderer Universitäten ab. Zwei Rufe, die er in diesem Zeitraum erhält, der erste (1776) an die eben gegründete Academia Petrina in Mitau, der zweite (1778) an die Universität Halle auf den Lehrstuhl Wolffs, den angesehensten philosophischen Lehrstuhl Preußens, lehnt Kant fast schon wie ärgerliche Störungen ab. Er wollte in Königsberg bleiben. Das war keine Bequemlichkeit und keine Enge. Es war eine Entscheidung: Hier kenne ich alles, hier ist mein Denken zu Hause, und ich brauche keine neuen Eindrücke von außen, weil ich in meinem Kopf genug Welt habe.

Elf Jahre Schweigen: Wie ein Buch entstand, das die Philosophie teilte

1770, als Kant endlich seine Professur erhielt, hielt er eine Antrittsvorlesung, die zeigte, wohin sein Denken drängte. Dann schwieg er. Nicht vollständig, aber gemessen an seiner früheren Produktivität fast. Elf Jahre lang veröffentlichte er keine bedeutende philosophische Schrift. Kollegen fragten, was mit ihm sei. Freunde fragten, ob er noch schreibe. Er schrieb. Er arbeitete an einem Text, der alles, was er je gedacht hatte, in eine neue Form bringen sollte, einem Text, der zeigen würde, wo die Grenzen des menschlichen Erkennens liegen und warum es diese Grenzen geben muss.

Erst nach elf Jahren intensiver Arbeit wird diese dann 1781 in der Kritik der reinen Vernunft veröffentlicht. Das Buch war schwer. Es war absichtlich schwer, weil die Gedanken darin komplex waren und Kant sich weigerte, sie zu vereinfachen. Die erste Rezension, die in einer bedeutenden Zeitschrift erschien, missverstand das Buch grundlegend und warf Kant vor, bloßen Idealismus zu betreiben. Kant war so verärgert, dass er 1783 die Prolegomena schrieb, eine Art Einführung zu seinem eigenen Buch, in der er erklärte, was er eigentlich gemeint hatte. Es ist das seltene Phänomen, dass ein Denker eine Anleitung zum Verstehen seines Werkes schreiben musste, weil die Leser es nicht begriffen. Dass dieses Werk heute als „Wendepunkt der Philosophiegeschichte" gilt, hätte ihn gefreut, wenn auch nicht überrascht.

Die kopernikanische Wende: Was Kant wirklich entdeckte

Den wichtigsten Gedanken der Kritik der reinen Vernunft nannte Kant selbst eine kopernikanische Wende in der Philosophie. Nikolaus Kopernikus hatte gezeigt, dass sich nicht die Sonne um die Erde dreht, sondern die Erde um die Sonne. Kant vollzog eine analoge Umkehrung für die Erkenntnistheorie: Nicht unser Wissen richtet sich nach den Dingen. Die Dinge richten sich nach unserem Wissen, genauer gesagt, nach den Bedingungen, unter denen wir überhaupt etwas erkennen können.

Was bedeutet das? Kant stellte fest, dass Raum und Zeit keine Eigenschaften der Außenwelt sind, die wir passiv wahrnehmen. Sie sind Formen unserer Anschauung, Strukturen, die unser Bewusstsein an jede Erfahrung anlegt, bevor wir überhaupt etwas wahrnehmen. Wir sehen die Welt nicht, wie sie an sich ist. Wir sehen sie immer schon durch die Brille unserer kognitiven Strukturen. Das „Ding an sich", wie Kant es nennt, bleibt grundsätzlich unerkennbar. Was wir erkennen, ist immer schon die Welt, wie sie uns erscheint, nie die Welt, wie sie ist.

Dieser Gedanke hat weitreichende Konsequenzen. Er macht bestimmte metaphysische Fragen, etwa ob Gott existiert oder ob die Seele unsterblich ist, zu Fragen, die mit Vernunft allein nicht beantwortbar sind, weil sie über das hinausgehen, was wir erfahren können. Das war kein Atheismus. Es war eine präzise Grenzziehung: Hier endet das Wissen, hier beginnt der Glaube. Daniel Kehlmann, der selbst Philosophie studierte, nannte das „eine der größten geistigen Revolutionen, die es je gegeben hat in der Geschichte unserer Gattung".

