Fjodor Dostojewski

Wer war Fjodor Dostojewski?

Fjodor Michailowitsch Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in Sankt Petersburg. Er war neunundfünfzig Jahre alt. Er schrieb neun Romane, zahlreiche Novellen und ein umfangreiches Werk nichtfiktionaler Texte, und er gehört zu jenen Schriftstellern, über die man sagen kann, ohne zu übertreiben, dass sie die Art verändert haben, wie die Menschheit über sich selbst denkt. Nietzsche, Freud, Kafka, Camus, Sartre: Sie alle haben Dostojewski gelesen und ihn als den Denker benannt, der ihnen am meisten gegeben hat. Freud nannte ihn 1928 einen der größten Psychologen aller Zeiten, und er meinte damit nicht, dass Dostojewski Psychologie schrieb, sondern dass er Innenleben beschrieb, das die Psychoanalyse erst Jahrzehnte später mit klinischen Begriffen zu fassen begann. Das ist das merkwürdigste Lob, das ein Dichter bekommen kann: dass die Wissenschaft ihm nachläuft, anstatt ihm vorauszugehen.

Was hinter diesem Werk steht, ist ein Leben von einer Verdichtung an Extremerfahrungen, die in der Literaturgeschichte kaum ihresgleichen hat. Dostojewski hat in sechzig Lebensjahren eine Scheinhinrichtung erlebt, vier Jahre sibirische Zwangsarbeit, Epilepsie seit der Kindheit, eine Spielsucht, die ihn den Ehering, die Kleider seiner Frau und die Vorschüsse seiner Verleger kosten sollte, die Flucht vor Gläubigern durch ganz Westeuropa, und den Tod eines Kindes in der Fremde. Er schrieb trotzdem. Oder richtiger: Er schrieb deshalb, weil das Schreiben das einzige Mittel war, das er kannte, um dem, was ihm geschah, einen Sinn abzuringen.

Ein sadistischer Vater und ein Armenhospital: Die Kindheit als Werkzeugkasten

Dostojewski wuchs in einem Armenhospital auf, nicht weil die Familie arm war, sondern weil der Vater dort als Arzt arbeitete und die Familie in der zugehörigen Dienstwohnung lebte. Das bedeutete: Die Nachbarschaft war Elend, Krankheit, Entrechtung, und das von Kindesbeinen an. Die Charaktere, die er später mit ausgeprägtem Scharfblick beschreiben wird, wuchsen ihm gewissermaßen vor den Fenstern auf. Seine Mutter wird als gutmütig, liebevoll und tief gläubig beschrieben, eine Frau, die Musik und Poesie liebte und die dem Jungen das Urvertrauen gab, das er sein Leben lang brauchen würde. Sie starb, als Dostojewski fünfzehn Jahre alt war, an Schwindsucht. Geäußert hat er sich zu diesem Tod kaum je, was bei einem so beredten Schriftsteller ein besonders bereites Schweigen ist.

Der Vater war das Gegenteil der Mutter: cholerisch, unberechenbar, tyrannisch gegenüber der Familie und, nach dem Tod der Frau, dem Alkohol verfallen. Er zog mit den Söhnen auf sein kleines Landgut, wo er die Leibeigenen in einer Brutalität behandelte, die schließlich zu seinem Tod führte: 1839 wurde er, nach allem, was die Forschung erschlossen hat, von Leibeigenen ermordet, die er misshandelt hatte. Dostojewski war achtzehn Jahre alt. Sigmund Freud spekulierte Jahrzehnte später, ob das Schuldgefühl über den Tod des Vaters, den der Sohn nicht geliebt hatte, Dostojewskis erste epileptische Krise ausgelöst habe. Die Dostojewski-Forschung hat das nie bestätigt. Was sich nicht bestreiten lässt, ist, dass der Vater als Figur Dostojewskis gesamtes Werk durchzieht: tyrannisch und beklagenswert, schuldig und bemitleidenswert. Der Mann, der die tiefsten Bilder väterlicher Schuld und Sühne in der Weltliteratur schuf, hatte in seiner eigenen Kindheit das vollständigste Modell dafür vor Augen.

