Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den …

Kategorie: Zitate zum Thema Trauer und Tod

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.

Autor: unbekannt

Herkunft

Die berühmte Sentenz "Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern" wird gemeinhin Benjamin Franklin zugeschrieben. Sie stammt aus einem Brief, den Franklin am 13. November 1789 an den französischen Wissenschaftler Jean-Baptiste Leroy schrieb. Der Kontext war eine Diskussion über die gerade zu Ende gegangene Amerikanische Revolution und die anhaltende Verfassungsdebatte in den Vereinigten Staaten. Franklin schrieb auf Englisch: "In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes." Der Brief wurde später in den gesammelten Werken veröffentlicht, was zur weiten Verbreitung des Ausspruchs beitrug. Es ist erwähnenswert, dass ähnliche Gedanken schon früher geäußert wurden, beispielsweise von Daniel Defoe oder Christopher Bullock, doch Franklins prägnante Formulierung ist diejenige, die sich im kollektiven Gedächtnis verankert hat.

Bedeutungsanalyse

Mit diesem Zitat brachte Benjamin Franklin eine fundamentale, fast trockene Lebensweisheit auf den Punkt. Er wollte ausdrücken, dass das menschliche Dasein von Ungewissheit und Wandel geprägt ist. Alle politischen Systeme, persönlichen Glücksumstände oder wirtschaftlichen Verhältnisse können sich ändern. Zwei Dinge jedoch sind absolut unausweichlich: Das biologische Ende jedes Lebens und die Verpflichtung, Abgaben an den Staat zu leisten. Es ist keine zynische, sondern eine realistische und leicht resignierte Feststellung. Ein häufiges Missverständnis ist, das Zitat als bitter oder pessimistisch zu lesen. Bei Franklin schwingt jedoch oft ein humorvoller Unterton mit. Er akzeptierte diese beiden Gewissheiten als grundlegende Parameter des organisierten Zusammenlebens und schien damit sagen zu wollen: "Da man sie nicht ändern kann, sollte man sich nicht zu sehr darüber aufregen, sondern das Übrige umso besser gestalten."

Relevanz heute

Die Aktualität dieses Zitats ist ungebrochen. Es wird nach wie vor in unzähligen Debatten über Steuerpolitik, Haushaltsplanung oder auch philosophische Lebensfragen zitiert. In Zeiten globaler Unsicherheit – seien es Pandemien, wirtschaftliche Krisen oder politische Umwälzungen – gewinnt Franklins Aussage zusätzlich an Schärfe. Sie dient als rhetorischer Anker, um darauf hinzuweisen, dass selbst in turbulentesten Zeiten bestimmte Konstanten fortbestehen. Die Digitalisierung und globale Vernetzung haben zwar vieles verändert, aber weder den Tod noch die Steuern abgeschafft; letztere haben sich nur in Form und Komplexität gewandelt. Das Zitat fungiert somit als zeitloses Sprichwort, das die Diskontinuität des Lebens mit seinen wenigen, aber mächtigen Kontinuitäten kontrastiert.

Praktische Verwendbarkeit

Dieses Zitat ist erstaunlich vielseitig einsetzbar, allerdings erfordert es aufgrund seiner Thematik ein gewisses Fingerspitzengefühl.

  • Vorträge und Präsentationen: Ideal, um in Finanzvorträgen, wirtschaftspolitischen Reden oder bei Themen zur Altersvorsorge einen pointierten Einstieg oder Schlussakzent zu setzen. Es lockert trockene Materie auf und schafft eine gemeinsame Basis mit dem Publikum.
  • Journalistische Texte: Perfekt als einprägsame Überschrift oder Einleitung für Kommentare zu Haushaltsdebatten, Steuerreformen oder auch philosophische Betrachtungen über die conditio humana.
  • Private Gespräche und Lebensweisheit: In informellen Diskussionen über Zukunftsängste oder lästige Pflichten kann das Zitat mit einem Augenzwinkern eingesetzt werden, um Gelassenheit zu propagieren. Man sollte es jedoch nicht in unmittelbaren Trauersituationen verwenden, da es dort als verletzend empfunden werden könnte.
  • Unternehmenskommunikation: Für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Finanzdienstleister kann es, geschickt platziert, ein markantes und einprägsames Motto sein, das die Unausweichlichkeit ihrer Themen unterstreicht – natürlich stets kombiniert mit dem Angebot, zumindest beim Steuerteil Hilfestellung zu leisten.

Wichtig ist, den Tonfall dem Anlass anzupassen. Mit der nötigen Portion Selbstironie kann das Zitat auch auf alltägliche "Gewissheiten" wie Staus am Montagmorgen oder stets volle Wäschekörbe adaptiert werden, was seine Bandbreite unterstreicht.