Der kategorische Imperativ: Mehr als eine Formel

Wenn Kant heute in der Alltagssprache präsent ist, dann meist durch eine einzige Formel, den kategorischen Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde." Diese Formel klingt abstrakt und ist in ihrer Konsequenz radikal. Sie sagt: Bevor du handelst, frage dich, ob du wollen könntest, dass alle Menschen in vergleichbaren Situationen genauso handeln. Wenn die Antwort nein ist, dann ist die Handlung moralisch falsch, unabhängig von den Folgen, unabhängig davon, ob sie dir nützt, und unabhängig davon, was andere tun.

Was Kant damit von anderen Moralphilosophien unterscheidet, ist die Frage nach dem Fundament. Die Moralphilosophie vor Kant leitete Gut und Böse meist aus Folgen ab, aus Nutzen oder aus göttlichem Gebot. Kant sagte: Das reicht nicht. Moralisch gut ist eine Handlung nur, wenn sie aus dem Pflichtgefühl heraus vollzogen wird, das die Vernunft selbst erzeugt, nicht weil man belohnt werden will, nicht weil man bestraft werden fürchtet, nicht weil es einem angenehm ist. Diese Unbedingtheit der Moral ist Kants eigentlicher Beitrag zur Ethik, und er ist bis heute der unbequemste Teil seiner Philosophie, weil er keine Ausreden zulässt.

Der kategorische Imperativ hat in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine neue, massive Wirkung entfaltet: Er ist das philosophische Fundament der Menschenrechtsdoktrin. Die Idee, dass jeder Mensch als Zweck an sich selbst zu behandeln ist, niemals nur als Mittel, ist Kants zweite Formulierung des kategorischen Imperativs. Ohne diesen Gedanken ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 nicht vollständig denkbar.

Der Spaziergang, der Königsberg zur Uhr machte

Das Bild, das von Kant im kollektiven Gedächtnis am lebendigsten geblieben ist, ist das des täglichen Spaziergangs. Morgens um 4:45 Uhr ließ er sich von seinem Hausdiener mit den Worten „Es ist Zeit!" wecken und ging um 22 Uhr zu Bett. Außerdem machte er täglich zur gleichen Zeit einen Spaziergang. Die Königsberger Bürger sollen ihre Uhren nach ihm gestellt haben. Heinrich Heine, der Kant bewunderte und gleichzeitig karikierte, schrieb, das Seltsamste an diesem Spaziergang sei, dass er immer allein gewacht worden sei.

Was steckt hinter dieser Routine? Kant selbst erklärte es nüchtern: Er habe festgestellt, dass sein Körper am besten funktioniere und sein Denken am klarsten sei, wenn der äußere Ablauf des Tages immer gleich sei. Die Energie, die andere für Entscheidungen über Tagesablauf und Lebensorganisation aufwenden, wollte er für das Denken reservieren. Das ist keine Pedanterie. Es ist eine Methode. Kant hatte verstanden, dass Denken auf Energie angewiesen ist, und er wollte keine davon verschwenden. Einmal unterbrach er seinen Spaziergang, als er Rousseaus „Émile" las. Er war so aufgewühlt, dass er nicht aufhören konnte zu lesen. Kant, der die geistige Welt über die körperliche stellte, wurde von einem Buch aus seiner eisernen Routine gerissen. Das sagt mehr über Rousseau als viele Rezensionen.

Zensurkonflikt mit dem König: Schweigen als Protest

1793 veröffentlichte Kant seine Schrift „Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft", in der er den Vernunftgehalt der Religion untersuchte und dabei die Kirche als moralische Instanz in Frage stellte. Die preußische Zensurbehörde reagierte sofort. König Friedrich Wilhelm II. ließ Kant durch seinen Minister mitteilen, er habe durch seine Schriften die Pflicht des Königs gegen die Bibel und das Christentum verletzt, und forderte ihn auf, darüber in Zukunft zu schweigen.

Kant antwortete mit einer Erklärung, die zu den diplomatischsten und gleichzeitig unerschrockensten Texten seiner Feder gehört. Er erklärte, er habe als Lehrer der Jugend die Pflicht, öffentlich auszusprechen, was er für wahr halte. Da ihm dies nun untersagt sei, werde er als treuer Untertan des Königs schweigen. Als der König 1797 starb, ergänzte Kant: Er hatte versprochen, als treuer Untertan dieses Königs zu schweigen. Dieses Versprechen sei mit dem Tod des Königs erloschen. Er veröffentlichte danach weiter. Dieser Wortwechsel über das Schweigen ist so präzise formuliert wie jede seiner philosophischen Schriften, und er ist ein Zeugnis dafür, dass derselbe Mann, der über den Mut zur Mündigkeit schrieb, diesen Mut auch selbst besaß.