Zwanzig Minuten als Toter: Die Scheinhinrichtung, die ihn neu erschuf

Im April 1849 wurde Dostojewski verhaftet, weil er dem Petraschewski-Kreis angehörte, einer Gruppe von Intellektuellen, die sozialistische Ideen diskutierten und politische Texte lasen, die der Zar für verboten hielt. Er wurde zum Tod durch Erschießen verurteilt. Am 22. Dezember 1849 wurden er und andere Verurteilte auf den Semjonowski-Platz in Sankt Petersburg geführt, in weiße Leichenkittel gekleidet und an Pfählen festgebunden. Die ersten drei wurden bereits angebunden, als ein Bote mit dem Begnadigungsukas des Zaren eintraf. Die Hinrichtung war von Anfang an als Scheinhinrichtung geplant gewesen, als psychologische Bestrafung, die den Verurteilten den Tod so nah bringen sollte, dass die Gnade danach doppelt wirkte. Der Bote mit dem Erlass hatte in der Nähe gewartet.

Was in diesen zwanzig Minuten in Dostojewski vorging, beschrieb er später in Briefen und in seinen Romanen immer wieder, am präzisesten im Idiot, wo Fürst Myschkin den Zustand eines zum Tod Verurteilten in den letzten Momenten vor der Hinrichtung beschreibt: die absolute Konzentration auf jede Einzelheit, die verblüffende Stille des Geistes, das Verschwinden der Zeit. Dostojewski hatte das nicht erfunden. Er hatte es erlebt. Die Strafe wurde in vier Jahre Zwangsarbeit in Sibirien umgewandelt. Was die Scheinhinrichtung mit ihm machte, war keine Bekehrung im religiösen Sinn: Es war die dauerhaft veränderte Erfahrung, dass jeder Augenblick der letzte sein kann, und dass das kein philosophischer Gedanke ist, sondern eine körperliche Wahrheit, die sich einschreibt und nicht mehr geht. Alle seine großen Figuren tragen diese Erfahrung in sich.

Vier Jahre Sibirien: Das Material für alles, was folgte

Dostojewski verbrachte vier Jahre im Militärgefängnis von Omsk, zusammen mit gewöhnlichen Schwerverbrechern, Mördern und Dieben, als einziger Adliger unter Bauern, die ihn zunächst mit einer Feindseligkeit behandelten, die er in Briefen als die schwerste Erfahrung der Haft beschrieb, schwerer als die Arbeit selbst. Er durfte in dieser Zeit keine literarischen Texte schreiben. Er schrieb trotzdem, im Kopf, und er nutzte die vier Jahre, um das Material für Charakterstudien zu sammeln, die er nie hätte erwerben können, wenn er in Sankt Petersburg geblieben wäre. Er schrieb nach der Entlassung an seinen Bruder Michail, dass er die vier Jahre nicht verschwendet habe.

Was aus dieser Zeit hervorging, war zunächst die Aufzeichnungen aus einem Totenhaus, ein halbautobiografisches Werk, das vom Leben der Häftlinge in einem sibirischen Strafgefängnis erzählt und das erste Buch der russischen Literatur war, das die Würde von Menschen beschrieb, die das System für würdelos erklärte. Tolstoi, der das Buch las, nannte es das Stärkste, was die russische Literatur hervorgebracht hatte. Was es außerdem aus der sibirischen Erfahrung hervorbrachte, war etwas, das schwerer zu benennen ist: die vollständige Abkehr vom politischen Sozialismus und die Hinwendung zu einem Christentum, das nicht Kirche meinte, sondern die Überzeugung, dass der einzelne Mensch, und nur der einzelne Mensch, zur sittlichen Erneuerung fähig ist. Vier Jahre unter Mördern und Dieben lehrten den Sozialisten Dostojewski, dass keine politische Theorie den Menschen verändert, sondern dass der Mensch sich selbst verändern muss. Das ist der Kern aller seiner großen Romane, und er stammt aus Omsk.

Die Spielsucht: Ehering, Annas Kleider, der Vorschuss, alles

Dostojewski begann in den 1860er Jahren, in den deutschen Kurstädten Roulette zu spielen, zunächst mit dem Vorsatz, durch Gewinne seine massiven Schulden zu tilgen, dann ohne jeden Vorsatz außer dem Spiel selbst. Was folgte, ist in Annas Tagebüchern dokumentiert, und diese Dokumentation ist eines der erschütterndsten Zeugnisse über Spielsucht, die die Literatur kennt: In Baden-Baden verspielte er das Bargeld, dann die Schmuckstücke seiner Frau, dann ihre Kleider. Er verpfändete seinen Ehering, verspielte auch das Geld, das er für das Einlösen des Rings bekommen hatte, schrieb dann Anna entschuldigen Briefe, in denen er sich als Verbrecher bezeichnete, und spielte am nächsten Tag weiter. Anna schrieb in ihr Tagebuch: Man musste sich damit abfinden, die Spielsucht als eine Krankheit anzusehen, gegen die es kein Mittel gibt. Die einzige Methode des Kampfes ist Flucht.

