Erfolge zu erringen in einem liebgewordenen Beruf, ist wohl …

Kategorie: Zitate zum Thema Erfolg

Erfolge zu erringen in einem liebgewordenen Beruf, ist wohl mit das reinste und höchste Glück auf dieser Erde.

Autor: Johannes von Dewall

Herkunft

Die genaue Herkunft dieses Zitats von Johannes von Dewall ist nicht mit absoluter Sicherheit belegt. Es handelt sich um ein geflügeltes Wort, das ihm zugeschrieben wird und vor allem in Sammlungen von Lebensweisheiten und Berufs-Zitaten auftaucht. Aufgrund des klassischen, leicht pathetischen Duktus und des Namens des Autors lässt es sich der Epoche des 19. oder frühen 20. Jahrhunderts zuordnen, einer Zeit, in der das Ideal der Berufung und der Arbeit als sinnstiftende Lebensaufgabe besondere Betonung fand. Da präzise Quellenangaben wie ein bestimmter Brief, eine Rede oder eine Publikation fehlen, verzichten wir an dieser Stelle auf eine detaillierte Herkunftsangabe, um keine unbelegten Spekulationen zu verbreiten.

Biografischer Kontext

Johannes von Dewall (1846-1923) war ein preußischer Verwaltungsbeamter und Politiker, der unter anderem als Landrat und Polizeipräsident in Düsseldorf wirkte. Für Leserinnen und Leser heute ist er weniger als literarische Figur, sondern vielmehr als Repräsentant eines bestimmten Berufs- und Lebensethos interessant. Seine Perspektive ist die eines Menschen, der in einer hierarchisch geprägten, staatstragenden Position Verantwortung trug. Sein Denken war von Pflichtbewusstsein, Dienst am Gemeinwesen und der Überzeugung geprägt, dass ernsthafte, engagierte Arbeit nicht nur eine Notwendigkeit, sondern eine Quelle persönlicher Erfüllung sein kann. Diese Weltsicht, die Arbeit und persönliches Glück verbindet, macht seine Aussage auch über seine historische Rolle hinaus relevant. Er steht für die Idee, dass wahhe Zufriedenheit nicht im Müßiggang, sondern in der produktiven und identifikationsstiftenden Tätigkeit liegt.

Bedeutungsanalyse

Mit diesem Zitat bringt von Dewall eine tiefe psychologische und philosophische Einsicht auf den Punkt. Er behauptet nicht, dass jeder Erfolg glücklich macht, sondern stellt drei entscheidende Bedingungen: Erstens muss es sich um einen "liebgewordenen Beruf" handeln – also um eine Tätigkeit, zu der man eine emotionale Beziehung entwickelt hat, die über reine Pflicht hinausgeht. Zweitens muss in diesem Beruf ein Erfolg errungen werden, was Anstrengung, Überwindung und ein messbares oder fühlbares Ergebnis impliziert. Die Kombination aus Leidenschaft (liebgeworden) und bewältigter Herausforderung (Erfolg erringen) führt drittens zum "reinesten und höchsten Glück". "Rein" meint hier ungetrübt, authentisch und frei von schlechtem Gewissen oder negativen Nebengedanken. Ein mögliches Missverständnis wäre, das Zitat als Plädoyer für blinden Karrierismus oder Arbeitssucht zu lesen. Es geht jedoch zentral um die Qualität der Beziehung zur eigenen Tätigkeit, nicht um Quantität oder äußeren Status.

Relevanz heute

Das Zitat ist heute aktueller denn je. In einer Zeit, in der Begriffe wie "Quiet Quitting", "Work-Life-Balance" und "Great Resignation" diskutiert werden, stellt von Dewalls Aussage die positive Kehrseite der Medaille dar: die bewusste Suche nach sinnvoller Arbeit. Die moderne Psychologie bestätigt seinen Gedanken: Das Konzept der "Flow"-Erlebnisse oder die Forschung zur Selbstverwirklichung nach Abraham Maslow beschreiben sehr ähnliche Zustände. Das Zitat wird häufig in Coaching-Kontexten, Karriere-Ratgebern und bei Diskussionen über Berufung verwendet. Es dient als Gegenentwurf zur Vorstellung von Arbeit als reinem Broterwerb und erinnert daran, dass berufliche Erfüllung ein legitimes und erstrebenswertes Lebensziel ist. Die Brücke zur Gegenwart schlägt sich in der Frage, wie jeder Einzelne seinen Beruf zu einem "liebgewordenen" machen kann.

Praktische Verwendbarkeit

Dieses Zitat eignet sich hervorragend für alle Anlässe, bei denen es um berufliche Orientierung, Anerkennung oder Lebensbilanz geht. Sie können es vielseitig einsetzen:

  • Präsentationen & Vorträge: Ideal als Einstieg oder Abschluss bei Themen wie Mitarbeitermotivation, Unternehmenskultur, persönlicher Weiterentwicklung oder Sinnhaftigkeit in der Arbeitswelt. Es setzt einen inspirierenden und wertebasierten Ton.
  • Persönliche Gratulationen: Perfekt für Glückwunschkarten zur Beförderung, zum Jubiläum im Unternehmen oder zur bestandenen Prüfung. Es geht über ein simples "Herzlichen Glückwunsch" hinaus und würdigt die emotionale Verbindung zur Tätigkeit.
  • Coaching & Mentoring: Ein ausgezeichneter Gesprächseinstieg, um Klienten zu reflektieren, ob ihr aktueller Beruf für sie "liebgeworden" ist oder welche Schritte nötig wären, um dahin zu gelangen.
  • Trauerrede für einen Verstorbenen: Besonders passend, wenn der Verstorbene seine Berufung lebte und darin aufging. Das Zitat kann seinen Lebensweg würdigen und den Trost vermitteln, dass er ein erfülltes Arbeitsleben hatte.
  • Für sich selbst: Als Leitsatz oder Erinnerung auf dem Schreibtisch, um sich in anstrengenden Phasen den tieferen Sinn der eigenen Arbeit vor Augen zu führen.

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