Ein unbequemes Kapitel: Kants rassistische Schriften

Ein vollständiges Bild von Immanuel Kant muss ein Kapitel enthalten, das in vielen populären Darstellungen fehlt oder in eine Fußnote verbannt wird. Kant schrieb in Texten zur Anthropologie und Geographie explizit rassistische Einschätzungen über nicht-europäische Völker, die mit seiner eigenen Moralphilosophie unvereinbar sind. Er äußerte sich über die angebliche moralische Minderwertigkeit bestimmter Menschengruppen in einer Weise, die heute als Rassismus einzuordnen ist und die sein damaliges Wissensnetz nicht vollständig entschuldigt. Kant habe sich rassistisch geäußert, habe damit aber auch im Kontext seiner Zeit gestanden, sagte Projektleiterin Andrea Esser im Deutschlandfunk.

Diese Widersprüche gehören zu einem ehrlichen Kant-Bild dazu. Der Philosoph, der jeden Menschen als Zweck an sich selbst formulierte und damit das philosophische Fundament der Menschenrechte legte, schrieb gleichzeitig Texte, die bestimmten Menschen diese Würde implizit absprachen. Der Widerspruch ist real, er ist dokumentiert, und er ist kein Grund, Kants Moralphilosophie zu verwerfen. Er ist ein Grund, sie ernstzunehmen: nämlich auch auf den anzuwenden, der sie formulierte. Die Frage, wie wir mit dem Erbe eines Denkers umgehen, dessen Grundgedanken ihn selbst verurteilten, ist selbst eine kantische Frage.

Warum Kant heute so unausweichlich ist wie je

Es gibt Philosophen, die man studiert und dann hinter sich lässt. Kant gehört nicht dazu. Seine vier Grundfragen, was kann ich wissen, was soll ich tun, was darf ich hoffen und was ist der Mensch, sind nach über zweihundert Jahren nicht beantwortet, und sie werden es nie sein, weil sie keine Wissensfragen sind, sondern Haltungsfragen. Sie zwingen jeden, der sie ernst nimmt, zur Selbstauskunft.

Kants moralphilosophische Überlegungen, wie dauerhaft Frieden zwischen den Völkern hergestellt werden kann, beeinflussten 150 Jahre später auch die Charta der Vereinten Nationen. Seine Idee eines ewigen Friedens, niedergelegt in der Schrift „Zum ewigen Frieden" von 1795, beschreibt eine Weltordnung, in der freie republikanische Staaten durch Recht statt durch Krieg ihre Konflikte regeln, eine Idee, auf der die Vereinten Nationen und die Europäische Union gedanklich aufgebaut sind. Dass diese Institutionen hinter dem Ideal zurückbleiben, macht das Ideal nicht falsch. Es macht es dringlicher.

Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der Königsberg in seinem ganzen Leben nie wirklich verließ und dem das keine Enge war, weil seine Gedanken die ganze Welt umfassten. Einem Handwerkersohn, der fünfzehn Jahre als unbezahlter Privatdozent lehrte, bevor er seine Professur bekam, und der diese Zeit nutzte, um das größte philosophische Werk der Neuzeit vorzubereiten. Und einem Denker, der den Mut zur Mündigkeit nicht nur predigte, sondern dem König gegenüber selbst bewies. Dieses Fundament macht seine Sätze zu mehr als klugen Formulierungen. Es macht sie zu Zeugnissen eines Lebens, das das dachte, was es lebte.

Zitate von Immanuel Kant

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Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben am meisten Wert hat.

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Ohne Achtung gibt es keine wahre Liebe.

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Freiheit ist die Eigenschaft der Wesen, bei denen das Bewußtsein einer Regel der Grund der Handlungen ist.

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Der Wille der Kinder muss nicht gebrochen, sondern nur in der Art gelenkt werden, dass er den natürlichen Hindernissen nachgebe.

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Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.

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Der Himmel hat den Menschen als Gegengewicht zu den vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

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Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt, und einem solchen Gebrechen ist gar nicht abzuhelfen.

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Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.

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Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.

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Der Ziellose erleidet sein Schicksal - der Zielbewusste gestaltet es.

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Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

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Wer sich aber zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, dass er mit Füßen getreten wird.

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Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung. Wir verstehen sie aber, wenn wir sie unter Titel des Verstandes uns vorstellen.

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Das schlechthin Unbedingte wird in der Erfahrung gar nicht angetroffen.

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Ein ernstlich Verliebter ist in Gegenwart seiner Geliebten verlegen,
ungeschickt und wenig einnehmend.

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Die wahre Weisheit ist die Begleiterin der Einfalt.

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Der größte Sinnengenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.