Das Buch, in dem er diese Erfahrung verarbeitete, ist Der Spieler, 1866 in sechsundzwanzig Tagen einer Stenografin diktiert, weil der Verleger einen Roman forderte, dessen Vorschuss Dostojewski bereits verspielt hatte. Der Spieler ist das ehrlichste Selbstporträt, das ein Schriftsteller je in einem Roman versteckt hat: nicht weil es autobiografisch ist, was es ist, sondern weil Dostojewski beschreibt, wie die Spielsucht genau in dem Moment zugreift, in dem die Liebe greifbar wird, und wie der Spieler das weiß und trotzdem nicht aufhören kann. Ein Schriftsteller, der einen Roman über seine eigene Spielsucht diktiert, während er den Vorschuss für diesen Roman gerade verspielt hat, und der diese Geschichte seiner Stenografin erzählt, die er wenige Monate später heiraten wird: Das ist das vollständigste Bild von Dostojewskis Verhältnis zum eigenen Abgrund. Er kannte ihn genau. Er schrieb über ihn. Er stieg trotzdem hinein.

Anna Snitkina: Die Stenografin, die sein Werk rettete und sein Leben ordnete

Anna Grigorjewna Snitkina war zwanzig Jahre alt, als ihr Stenografielehrer sie an den verschuldeten, spielsüchtigen, epilepsiekranken Dostojewski vermittelte, weil dieser dringend eine tüchtige Stenografin brauchte. Sie begann am 4. Oktober 1866 ihre Zusammenarbeit. Was sie vorfand, war eine Situation der äußersten Dringlichkeit: Dostojewski hatte beim Verleger Stellowski sein gesamtes literarisches Werk verpfändet und sich verpflichtet, bis zum 1. November einen neuen Roman zu liefern. Stellowski, der an einem Scheitern interessiert war, versuchte die Abgabe zu sabotieren, indem er die Stadt verließ. Anna ließ das Manuskript beim Notar hinterlegen. Das Fristende wurde damit eingehalten.

Wenige Monate nach dieser ersten gemeinsamen Arbeit heirateten sie. Anna war sechzehn Jahre jünger als Dostojewski. Was die Ehe von Beginn an kennzeichnete, war eine Asymmetrie, die Anna selbst offen beschrieb: Er war das Zentrum, sie war die Verwalterin dieses Zentrums. Sie übernahm die Finanzen, weil er das Geld sofort verspielte. Sie organisierte die Flucht vor den Gläubigern. Sie trug, verspielte, und trug wieder. In Baden-Baden übernahm sie die Geldverwaltung und gab ihm täglich eine Summe, wissend, dass er sie zum Roulette trug. Was sie trotzdem hielt, beschrieb sie selbst: Er war nicht nur ein Mann, dem sie half. Er war der Schriftsteller, dessen Werk sie für das Bedeutendste hielt, was die russische Literatur je hervorgebracht hatte. Die Frau, die seinen Ehering einlöste, nachdem er ihn verspielt hatte, und die danach das Manuskript der Brüder Karamasow ins Reine schrieb: Das ist das vollständigste Bild der unsichtbaren Mitarbeit, ohne die das gesamte Spätwerk des Dostojewski nicht entstanden wäre.

Schuld und Sühne, Der Idiot, Die Brüder Karamasow: Drei Romane aus einer einzigen Überzeugung

Schuld und Sühne, 1866 geschrieben, während gleichzeitig Der Spieler diktiert wurde, stellt die Frage, ob ein überlegener Mensch das Recht hat, einen anderen Menschen zu töten, wenn er damit der Welt nutzt. Die Antwort, die der Roman gibt, ist keine philosophische: Es ist die Beschreibung dessen, was ein Mord mit dem Menschen macht, der ihn begeht, unabhängig von jeder Rechtfertigung. Der Idiot, 1868, stellt die entgegengesetzte Frage: Was geschieht mit einem vollkommen guten Menschen in einer unvollkommenen Welt? Die Antwort ist ebenso nüchtern: Er geht zugrunde, und sein Scheitern ist das deutlichste Zeugnis für den Zustand der Welt. Die Brüder Karamasow schließlich, Dostojewskis letzter und größter Roman, stellt alle Fragen gleichzeitig, durch drei Brüder, die drei mögliche Haltungen zur Welt verkörpern: sinnlicher Nihilismus, intellektueller Atheismus, gelebter Glaube.

Was alle drei Romane verbindet, ist eine Grundüberzeugung, die Dostojewski aus Sibirien mitgebracht hatte: dass die entscheidenden Fragen des menschlichen Lebens nicht politisch lösbar sind, nicht gesellschaftlich, nicht philosophisch, sondern nur durch die individuelle moralische Entscheidung jedes einzelnen Menschen, jeden Tag neu. Das macht seine Bücher zeitlos in einem Sinn, den der Begriff sonst selten hat: Sie sind nicht zeitlos, weil sie allgemeine Weisheiten verbreiten, sondern weil sie Fragen stellen, die keine Zeit beantwortet hat. Ein Schriftsteller, dessen drei größte Romane sich alle mit der Frage beschäftigen, ob ein Mensch Schuld auf sich nehmen und trotzdem weiter atmen kann: Das ist kein akademisches Programm. Das ist Dostojewskis eigenes Leben, in Figuren übersetzt.

Die Epilepsie: Krankheit, Gnadenzustand und literarisches Werkzeug

Dostojewski litt seit der Kindheit an Epilepsie, nach heutigem Wissensstand wahrscheinlich an Temporallappenepilepsie. Was seine Form der Erkrankung von anderen unterschied, waren die Zustände unmittelbar vor einem Anfall: eine kurze Phase von außerordentlicher Klarheit, Intensität und bisweilen einem Gefühl des Glücks, das er selbst als den vollständigsten Ausdruck des Lebens beschrieb, den er kannte. Er wusste, dass der Anfall folgen würde. Er wusste auch, dass er die Vorphase nicht aufgeben wollte, selbst wenn er es gekonnt hätte. Fürst Myschkin im Idiot teilt diese Erfahrung wörtlich mit dem Autor.

Die Epilepsie kostete ihn Zeit, Gesundheit und die Kontrolle über seinen Körper. Sie gab ihm etwas anderes: den direkten Zugang zu Zuständen des Bewusstseins, die andere nur aus Beschreibungen kannten. Was er in seinen Romanen über den Moment vor einer Entscheidung, über die Gleichzeitigkeit von Klarheit und Zerstörung, über das Wissen um das eigene Scheitern und das Handeln trotzdem beschreibt, hat diesen körperlichen Ursprung. Ein Schriftsteller, der die Vorphase eines epileptischen Anfalls als vollständigsten Ausdruck des Lebens beschreibt, und der gleichzeitig weiß, dass dieser Ausdruck mit Bewusstseinsverlust bezahlt wird: Das ist die präziseste Beschreibung des Dostojewskischen Weltverhältnisses, die es gibt. Intensität und Zusammenbruch sind für ihn keine Gegensätze. Sie sind dasselbe.

Antisemitismus und christlicher Sozialismus: Das unbequeme Kapitel

Ein ehrliches Bild von Dostojewski schließt ein Kapitel ein, das seine Bewunderer ungern lesen und das nicht wegzudiskutieren ist: Dostojewski hat in seinem Tagebuch eines Schriftstellers antisemitische Passagen verfasst, die nicht als Figurenrede gelten können, sondern als eigene Meinungsäußerung. Er schrieb über Juden in einer Sprache, die nicht von historischem Kontext allein erklärt werden kann. Die Dostojewski-Forschung benennt das, und sie benennt gleichzeitig den Widerspruch: Derselbe Dostojewski, der diese Texte schrieb, verteidigte in anderen Texten die Würde der Erniedrigten und Beleidigten ohne jede Einschränkung, und seine Figuren umfassen Menschen aller Herkunft und aller Verfassung, denen er dasselbe Maß an innerer Komplexität und Würde zugesteht.