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Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

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Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

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Phantasie ist düster oder frei, und unser guter Genius oder Dämon, welcher die Herrschaft unserer Willkür verachtet und sich, ob sie gleich diszipliniert sein möchte, doch oft in Freiheit setzt und mit dem Menschen davon rennt.

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Gewissenlosigkeit ist nicht Mangel des Gewissens, sondern Hang, sich an dessen Urteil nicht zu kehren.

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Das Recht muss nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Rechte angepasst werden.

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Die leichte Taube, indem sie im freien Fluge die Luft teilt, deren Widerstand sie fühlt, könnte die Vorstellung fassen, dass es ihr im luftleeren Raum noch viel besser gelingen werde.

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Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.

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Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es andern so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmüdig zu sein.

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Es ist nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.

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Die Harmonie, die sich unter den Wahrheiten befindet, ist wie die Übereinstimmung in einem Gemälde.

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Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so, daß sie in die gegenwärtige Welt, sei sie auch verderbt, passen. Sie sollten sie aber besser erziehen, damit ein zukünftiger besserer Zustand dadurch hervorgebracht werde.

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Das Kind soll spielen, es soll Erholungsstunden haben, aber es muss auch arbeiten lernen.

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Einen Einzigen, unbedingt ersten, allgemeinen Grundsatze für alle Wahrheiten gibt es nicht.

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Die Lüge ist der eigentliche faule Fleck in der menschlichen Natur.

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Es ist nichts beständig als die Unbeständigkeit.

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Es ist aber der Zweck der Logik, nicht zu verwickeln, sondern aufzulösen, nicht verdeckt, sondern augenscheinlich etwas vorzutragen.

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Aller Irrtum besteht darin, daß wir unsere Art, Begriffe zu bestimmen oder abzuleiten oder einzuteilen, für Bedingungen der Sachen an sich selbst halten.

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Zur inneren Freiheit werden zwei Stücke gefordert: seiner selbst in einem gegebenen Fall Meister und über sich selbst Herr zu sein, das heißt seine Affekte zu zähmen und seine Leidenschaften zu beherrschen.

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Irrtümer entspringen nicht allein daher, weil man gewisse Dinge nicht weiß, sondern weil man sich zu urteilen unternimmt, ob man gleich noch nicht alles weiß, was dazu erfordert wird.

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Alles, was in sich selbst widersprechen ist, ist innerlich unmöglich.

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Die Menschheit selbst ist eine Würde; denn der Mensch kann von keinem Menschen bloß als Mittel, sondern muß jederzeit zugleich als Zweck gebraucht werden.

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Ich musste das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen.

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Also demütigt das moralische Gesetz unvermeidlich jeden Menschen, indem dieser mit demselben den sinnlichen Hang seiner Natur vergleicht.

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Die Ehe ist ein Rechtsbündnis zum wechselseitigen Gebrauch der Geschlechtsorgane.

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Das Erhabene rührt, das Schöne reizt.

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Es ist bisweilen nötig, den Denker, der auf unrechtem Wege ist, durch die Folgen zu erschrecken, damit er aufmerksamer auf die Grundsätze werde, durch welche er sich gleichsam träumend hat fortführen lassen.

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Die Ehre des Mannes besteht darin, was die Leute denken, des Frauenzimmers aber, was sie sprechen.

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Niemals empört etwas mehr als Ungerechtigkeit. Alle anderen Übel, die wir ausstehen, sind nichts dagegen.

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Alles, was die Natur selbst anordnet, ist zu irgendeiner Absicht gut. Die ganze Natur überhaupt ist eigentlich nichts anderes, als ein Zusammenhang von Erscheinungen nach Regeln; und es gibt überall keine Regellosigkeit.

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Die Philosophie wimmelt von fehlerhaften Definitionen, vornehmlich solche, die zwar wirkliche Elemente zur Definition, aber noch nicht vollständig enthalten.

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Verstand ist die Erkenntnis des Allgemeinen. Urteilskraft ist die Anwendung des Allgemeinen auf das Besondere. Vernunft ist das Vermögen, die Verknüpfung des Allgemeinen mit dem Besonderen einzusehen.

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Vernünftige Bewohner anderer Planeten anzunehmen, ist eine Sache der Meinung; denn, wenn wir diesen näher kommen könnten, welches an sich möglich ist, würden wir, ob sie sind, oder nicht sind, durch Erfahrung ausmachen; aber wir werden ihnen niemals so nahe kommen, und so bleibt es beim Meinen.

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Die Schöpfung ist niemals vollendet. Sie hat zwar einmal angefangen, aber sie wird niemals aufhören.

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