Der Widerspruch ist nicht auflösbar, und er sollte es nicht sein. Dostojewski war kein Heiliger, und er wäre ein schlechterer Schriftsteller geworden, wenn er einer gewesen wäre. Was er war, ist präzise: ein Mensch mit einem außerordentlichen Vermögen zur Empathie für einzelne Menschen und einer gleichzeitigen Anfälligkeit für kollektive Vorurteile, die er nicht durch dieselbe Empathie überprüfte. Das ist keine Entschuldigung. Es ist die vollständigste Beschreibung. Der größte Psychologe der Weltliteratur, der die menschliche Seele in ihrer gesamten Widersprüchlichkeit beschrieb und dabei seinen eigenen Widerspruch nicht sah: Das ist das schwerste und ehrlichste Urteil, das man über Dostojewski sprechen kann.

Warum Dostojewski heute der wichtigste und der schwierigste Romancier der Weltliteratur ist

Dostojewski ist schwierig zu lesen, nicht wegen der Länge seiner Bücher, sondern wegen der Intensität. Seine Romane haben keine erholsamen Stellen. Die Figuren denken immer zu Ende, sprechen immer zu viel, handeln immer zu extrem, und das Innenleben, das dabei sichtbar wird, ist so nah an dem, was Menschen wirklich denken und fühlen und nicht aussprechen, dass die Lektüre gelegentlich unangenehm ist auf eine Weise, die keine andere Literatur erzeugt: nicht weil sie fremd ist, sondern weil sie vertraut ist.

Was seine Zitate jenseits der Romane wertvoll macht, ist ihr Ursprung: Sie stammen von einem Mann, der Scheinhinrichtung, Sibirien, Epilepsie, Spielsucht und Armut nicht als Hintergrundfarbe seines Lebens hatte, sondern als Material. Er machte aus allem Literatur, nicht weil er litt und schrieb, sondern weil er erkannte, dass das Leiden Fragen stellt, die nur die Literatur beantworten kann: nicht mit Lösungen, sondern mit der genauen Beschreibung des Zustands, in dem sich ein Mensch befindet, wenn er wirklich lebt.

Wenn Sie die Zitate auf dieser Seite lesen, begegnen Sie einem Mann, der zwanzig Minuten lang glaubte, er werde erschossen, und der diese zwanzig Minuten für den Rest seines Lebens in sich trug, der vier Jahre in Sibirien unter Mördern verbrachte und danach schrieb, dass er die Zeit nicht verschwendet habe, der den Ehering seiner Frau verspielte und ihr am nächsten Tag einen entschuldigenden Brief schrieb und danach wieder spielte, und der in sechzig Lebensjahren vier Romane schrieb, die Nietzsche, Freud, Kafka und Camus veränderten. Das ist das Fundament seiner Sätze. Sie klingen wie Tiefe. Bei ihm war Tiefe kein Stilmittel. Sie war die einzige Sprache, die er kannte.

Zitate von Fjodor Dostojewski

Aktuell haben wir 9 Einträge von Fjodor Dostojewski in unserer Sammlung, die in folgenden Kategorien zu finden sind:

Das Geheimnis des menschlichen Lebens liegt nicht im bloßen Leben, sondern im Sinn des Lebens.

Kategorie: Zitate zum Thema Lebenmehr...

Das lebendige Leben muß etwas unglaublich Einfaches sein. Und deshalb gehen wir an ihm vorüber, ohne es zu erkennen.

Kategorie: Zitate zum Thema Lebenmehr...

Auf der Welt gibt es nur deshalb Liebe, weil die Menschen an die Unsterblichkeit glauben. Mit dem Aufhören des Glaubens würde die Liebe vernichtet werden.

Kategorie: Zitate Liebemehr...

Wenn man liebt, dann gedenkt man der Kränkung nicht lange.

Kategorie: Zitate Liebemehr...

Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft.

Kategorie: Zitate zum Thema Glückmehr...

Kein Mensch denkt nach. Selten bringt es einer bis zu einer eigenen Idee.

Kategorie: Zitate zum Nachdenkenmehr...

Durch Umgang mit Kindern gesundet die Seele.

Kategorie: Zitate zum Thema Kindermehr...

Der Mensch, der kein Kind sein durfte, wird ein schlechter Bürger sein.

Kategorie: Zitate zum Thema Kindermehr...

Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst; sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.

Kategorie: Zitate zum Thema Zeitmehr...

Machen Sie mit!

Dank der Mithilfe unserer fleißigen Besucher wächst unsere Sammlung ständig weiter. Auch Sie können daran teilhaben, indem Sie neue Fjodor Dostojewski jetzt eintragen.

Zitat eintragen